Sony patentiert virtuellen Companion mit völlig neuem Ansatz

Von Sony ist erneut ein interessantes Patent aufgetaucht, das eine Art virtuellen Companion beschreibt, der auf eure Emotionen reagieren kann und zugleich einen völlig neuen Ansatz verfolgt.

Das Patent wurde bereits im Jahr 2018 angemeldet und jetzt öffentlich gemacht. Der virtuelle Begleiter, womäglich in Form eines Haustieres, kann demnach die Gefühle des Users interpretieren, zum Beispiel Freude, Wut, Liebe etc. und dann mit Bewegungen, Geräuschen und Sprache darauf reagieren.

Interessant ist vor allem aber der Ansatz, den man dazu wählt, wo die Grundlage darin besteht, dass man selbst und das virtuelle Haustier die selben Dinge gemeinsam sehen kann, anstatt nur gegenseitig auf sich selbst zu reagieren.

In dem Patent heißt es unter anderem:

„Um eine gute Beziehung zu anderen Menschen aufzubauen, wird gesagt, dass ein gemeinsames Seherlebnis, bei dem Leute dasselbe sehen, effektiver ist, anstatt eine „Face-to-Face Beziehung“. Es ist bekannt, dass durch das Sehen derselben Dinge am selben Ort und die Emphatie mit jedem anderen die Distanz zu anderen Menschen abbaut und die Affinität zu anderen Menschen erhöht wird.“

Auch ein Anwendungsbeispiel beim Gaming wird direkt beschrieben, bei dem man erwartet, dass die Affinität des Users zum Roboter und die Motivation zum Spielen eines Spiels dadurch erhöht wird, dass der Roboter das Gameplay neben dem Benutzer betrachtet und zusammen mit dem Benutzer zufrieden oder traurig ist.

Auch kann der Roboter als virtueller Spieler am Spiel teilnehmen und eventuell das gegnerische Team bedienen, was dazu führen soll, dass der Roboter traurig erscheint, wenn er ein Match verliert.

Die Funktion des Roboters kann dabei erheblich erweitert werden, etwa wenn der User ein ungeregeltes Leben führt und vom Roboter auf bestimmte Dinge aufmerksam gemacht wird, etwa zu Bett zu gehen oder den allgemeinen Lebensrythmus zu verbessern.

Wie und wann dieses Patent zum Einsatz kommt, dürfte also ziemlich spannend werden.