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Sony dürfte als nächstes ein japanisches Studio übernehmen, glauben Analysten

Noch immer können viele den Schritt der Übernahme von Bungie durch Sony nicht ganz nachvollziehen. Vielmehr hatte man mit einem japanischen Publisher oder Entwickler gerechnet. Dieses Ziel könnte nach Einschätzung von Analysten das nächste für Sony sein.

Davon geht jedenfalls Dr. Serkan Toto, Chief Executive Officer bei Kantan Games, aus, wonach die nächste Übernahme sehr wahrscheinlich aus dem eigenen Raum stammen wird. Zwar nennt man keine potenziellen Kandidaten, rechnet Sony hier aber einen enormen Vorteil gegenüber Microsoft aus. Kulturelle Barrieren würden es schlichtweg schwierig machen, dass sich ein japanischer Entwickler oder Publisher von einem US-Konzern aufkaufen lässt.

„Sony hat natürlich den Heimvorteil,“ so Dr. Serkan Toto. „Und einige der Herausforderungen, die für Microsoft auftauchen würden, würden für Sony nicht gelten. Es muss nicht eines der börsennotierten Kraftpakete sein, aber ich glaube, Sony erwägt zumindest, bald in Japan Fuß zu fassen.“ 

Sollte dieser Schritte Microsoft dennoch irgendwie gelingen, wäre das laut Toto quasi eine Sensation, die selbst ihre bisherigen Deals in den Schatten stellen würde.

„Nichts kann in der heutigen Zeit ausgeschlossen werden. Aber in gewisser Weise wäre die Übernahme eines großen japanischen Verlags durch Microsoft eine größere Neuigkeit als der Activision-Deal. Bisher war es keinem ausländischen Spieleunternehmen möglich, ein japanisches Studio zu erwerben – und ich kann ihnen garantieren, dass es Versuche gab, sowohl von westlichen als auch von asiatischen Playern.“

In dem ganzen Wettstreit um den Zukauf von Publishern und Entwicklern hoffen Fans auf ein Kaliber wie Square Enix, Konami oder Capcom. Analysten gehen jedoch davon aus, dass ein ganzer Publisher viel zu teuer für Sony sei.

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Kriegskasse mit 10 Milliarden gefüllt

Aktuellen Berichten zufolge hat Sony noch rund 10 Millionen US-Dollar für Übernahmen eingeplant, während man für Bungie schon über 3 Milliarden hat springen lassen. Für manchen ein überteuerter Notkauf aus Verzweiflung.

Welches japanische Studio für Sony in Betracht käme, kann letztendlich nur spekuliert werden. Wirklich viele gibt es davon ja nicht mehr, die sich in westlichen Regionen einen Namen machen konnten, sofern sie nicht schon zu Sony gehörten.

Es bleibt damit definitiv spannend, wie sich der Wettstreit um Zukäufe in diesem Jahr noch entwickeln wird. Man wird jedenfalls nicht die letzte Meldung dieser Art gesehen haben.

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