Der gestrige State of Play von Sony hinterließ gemischte Gefühle. Während das neue James Bond-Spiel von IO Interactive durchaus beeindruckte, blieben echte Sony-Highlights aus. Stattdessen gab es nur ein kleines Astro Bot-Update, den Hinweis auf einen Ghost of Tsushima-fokussierten State of Play im Juli und die Vorstellung eines Prototyp-Controllers.
Die großen Zahlen sprechen eine klare Sprache
Die Reichweitenstatistiken zeigen eine interessante Entwicklung: Während das Summer Game Fest 2024 über 3,8 Millionen gleichzeitige Zuschauer erreichte, lag Sonys State of Play im Februar 2025 bei etwa 2,1 Millionen. Der aktuelle Showcase stellte mit 2,2 Millionen Zuschauern zwar einen neuen Rekord auf, ist aber noch immer weit vom Format des Summer Game Fests entfernt. Damit ist klar: Als offizieller Partner des Summer Game Fests hätte Sony Zugang zu einer deutlich größeren Bühne.
Zwei Szenarien sind nun denkbar:
Szenario 1: Strategisches Timing Sony hält bewusst die großen Ankündigungen zurück, um sie beim reichweitenstärkeren Summer Game Fest zu präsentieren. Der gestrige State of Play wäre dann eine bewusste „Aufwärmrunde“ gewesen.
Szenario 2: Schlicht nichts Großes parat Sony hatte einfach keine größeren Neuheiten bereit und füllte die Zeit mit verfügbaren Updates.
Was spricht wofür?
Für das strategische Timing spricht:
- Sonys Partnerschaft mit dem Summer Game Fest
- Die deutlich höhere Reichweite des Events
- Der angekündigte Juli-State of Play zeigt, dass Sony durchaus gestaffelt plant
Dagegen spricht:
- Insider halten sich ungewöhnlich bedeckt
- Xbox wird voraussichtlich am Wochenende die größeren „Knaller“ liefern
- PlayStation-Fans erwarten traditionell mehr von State of Play-Events
Der gestrige State of Play war zweifellos zurückhaltend. Ob dahinter Strategie oder schlicht fehlende Inhalte stecken, werden die kommenden Tage zeigen. Allgemein wird erwartet, dass der Xbox Showcase am Wochenende die größeren „Knaller“ liefern wird. Dennoch spricht Sonys Partnerschaft mit dem Summer Game Fest und die deutlich höhere Zuschauerreichweite des Events dafür, dass Sony strategisch auf diese Show setzt.
Nach den Enttäuschungen rund um mehrere Live-Service-Projekte – sowohl eingestellte Titel als auch solche, deren Zukunft ungewiss ist – steht Sony zunehmend unter Druck, wieder mit starken Singleplayer-Erfahrungen zu punkten. Denkbar wären etwa ein erster richtiger Blick auf Marvel’s Wolverine von Insomniac, das seit der Ankündigung 2021 weitgehend unter dem Radar geblieben ist. Auch ein neues Projekt von Naughty Dog, bei dem viele auf ein Comeback der Uncharted-Reihe hoffen, steht immer wieder im Raum.
Und nicht zuletzt kursierten zuletzt Hinweise auf ein neues God of War, das als 2.5 Metrovania-Style entstehen soll. Bestätigt ist davon nichts – aber angesichts der aktuellen Lage wäre ein starker First-Party-Reveal genau das Signal, das Sony jetzt braucht. Beim Summer Game Fest könnte Sony also noch einmal richtig aufspielen und ein echtes Highlight aus dem Hut zaubern – oder der Konkurrenz das Feld überlassen.
Was denkt ihr? Spart Sony die großen Überraschungen für das Summer Game Fest auf, oder war das schon alles? Teile deine Einschätzung in den Kommentaren!


Ah ja glaube auch nicht dran ist doch mittlerweile immer das selbe und ein Muster zu sehen nach der state of play ist vor der nächsten state of play
Ich lese die Überschrift und frage mich nur:
„Seid ihr so naiv oder macht ihr das für die klicks?“
So oder so …die Antwort lautet NEIN und das sollte langsam mal jeder begriffen haben.
Worauf warten denn bitte alle bei Sony?
Mal ana die letzten kahrw zurückdenken und dann sollte klar sein, wie es weiterläuft