Sony hat sich am 20. Mai 2026 beim US-Patent- und Markenamt die Rechte an dem Namen „Break In“ für ein kommendes Videospiel gesichert. Die zeitliche Nähe zur angekündigten, über 60 Minuten langen State of Play am 2. Juni 2026 deutet an, dass der Titel dort offiziell enthüllt wird.
Hinter dem geschützten Begriff „Break In“ verbirgt sich laut übereinstimmenden Branchenberichten mit hoher Wahrscheinlichkeit das Heist-Spiel „Fairgame$“ von Haven Studios, das nach massiver interner Kritik und dem Abgang von Studiogründerin Jade Raymond im Mai 2025 grundlegend überarbeitet wurde.
Markenrechte stützen Gerüchte um Rebranding von Fairgame$
Die Anmeldung der Marke umfasst die klassischen Kategorien für interaktive Unterhaltungssoftware. Die Wortwahl passt exakt auf das Gameplay-Konzept von „Fairgame$„, das bei seiner Ankündigung im Jahr 2023 als teambasierter Multiplayer-Raubzug vorgestellt wurde. Das Projekt hatte nach verpatzten internen Playtests im Frühjahr 2025 mit erheblichen Problemen zu kämpfen, den spielerischen Kern zu definieren, was zu einer internen Verschiebung auf das Frühjahr 2026 führte. Ein kompletter Namenswechsel weg vom ungeliebten Ursprungstitel gilt in der Industrie als gängiges Mittel, um ein vorbelastetes Service-Game neu zu positionieren.
Abseits der plausiblen Fairgame$-Theorie kursieren in sozialen Netzwerken alternative Spekulationen:
- Ein neues Uncharted: Die Assoziation von „Break In“ mit der Diebes-Vergangenheit von Nathan Drake führte auf Plattformen wie Reddit zu Spekulationen über einen Ableger oder ein Remake der Naughty-Dog-Reihe. Dafür gibt es aus Produktionssicht jedoch keine Belege.
- Ein Projekt von Firesprite: Das britische Sony-Studio arbeitet bekanntermaßen an einem düsteren Multiplayer- oder Horror-Prozess, zu dem der Name rein atmosphärisch passen könnte.
Die Indizienkette spricht dennoch für Haven Studios, da Berichte über veränderte Gameplay-Aufnahmen und einen deutlich modifizierten Ton des Spiels bereits im April 2026 durchsickerten.
Strategisch ist dieser Schritt für Sony von hoher Relevanz. Nach der schnellen Einstellung von „Concord“ und der Streichung des Live-Service-Projekts von Bluepoint Games im vergangenen Jahr ist das Spiel von Haven Studios eines der wenigen verbliebenen Multiplayer-Projekte, an denen der Konzern trotz des Strategiewechsels hin zu traditionellen Singleplayer-Blockbustern festhält. Das Rebranding zeigt, dass Sony die Investition in das Studio nach dem Raymond-Abgang absichern will, anstatt das Projekt komplett einzustellen.
Hört sich wie gaas müll an