Nintendo hat jetzt die Hauptdarsteller für den kommenden The Legend of Zelda Movie benannt. Der 16-jährige Brite Benjamin Evan Ainsworth – zuletzt als Stimme von Pinocchio in Disneys Live-Action-Remake aktiv – übernimmt die ikonische Rolle des Link. An seiner Seite spielt die 21-jährige Bo Bragason die Prinzessin Zelda. Bragason ist vor allem aus BBCs Three Girls und der Disney+-Serie Renegade Nell bekannt. Eine erfahrene Newcomerin, könnte man sagen.
Dass Nintendo und Sony damit auf relativ junge und bislang wenig prominente Gesichter setzen, ist überraschend, aber vielleicht auch ein bewusster Schritt. Immerhin wurde der Film mehrfach verschoben und ist nun erst für den 7. Mai 2027 angesetzt. Genug Zeit also, um das Duo mit der Marke wachsen zu lassen oder in der Fan-Erwartung zu scheitern.
Hinter der Kamera: eine ungewöhnliche Allianz
Produziert wird der The Legend of Zelda Movie von Nintendos Shigeru Miyamoto persönlich, gemeinsam mit Avi Arad, der früher als Chief Creative Officer bei Marvel tätig war. Für die Regie zeichnet Wes Ball verantwortlich, bekannt durch die Maze Runner-Trilogie und Kingdom of the Planet of the Apes. Ball will der Vorlage eine stabile erzählerische Basis verleihen – was immer das in einer Welt voller sprechender Bäume, Goronen-Händler und Zeitreisen genau bedeutet.
Die Produktion erfolgt in Zusammenarbeit mit Sony Pictures Entertainment. Ein Fakt, der angesichts der jahrzehntelangen Konkurrenz zwischen Sony und Nintendo fast schon absurder wirkt als ein sprechender Deku-Baum. Offenbar haben wirtschaftliche Interessen hier über alte Wunden gesiegt.
Realfilm oder Realproblem?
Nach dem weltweiten Erfolg des Super Mario Bros. Films liegt die Messlatte hoch. Doch während Mario auf knallige Animation setzt, geht Zelda den schwereren Weg des Live-Action-Formats. Und das ausgerechnet bei einem Franchise, das stark von Atmosphäre, Musik und symbolischer Bildsprache lebt. Wird Link sprechen? Wie stellt man die Welt von Hyrule realistisch dar, ohne ihre Magie zu verlieren? Nintendo hält sich zu vielen Details noch bedeckt.
Die Zelda-Reihe lebt jedenfalls vom Spielgefühl, der stillen Entdeckung und der Intimität der Welt. Ob das auf der Kinoleinwand funktioniert, bleibt offen. Aber immerhin scheint Nintendo das Projekt ernst zu nehmen.
Was denkt ihr: Braucht es wirklich eine Realverfilmung – oder reicht ein gutes Spiel?
