Bloober Team entwickelt das psychologische Horror-Adventure „Star Trek: Shadow Frontier“ für PlayStation 5, Xbox Series, PC und Nintendos kommende Switch 2 mit einem geplanten Release im Jahr 2027. Paramount Games Studio übergibt die Marke damit erstmals an ein Studio, das für düstere Psychospiele bekannt ist.
Die spielbare Hauptfigur ist keine Unbekannte: Ex-Lieutenant Ro Laren, erneut gesprochen von Michelle Forbes, stürzt auf einem nicht kartografierten Planeten ab. Die Prämisse bricht radikal mit dem bekannten Föderations-Optimismus. Anstelle von diplomatischer Forschung dominiert das nackte Überleben in einer feindlichen Umgebung, die von einem planetaren Bewusstsein kontrolliert wird.
Dieses Bewusstsein greift die Psyche der Protagonistin direkt an, verfälscht ihre Erinnerungen und erzeugt Halluzinationen. Das ist das klassische Bloober-Konzept. Es ist der exakte Gegenentwurf zu klassischen Star Trek-Spielen.
Tricorder trifft auf Survival
Spielerisch wechselt „Star Trek: Shadow Frontier“ in die Third-Person-Perspektive. Die Entwickler versprechen eine Mischung aus Erkundung, Rätseln und Kämpfen gegen Mutationen des Planeten. Technologische Eckpfeiler des Franchise bleiben erhalten, erhalten aber einen neuen Verwendungszweck.
Der Tricorder etwa dient zur Analyse der korrumpierten Umgebung, während der Phaser im Kampf und beim Lösen von Umwelt-Puzzles eingesetzt wird. Die Spielmechanik zwingt laut Entwickler zu taktischer Abwägung zwischen direkter Konfrontation und Anschleichen. Ressourcenmanagement dürfte hierbei eine zentrale Rolle spielen. Die Erwähnung der Nintendo Switch 2 als Release-Plattform im Jahr 2027 untermauert zudem die Hardware-Anforderungen, die sich an der aktuellen Konsolengeneration orientieren.
Der Wechsel von Bloober Team zum Sci-Fi-Sektor nach Titeln wie „Silent Hill 2“ oder „Layers of Fear“ hat ein gewisses Risiko. Star Trek lebte in der Vergangenheit von Ensembles und philosophischen Diskursen, nicht von psychologischem Horror und Isolation.
Die Wahl von Ro Laren als psychisch instabile Kinofigur passt zur Handschrift des Studios. Ob das Gameplay die Balance zwischen Star Trek-Identität und Survival-Horror halten kann, steht und fällt mit der Qualität der Kampfmechanik. Hier schwächelte das Studio in der Vergangenheit regelmäßig. Fans müssen sich auf ein spielerisch defensives, erzählerisch düsteres Experiment einstellen. Das Jahr 2027 ist noch weit hin.
