Sony weicht Disc-Aus auf: Nachproduktion für PS5-Spiele nach 2028

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Niklas Bender
Editor-in-Chief bei PlayFront und Spezialist für kritische Analysen. Niklas Bender steht für eine klare redaktionelle Kante und furchtlosen Journalismus. Sein Fokus: die Dekonstruktion von PR‑Floskeln. Er...
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Sony gewährt Publishern eine Schonfrist. Nachbestellungen für bestehende PS5-Disc-Spiele sind auch nach der Frist 2028 möglich. Die Details!

Sony rudert beim geplanten Ende der physischen Datenträger ein Stück zurück und behält Produktionskapazitäten für Nachbestellungen über die Frist hinaus ein. Dieses Detail ging bei der ursprünglichen Ankündigung etwas unter, dürfte aber für Erleichterung sorgen.

Die Frist steht, die Hintertür öffnet sich

Publisher können zusätzliche Auflagen bereits veröffentlichter PlayStation-Spiele auch nach dem Stichtag im Januar 2028 produzieren lassen. Ein internes Schreiben an Publisher bestätigt diese Ausnahmeregelung für das Presswerk im österreichischen Anif. Die Fabrik bereitet die Belegschaft zwar weiterhin auf die digitale Umstellung vor. Die Maschinen stehen für Bestandstitel aber vorerst nicht komplett still. Das ist ein Zugeständnis an den Handel.

Die Maßnahme betrifft ausschließlich Software, die vor Januar 2028 physisch auf den Markt gekommen ist. Komplett neue Veröffentlichungen auf Disc sind nach diesem Datum weiterhin ausgeschlossen und für die PS6 wird es sehr wahrscheinlich gar keine Discs geben. Sony reduziert die Fertigungslinien drastisch. Dennoch bedeutet die Entscheidung, dass erfolgreiche Katalogtitel nicht über Nacht vom Markt verschwinden.

Marktstrukturen erzwingen den Kompromiss

Der Schritt korrigiert eine Fehlkalkulation des Plattformbetreibers beim Übergang zur rein digitalen Distribution. Die Nachfrage nach physischen Sammlerversionen und das Geschäft mit Restbeständen im Einzelhandel bleiben ein relevanter Umsatzfaktor. Sony kann es sich wirtschaftlich nicht leisten, ertragreiche Dauerbrenner im Ladenregal ersatzlos zu streichen. Die Realität bremst den Konzern aus.

Für Publisher sinkt durch das Zugeständnis das Risiko bei der Erstauflage im Weihnachtsgeschäft 2027. Fehlkalkulationen bei der Stückzahl können korrigiert werden. Die Infrastruktur bleibt im Minimalbetrieb erhalten. Damit verschafft sich Sony die Option, den kompletten Ausstieg bei anhaltendem Widerstand der Käufer ohne Gesichtsverlust weiter zu verschieben.

Das absolute Disc-Aus ist vom Tisch, die digitale Wende kommt trotzdem. Für Spieler bedeutet das Moratorium lediglich eine Schonfrist für den Gebrauchtmarkt der aktuellen Konsolengeneration. Neue Spiele landen ab Februar 2028 als Code in der Cloud. Das bleibt unverändert.

Gta Pre Order Release
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38 Comments
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Marcel Westerheide
10. Juli 2026 19:54

Eine ps6 ohne Discreleases ohne mich!

Klaus Dieter Markwald
6. Juli 2026 08:01

WIR bleiben. Playstation on👍

Playfront.de
4. Juli 2026 21:02

Markus Leitner Steht genau so im Text, dass es bekannt war, aber untergegangen ist.

Markus Leitner
4. Juli 2026 21:05
Reply to  Playfront.de

Überschriftenleser halt …. ertappe mich ja selber bei anderen Themen auch … ist halt so derzeit…wenn man selber an der Base ist stört es halt mehr

Thomas Fuchs
4. Juli 2026 20:54

Ich habe lange über das Thema Gaming nachgedacht und muss dazu mal meine Meinung loswerden. Ich bin seit der ersten PlayStation dabei bzw, Gameboy und nes😅 , war aber nie auf eine Marke fixiert, sondern hatte immer Konsolen von verschiedenen Herstellern. Für mich ist Sony allerdings jetzt komplett raus; eine PlayStation 6 werde ich mir nicht mehr kaufen. Bei der Xbox sieht es für mich ähnlich aus.
​Für mich gehört das Sammeln von Spielen einfach dazu – das ist für mich genauso wichtig wie das Spielen selbst. Ich bin absolut bereit, für physische Medien auch höhere Preise zu zahlen. Wenn mir diese Möglichkeit aber genommen wird, macht eine Konsole für mich keinen Sinn mehr. Ich bleibe erst einmal bei Nintendo, solange es dort physische Spiele gibt. Sollte sich das aber ändern, werde ich zum PC wechseln. Auch wenn ich da physisch ebenfalls nicht sammeln kann, habe ich zumindest das Spielvergnügen in bestmöglicher Grafik und zahle für die Games im Idealfall gar nichts. Wenn das physische Sammeln also ohnehin wegfällt, gibt es für mich keinen Grund mehr, mich an eine Konsole zu binden.

