Sony vor PC-Rückzug? Insider deutet radikale Strategieänderung bei PlayStation an

Insider-Gerücht: Sony soll seine PC-Strategie zurückfahren und große PlayStation-Singleplayer-Spiele wieder exklusiver halten. Was steckt dahinter?

Lukas Neumann
Lukas ist Junior Editor bei PlayFront.de und bringt frischen Wind ins Team. Mit Neugier, Leidenschaft und kritischem Blick entdeckt er spannende Geschichten auch in unscheinbaren Spielen....

Gerüchte rund um PlayStation sind selten wirklich überraschend, doch diese Meldung von Jez Corden lässt selbst abgeklärte Branchenbeobachter kurz innehalten. In der aktuellen Ausgabe des Xbox Two Podcasts spricht der Windows-Central-Redakteur darüber, dass er von einer „sehr guten Quelle“ gehört habe, Sony würde wahrscheinlich wieder vom PC-Markt zurückrudern. Zwar nicht komplett, aber gezielt dort, wo es am meisten schmerzen dürfte: bei ihren großen Singleplayer-Blockbustern, den sogenannten tentpole games.

Eine Aussage, die so nicht wirklich ins Jahr 2025 passen will, erst recht nicht bei einem Unternehmen, das zuletzt immer wieder betonte, man wolle das eigene Ökosystem erweitern und neue Zielgruppen erreichen. Doch Cordens Ausführungen zeichnen ein anderes Bild. Und es ist eines, das sich mit den letzten Monaten erstaunlich gut deckt.

„Wahrscheinlich ziehen sie sich zurück“ – und warum

Ausgangspunkt war eigentlich eine Diskussion darüber, ob PlayStation langfristig ebenfalls Day-One-Releases auf dem PC anbieten könnte. Logisch wäre es, so Corden, immerhin sei Steam der Ort, an dem sich Spiele besonders leicht viral verbreiten. Ein Effekt, den Sony mit Marken wie God of War, Horizon oder Ghost of Tsushima theoretisch ideal nutzen könnte.

Doch laut seiner Quelle sieht die Realität anders aus: Sony soll „wahrscheinlich vom PC zurückziehen“, zumindest was die großen Singleplayer-Titel angeht. Und mehr noch: Die zuletzt geleakten Cross-Buy-Optionen und PlayStation-PC-Symbole seien schlicht Überbleibsel aus alten Builds, die „niemals genutzt“ würden.

Für Corden, der betont, PlayStation sei eigentlich nicht sein Berichtsgebiet, ergibt sich trotzdem ein rundes Bild. Denn seine Einschätzung deckt sich mit einem schlichten Fakt: Die bisherigen PC-Ports haben Sony offenbar nicht das gebracht, was man sich erhofft hatte.

Die PC-Releases haben „den Ausschlag nicht gegeben“

Corden nennt zwei Gründe:

  1. Die Ports kamen zu spät. Titel wie The Last of Us Part I, Horizon Zero Dawn oder Spider-Man erschienen Jahre nach dem Konsolenrelease, lange nachdem der große Hype bereits durch war.
  2. Die Verkäufe waren solide, aber nicht umwerfend. Jedenfalls nicht in dem Maße, dass sie Sonys strategische Stoßrichtung verändert hätten.

Bei Sony scheint man überzeugt zu sein, dass ihre Premium-Marken eben doch dort am stärksten funktionieren, wo PlayStation historisch zuhause ist – auf der eigenen Hardware.

Nintendo-Strategie statt PC-Offensive?

Corden zieht sogar den Vergleich zu Nintendo. Also eine Strategie, in der exklusive, hochwertige Singleplayer-Titel essenziell für den Plattformwert sind, und deshalb nicht (oder nur spät) auf andere Plattformen wandern.

Ganz anders sieht es bei Live-Service-Titeln aus: Dort soll weiterhin Day-One für PC gelten. Diese Spiele leben nun einmal von großen Spielerzahlen und plattformübergreifender Reichweite. Ein Bereich, in dem Sony unbedingt wachsen will.

Der Insider selbst betont, dass es sich nicht um einen Bericht, sondern um das Teilen eines Gerüchts handelt. Aber gerade, weil er eher zufällig an PlayStation-Infos kommt, wirkt die Aussage fast noch interessanter.

Sollte Sony wirklich in Richtung „Konsolenfirst“ zurückrudern, wäre das die größte strategische Kehrtwende seit Jahren, und eine, die den Wettbewerb mit Xbox neu kalibrieren könnte. Noch ist es ein Gerücht. Aber eines, das man nicht ignorieren sollte.

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Crydog
27 Tage zuvor

Na das würde das ps Brand wieder stärken, habe von Anfang an gesagt das es Blödsinn ist spiele auf pc zu releasen. Besonders jetzt wo valve eigene Hardware hat mit steam deck und steam Maschine gibt keine unique Selling point bei ps. Und die Bedienung im steam os und big picture mode ist schon konsolen like plug and play. Man braucht kein ps Hardware mehr um first party zu spielen

N7Dan
28 Tage zuvor

Währenddessen, im Nintendo Hauptquartier:

Schulterzucken & weiter das Geld zählen.

Crydog
27 Tage zuvor
Reply to  N7Dan

Na frag mal die ps fanboy wie sie diese Strategie vorher verteidigt haben das man damit sehr viel geld verdienen würde. Für mich war das das Blödsinn was man machen konnte so hat man ein treuen ps fan richtung pc bzw. Steam erzogen ,schmackhaft gemacht sehe keinen Sinn in ps Hardware zu investieren. Die Bedienung durch xbox und steam os wird auch immer einfacher

Schwerer Bunnes
28 Tage zuvor

Für mich wäre das absolut nicht überraschend, mich würde es viel mehr überraschen, wenn Sony sich NICHT aus dem PC-Markt zurückziehen würde, wenn sie weiter ihre Konsole verkaufen möchten. Software sells Hardware, war schon immer so, fragt mal bei Nintendo nach…

Cox
27 Tage zuvor

Genauso sieht es aus. Aber einige Kiddys verstehen halt das Geschäft nicht. Zumal Microsoft plant laut Gerücht Steam mit ins Boot zu nehmen und dann würde auf der neuen Xbox auch PlayStation titeln laufen. Was Sony da macht ist definitiv ein cleverer Schachzug. Siehe Nintendo! Die zeigen wie es funktioniert. Und das Gegenteil ist die Xbox wo alle Spiele überall verramscht werden. So verkauft sich definitiv keine Konsole.

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