Sonys Kommunikation mit den Spielern muss wieder besser werden

Sony steht seit Monaten und insbesondere seit dem PS5 Launch in der Kritik, da die Kommunikation zu den Spieler hier alles andere als optimal verläuft. Oftmals müssen Aussagen korrigiert oder im Nachhinein besser erklärt werden, während man auf der anderen Seite Aussagen trifft und dann einfach dazu schweigt.

Frühere Arroganz ist zurück

Dieses recht anonyme Kommunikation wirft man insbesondere auch dem PlayStation CEO, Jim Ryan, vor, der es deutlich weniger versteht, mit den Spielern direkt zu kommunizieren. Dafür gerne mit Finanzportalen und gegenüber Investoren. Ganz anders seine Vorgänger, wie Shuhei Yoshida, der sichtlich Spaß mit den Spielern hatte. Das fällt den Japanern nun zunehmend auf die Füße und wird teilweise als die Arroganz gewertet, die man damals zu PS3-Zeiten und auf dem Erfolg der PS2 an den Tag gelegt hatte.

Als dies zum kritischen Faktor beim dringend benötigten Erfolg der PS4 wurde, konnte man erfolgreich an den richtigen Schrauben drehen, landete mit dem ‚For the Players‘ Slogan einen richtigen Hit und agierte auch sonst immer im Interesse der Spieler. Das verhalf Sony letztendlich wieder an die Spitze der Branche, mit inzwischen 117 Millionen verkauften PS4 Konsolen.

Inzwischen ist man aber wieder an einem ähnlichen Punkt wie damals angelangt, vielleicht nicht aus der Sicht, was Sony so direkt von sich gibt, aber wie undurchsichtig und unverständlich sie im Anschluss agieren. Den größten Fehler, den CEO Jim Ryan bisher mit der PS5 begangen hat, dürfte seine Aussage „wir glauben an Generationen gewesen sein. Diese fiel nur wenige Wochen bevor man große Titel wie Horizon, God of War oder Gran Turismo auch für PS4 bestätigt hat. Wirklich erklärt hat sich Ryan in dem Punkt nicht mehr, so dass immer wieder der Vorwurf im Raum steht, dass er damals womöglich absichtlich die Spieler angelogen hat.

Aber auch in anderen Punkten fühlt man sich schlecht von Sony informiert, wo Versprechungen gemacht werden, die man über Monate und Jahre nicht erfüllt, wo es keinerlei Updates zu gibt und man die Dinge einfach im Sand verlaufen lässt. Hinzu kommen undurchsichtige Wege bei Cross-Gen Upgrades, bis hin zu Tatsachen, wie aktuell bei Horizon, bei dem man das günstige Upgrade über die PS4 Version auf der PS5 verheimlicht. Solche verwirrenden Beispiele gibt es inzwischen vielfach, die kaum noch ein gutes Licht auf Sony und ihren Umgang mit den Spielern werfen. Wenn sie Geld für ihre Upgrades nehmen wollen, dann sollen sie es klipp und klar sagen, so wie es bisher gehandhabt wurde, ist es jedoch eine absolute Katastrophe und alles andere kundenfreundlich.

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Unpersönliche Shows

Ähnlich kritisch sieht man auch die State of Play-Shows, die nur noch in völliger Anonymität von einer Roboter-Stimme und am Fließband vorgetragen werden. Geht es noch unpersönlicher? Klar, die Corona-Pandemie macht große Shows wie auf der E3 derzeit recht schwierig, aber eben genau diese haben damals viel zum Erfolg der PS4 und den Spielen beigetragen, wo man die Begeisterung dafür spüren konnte, selbst wenn man diese nur vor dem Bildschirm daheim verfolgte. Da muss Sony wieder hin!

Die Liste an unzureichender Kommunikation kann man ewig weiterführen, sei es zum Thema Abwärtskompatibilität, SSD-Erweiterung, Raytracing auf PS5 usw., wo man stets nur vage blieb und letztendlich komplizierte Lösungen anbot. Man möchte gar nicht auf den 8K-Hinweis auf der Verpackung der PS5 eingehen, von dem wohl jeder weiß, dass man da niemals mit der jetzigen Hardware hinkommen wird.

Man darf schon gespannt sein, wie man mit dem angeblich geplanten PlayStation Plus Umbau umgehen wird, der seit Wochen spekuliert wird. Von der einst radikalen Verbesserung als Antwort auf den Game Pass ist zuletzt ja nicht mehr so viel übrig geblieben. Nur ein weiterer Punkt, der sich in die endlose Liste einreiht.

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