Tim Greif
5. Juli 2026 07:28
Reply to  Thomas Fuchs

Thomas Fuchs naja aber was möchtest du am pc sammeln ? Im Einzelhandel gibt’s gar keine pc spiele mehr
Generell nur noch ganz selten releases

Meine Sammlung wuchs von 1998-2010 ab dann nur noch vereinzelt

Weils nix mehr gibt
Retail Versionen für Pc sind selten
Also gerade als Sammler ist der pc ne tote Plattform

Thomas Fuchs
5. Juli 2026 14:11
Reply to  Tim Greif

Tim Greif das hatte ich doch in meinem Kommentar geschrieben 🙂 das wen es bei Konsolen nichts mehr zu sammeln gibt, ich auf den PC umsteige. Bzw. Zurückkehre, Und hab das damit begründet das es da zwar auch nichts zu sammeln gibt, dafür hat mann aber die bestmögliche Grafik. Und fals es noch so ist wie vor ca. 15 Jahren, die spiele kostenlos verfügbar sind. Dann fällt das sammeln weg, und es geht nurnoch ums spielen selbst. Aber dafür wie gesagt Dann wenigstens kostenlos und mit besserer Grafik. 🙂

Matthias Wirth
5. Juli 2026 15:06
Reply to  Thomas Fuchs

Thomas Fuchs So sieht es aus, den PC habe ich als Drittplattform und dort habe ich wohl mehr Gratis-Spielelizenzen als gekaufte 😅. Konsolen haben und hatten für mich immer Vorrang vor dem PC, gerade wegen den physischen Spielen. Fallen diese jetzt auf der PlayStation weg, bin ich weg von Sony. Geht Nintendo den gleichen Weg, würde ich mich sehr schweren Herzens auch von Nintendo verabschieden. XBox ist mir egal.
Wenn Konsolen schon, wie der PC nur noch digitale Lizenzen anbietet, welche Vorteile bieten dann Konsolen noch? Sonya First-Party-Spiele jucken mich in dem seltensten Fällen, anders als Nintendo, meine PS5 nutze ich eher als Plattform für Third-Party-Spiele, die entweder gar nicht oder nur als GKC auf der Switch2 veröffentlicht werden. Ab 2028 wird das dann wohl eher auf dem PC statt der PlayStation sein und dann auch nur gefühlt alle 6 Monate im Steam Sale + wenn die Lizenzen max. 30 Eur kosten (Ausnahme wären hier Spiele auf gog.).

Die Geschichte der Turkvölker
4. Juli 2026 17:44

Man sollte Sony boykottieren . Diese …. Denken nur an Profit und nicht an die Spieler !!!

