State of Play trifft den Nerv – zumindest bei den Spielen

Die neue State of Play kommt überraschend gut an: 82 % positives Feedback, Rekord-Views – doch Hardware blieb komplett außen vor. Analyse aus Community-Sicht.

Lukas Neumann
Als leidenschaftlicher Gamer und Analyst begleitet Lukas Neumann die Entwicklung der PlayStation-Ökosystems bei PlayFront.de. Sein journalistischer Fokus liegt auf der Aufbereitung komplexer Branchenthemen und dem Testen...

Zahlen lügen selten: Die aktuelle State of Play hat bei der Kernzielgruppe eingeschlagen. Laut einer Umfrage von Push Square bewerteten 82 Prozent der über 3.100 Teilnehmer die Show als mindestens „gut“. 36 Prozent gingen sogar auf „exzellent“, weitere 32 Prozent auf „sehr gut“. Für ein Format, das in der Vergangenheit oft Ernüchterung auslöste, ist das bemerkenswert.

Der Grund liegt klar auf der Hand: Sony lieferte über eine Stunde lang fast ausschließlich Singleplayer-Stoff – genau das, was das Hardcore-Publikum sehen wollte. Online-Multiplayer war bis auf Marathon kaum ein Thema. Service-Games nur kurz angeschnitten. Stattdessen klare, bekannte Marken und neue Inhalte, die sich direkt an klassische PlayStation-Spieler richten.

State of Play punktet mit starken Marken

Inhaltlich setzte die Präsentation auf sichere, aber wirkungsvolle Pfeiler. Der God of War Trilogy Remake zog naturgemäß viel Aufmerksamkeit auf sich, ebenso God of War: Sons of Sparta, das instant shadowdropped wurde. Ergänzt wurde das Line-up durch Kena: Scars of Kosmora, das visuell und tonal klar an die Stärken des Originals anknüpft.

Die gezeigten Szenen vo aller Spieler wirkten sauber produziert, aber wie viel spielerische Tiefe oder echte Neuerungen am Ende bleiben, wird sich erst im Alltag zeigen. Gerade bei Remakes entscheidet nicht die Nostalgie, sondern ob Komfortfunktionen, Balancing und Technik heutigen Standards gerecht werden.

Rekordzahlen, aber ein blinder Fleck

Auch bei den Reichweitenzahlen gibt es einen neuen Bestwert. Die Show ist bereits jetzt die meistgesehene State-of-Play-Ausgabe überhaupt. Auf YouTube hat sie binnen Stunden die Marke von drei Millionen Views erreicht, und damit den bisherigen Spitzenreiter aus Juni 2025 eingeholt, als Sony Marvel Tokon: Fighting Souls enthüllte.

So positiv das Fazit für Spieler ausfällt: Ein Punkt bleibt kritisch. Hardware spielte diesmal überhaupt keine Rolle. Keine neuen Peripheriegeräte, keine PS5-Updates, kein Wort zu Technik oder Infrastruktur. Für eine Community, die längst über PS5 Pro-Modelle, Lautsprecher oder Monitore spricht, ist das eine spürbare Leerstelle.

Mein Eindruck: Als reine Spiele-Show war dieser State of Play ein Volltreffer. Aber reicht das auf Dauer – oder erwartet ihr von Sony mehr als nur Software? Diskutiert mit.

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Volker
22 Tage zuvor

Ich hätte mir durchaus etwas mehr Hardware News gewünscht und auch gerne ein paar News zu Kommenden VR Titeln, aber auch bin ich mit der State of Play sehr zufrieden.
Kena ist eins meiner Lieblingsspiele und somit hatte die Show von Anfang an mein Wohlwollen.
Insgesamt waren nur ca. 25% der gezeigten Titel für mich persönlich relevant, aber die Show und das gezeigte war klasse.
Konami hat ganz gut geliefert, finde ich.

Crydog
24 Tage zuvor

Naja ich fand die state of play sogar eine der besseren, weil keine Hardware vorgestellt wurde sondern nur spiele. Es war auch besser das man das horizon spiel vorher vorgestellt hatt und nicht bei der Show sonst wäre die Wahrnehmung komplett eine andere. Aber Begeisterung Ströme bei sony eigenen first party spielen hatte ich nicht, die Show wurde wie so oft von second und third party getragen

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