Sony inzwischen frustriert wegen PS5 Scalpern & Bots

Wenn man es genau nimmt, wurden bereits mehr PS5 Konsolen verkauft, als im gleichen Zeitraum bei der PS4 damals. Zwar war es da auch lange Zeit knapp, eine Situation wie bei der PS5 hat es so aber noch nie gegeben.

Die Schuld sieht man inzwischen nicht mehr nur bei der großen Nachfrage nach der PS5 oder den Produktionsengpässen, vielmehr sind es die Bots und Scalper, die den gesamten Markt leer kaufen. Im Endeffekt kommen die Konsolen so nur langsam beim Endkunden an, was inzwischen auch Sony frustriert.

Das sagte PlayStation Boss Jim Ryan in einem aktuellen Interview mit Axios, die zwar alle möglichen Kraftanstrengungen unternehmen, um so viele PS5 Konsolen wie möglich auf den Markt zu werfen, gegen Bots und Scalper ist man aber weiterhin machtlos.

„Das frustriert mich wirklich und verärgert mich, besonders wenn Wiederverkäufer und Bots es schaffen, Lagerbestände in die Finger zu bekommen“, so Ryan. „Sony arbeitet ‚unglaublich hart‘ mit Handelspartnern zusammen, um die PS5 in ‚die richtigen Hände‘ zu bringen.“

Um dies in Zukunft zu gewährleisten, startet man das PlayStation Direct Programm bald auch in Europa, wo man seine PS5 dann direkt bei Sony erwerben kann. So soll jedenfalls den Scalpern und Bots der Wind aus den Segeln genommen werden. Genaue Details zur Umsetzung folgen aber erst noch. Vermutlich ist der PS5 Kauf dann an die eigene Sony-ID gebunden.

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Bots sind Fluch und Segen zugleich

Viele schwören ja auf die verschiedenen PS5 Bots im Netz, die einen umgehend über die Verfügbarkeit der Konsole informieren. Diese sind Segen und Fluch zugleich. Die Absicht dahinter mag ja nobel und vorteilhaft sein, wenn ein solcher Bot aber gut 100.000 User gleichzeitig losschickt, die dann die Shops stürmen, ist das Chaos vorprogrammiert. Nicht selten werden diese Shops dann komplett lahmgelegt und eine PS5 zu ergattern mutiert zum absoluten Glücksspiel.

Das zeigte sich erst heute wieder mit dem neuen Ratchet & Clank Bundle, von dem schätzungsweise 4.500 Einheiten bei Amazon verfügbar waren. Es dauerte keine Minute, da waren auch diese komplett vergriffen, sehr zum Frust derjenigen, die wieder leer ausgingen.

Für bereits glückliche PS5 Käufer geht es teilweise auch gar nicht mehr darum, auf diesem Wege überhaupt eine PS5 zu bekommen, inzwischen steht da der eher Wiederverkaufswert mit Gewinn im Blick, der noch immer beträchtlich pro PS5 Einheit ist.

Solange hier kein fairer Wettbewerb herrscht, wovon nicht auszugehen ist, wird sich die schwierige Situation mit der PS5 wohl noch monatelang hinziehen.