No Disc. No Money

Kafka
5. Juli 2026 09:16

So wie jede andere Firma auch… Die würde ja nicht zum Spaß gegründet

Rainer Neßeler
4. Juli 2026 16:00

Die potenziellen Folgen für Sony
​Wenn Sony diesen Weg ohne Rücksicht auf Verluste durchzieht, drohen dem Unternehmen massive Probleme:
​Der „PC-Drain“ (Abwanderung): Wenn Konsolen über 1000 Euro kosten und keine physischen Spiele mehr bieten, verliert die PlayStation ihr wichtigstes Argument: Bezahlbares, unkompliziertes Gaming mit echtem Eigentum. Viele Gamer werden den Sprung zum PC wagen, wo Hardware zwar teurer ist, Spiele dafür im Dauerschnitt deutlich günstiger sind und der Markt offen bleibt.
​Kollaps des Ökosystems: Sony verdient sein Geld nicht primär mit der Hardware, sondern mit der 30%-Marge auf jedes verkaufte Spiel im PlayStation Store und den PS Plus-Abos. Kündigen die Leute massenhaft ihre Abos und kaufen keine Konsolen mehr, bricht das gesamte Fundament zusammen.
​Verlust des Handels als Partner: Wenn MediaMarkt, GameStop und Co. keine PlayStation-Discs mehr verkaufen dürfen, verschwindet die Marke aus den Regalen. Der Verlust dieser physischen Präsenz schwächt die Marke im Massenmarkt massiv.
​Wie Gamer Sony in die Knie zwingen können
​Große Konzerne reagieren weder auf wütende Tweets noch auf Petitionen. Sie reagieren ausschließlich auf einbrechende Zahlen in den Quartalsberichten. Die Community hat massive Hebel, um Sony zum Umdenken zu bewegen:
​1. Konsequenter Hardware-Boykott (Die PS6 ignorieren)
​Wenn eine PS6 als reine Digital-Only-Konsole für einen vierstelligen Betrag in den Regalen verstaubt, brennt bei Sony die Hütte. Ohne installierte Basis gibt es keine digitalen Spieleverkäufe. Wenn die Verkaufszahlen im ersten Quartal nach Launch katastrophal sind, wird Sony gezwungen sein, entweder den Preis drastisch zu senken oder ein externes Laufwerk nachzureichen.
​2. Kündigung von PlayStation Plus
​Das ist der empfindlichste Punkt. PS Plus generiert konstante, planbare Einnahmen. Wenn Spieler kollektiv ihre Abos auslaufen lassen und Online-Multiplayer sowie die Monthly Games ignorieren, verliert Sony jeden Monat Millionen.
​3. Konsumstreik im PlayStation Store
​Sony will das absolute Monopol auf die Preise. Ohne den physischen Handel gibt es keinen Preiskampf mehr. Gamer können Sony abstrafen, indem sie:
​Keine Spiele mehr zum Vollpreis (80–100 €) digital vorbestellen.
​Käufe ausschließlich auf tiefe Sales reduzieren.
​Keine In-Game-Währungen oder Mikrotransaktionen mehr tätigen.
​4. Den Gebrauchtmarkt für PS5-Spiele maximieren
​Bis 2028 gibt es noch zwei Jahre Zeit. Anstatt digitale Lizenzen zu erwerben, sollten Gamer so lange wie möglich auf Discs setzen, diese verleihen, verkaufen und tauschen. Je weniger digitaler Umsatz vor 2028 generiert wird, desto wackliger wird Sonys mathematische Grundlage für den Disc-Ausstieg.
​Fazit:
Sony wettet darauf, dass die Bequemlichkeit der Spieler siegt und die Sucht nach Titeln wie GTA 6 groß genug ist, um jede Kröte zu schlucken. Wenn die Gaming-Community dieses Mal jedoch Rückgrat beweist, den Geldhahn zudreht und den Wechsel zum PC oder zu alternativen Plattformen vollzieht, wird Sony dieses zutiefst verbraucherfeindliche Vorhaben wirtschaftlich nicht überleben können.

Markus Bugi
4. Juli 2026 10:29

Das ist aber nett von Sony. Herzensgutes Unternehmen was richtig was fur seine Gamer macht 🖕🖕🖕
Sollen Sie sich ihren Müll in ihren Arsch schieben.

Jan Röckendorf
4. Juli 2026 10:29

Ändert nichts. Spiele ohne Disc kaufe ich nicht. Und ne Konsole für 1000€ ohne Laufwerk erst recht nicht.

Lu Fri
4. Juli 2026 10:02

Nö danke. Ich gehe zur Xbox und Nintendo. Die können ihre Drecksgames und ihren Müllservice selber schlucken.

Mario Roth
4. Juli 2026 11:12
Reply to  Lu Fri

Lu Fri XBOX ist doch das gleiche in Grün

Matthias Wirth
5. Juli 2026 15:07
Reply to  Mario Roth

Mario Roth im wahrsten Sinne des Wortes 😅

Kafka
5. Juli 2026 09:19
Reply to  Lu Fri

Xbox hat damit schon früher angefangen. Spiele sind ja schon länger nicht mehr auf Disk. Download Pflicht

Silvio Göbel
5. Juli 2026 09:01
Reply to  Lu Fri

Lu Fri ich habe Xbox Serie s auch ohne CDs , daher alles über Store kaufe

Tobias Ströll
4. Juli 2026 09:20

Dann kann man doch auch einfach neue games produzieren. Verstehe das problem von Sony nicht. Was ist ihr scheiß problem?

Sev Zwanziger
4. Juli 2026 09:53
Reply to  Tobias Ströll

Tobias Ströll wird man auch, ich glaub da ehrlich gesagt noch nicht so dran, obwohl es mich nicht betrifft. Der letzten Frage kann ich mich nur anschließen in letzter Zeit 😅

Markus Bugi
4. Juli 2026 10:31
Reply to  Tobias Ströll

Tobias Ströll Monopolstellung ist das Zauberwort. Produktionskosten sparen, und deren Müll in ihrem Store dauerhaft zum Vollpreis verkaufen. Kein Gebrauchtmarkt mehr sodass Gier Sony bestimmen kann.
Die sollen untergehen samt der PS6 Sondermüll Edition.
Der Held der Steine würde sagen „Das ist ein Idiotentest.“

Tobias Ströll
4. Juli 2026 10:32
Reply to  Tobias Ströll

Schlimm. MS und Sony geben sich ein Rennen wer mehr Fehlentscheidungen trifft. Da Lob ich mir ehrlich Nintendo.

Roland Stegemann
4. Juli 2026 12:24
Reply to  Tobias Ströll

Tobias Ströll naja.. ob Game Key Cards jetzt der heilige Gral sind, ist auch fragwürdig. Ist ja immerhin auch nur ne Lizenz auf dem Stück Plastik. Der shitstorm hat auch viel zu schnell aufgehört, dass hätte denen um die Ohren fliegen müssen.

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