Lucasfilm steckt mitten in einem der größten Umbrüche seit Jahren. Nach 14 Jahren an der Spitze gibt Kathleen Kennedy ihren Posten als Präsidentin auf und kehrt zurück ins Produzentenfach. Ihre Nachfolge übernehmen zwei Vertraute: Dave Filoni als President und Chief Creative Officer, unterstützt von Lynwen Brennan als Co-President.
Kennedy geht – Filoni übernimmt die kreative Leitung
Kathleen Kennedy hat Lucasfilm seit 2012 durch die Disney-Übernahme geführt. Unter ihrer Leitung entstanden die Skywalker-Saga-Fortsetzungen, Rogue One und das Star Wars-Serienuniversum wie The Mandalorian, Obi-Wan Kenobi und Ahsoka. Ihr Einfluss auf die Franchise generierte Milliarden an Einnahmen und eine neue Generation von Fans. Jetzt will Kennedy wieder Vollzeit produzieren, darunter die kommenden Kinofilme The Mandalorian and Grogu (2026) und Star Wars: Starfighter (2027).
Dave Filoni ist dagegen kein Unbekannter für Star Wars-Spieler. Er prägte das Animationsuniversum (The Clone Wars, Rebels) und brachte mit Jon Favreau die Live-Action-Serie The Mandalorian ins Fernsehen. Als kreativer Kopf bei Lucasfilm ist Filoni bekannt dafür, Geschichten konsequent in allen Medien zu denken – von Serien bis zu Comics und Spielen.
Auswirkungen auf Star Wars-Spiele
Für Spieler könnte die Filoni-Ära einiges bedeuten. Unter Kennedy wurden Star Wars-Spiele teilweise stark an Kinostorys gebunden oder von externen Studios umgesetzt, oft mit gemischtem Erfolg. Filoni hingegen hat ein Händchen für konsistente Universen und tiefgehende Storytelling-Elemente. Das deutet darauf hin, dass kommende Spiele stärker in die narrative Welt von Serien wie Ahsoka oder The Mandalorian eingebunden werden könnten.
Fans können sich also auf Spiele freuen, die nicht nur technisch überzeugen, sondern auch inhaltlich die Kontinuität der Saga respektieren. Aktuell in Entwicklung befinden sich Star Wars Jedi 3, Star Wars: Fate of the Old Republic, Star Wars: Galactic Racer und Star Wars: Eclipse bei Quantic Dream.
Zudem wird Brennan als Co-President die operative Seite stärken. Technologische Innovationen und Strategie könnten so schneller in Spiele-Entwicklungen einfließen, zum Beispiel bei Multiplayer-Titeln oder Next-Gen-Projekten, die Raytracing, KI-gesteuerte Gegner oder komplexe Story-Missionen nutzen.
Der Abschied von Kennedy markiert das Ende einer Ära, Filoni und Brennan stehen für Kontinuität und frische Ideen. Spieler sollten vor allem bei storybasierten Titeln ein deutlich engeres Zusammenspiel zwischen Serien, Filmen und Spielen erwarten. Die Franchise könnte so wieder zu einer Einheit wachsen, statt fragmentierter Spin-offs. Kritiker und Fans werden genau beobachten, ob Filoni die Balance zwischen Fanservice, Storytiefe und Gameplay tatsächlich hält.
