Steam Machine Barebones-Edition – Valve plant womöglich nacktes Einstiegsmodell

Valve plant laut Insider ein günstiges Steam-Machine-Barebones-Modell ohne RAM, SSD und Controller. Alle Infos zu Preis, Strategie und Marktlogik.

Niklas Bender
Niklas Bender ist Editor-in-Chief bei PlayFront.de und Spezialist für kritische Spieleanalysen und Meinungsformate. Seit 2023 prägt er die redaktionelle Kante des Magazins mit pointierten Kommentaren und...

Valve könnte die Steam Machine in einer radikal abgespeckten Version auf den Markt bringen. Laut dem bekannten Hardware-Insider Moore’s Law is Dead denkt das Unternehmen offenbar über ein Modell nach, das komplett ohne RAM, SSD und Controller ausgeliefert wird. Ziel sei es, eine Einstiegskonsole für rund 400 US-Dollar anzubieten, die Nutzer selbst mit vorhandenen Komponenten ausstatten können.

Der Gedanke dahinter ist simpel: Viele Gamer besitzen ohnehin schon Controller von PlayStation, Xbox oder anderen Systemen und könnten Speicherlösungen aus alten Laptops oder PCs wiederverwenden. So könnte Valve Materialkosten sparen, die Preise flexibel gestalten und gleichzeitig ein umweltfreundliches Argument ins Feld führen. Moore’s Law is Dead betont, dass die Konsole trotz fehlender Komponenten noch immer eine Gewinnspanne von 20 bis 30 Prozent erzielen könnte.

Preisstaffelung und Marktlogik

Konkret schlägt der Insider eine Preisstaffelung vor: Die Barebones-Edition startet bei etwa 400 bis 450 US-Dollar. Ein mittleres Modell mit 16 GB RAM und 512 GB SSD könnte für 450 bis 550 US-Dollar angeboten werden, ebenfalls ohne Controller. Die Premium-Version mit 16 GB RAM, 2 TB SSD und Controller läge bei 600 bis 650 US-Dollar. Während die teuerste Variante vermutlich im Fokus der Medien steht, richtet sich die nackte Einstiegsedition vor allem an Early Adopter und Sparfüchse.

Sollte es wie erwartet zu Engpässen bei RAM und SSD kommen, was mindestens bis Mitte nächsten Jahres wahrscheinlich ist, könnte Valve trotzdem ein konsistentes Produktangebot bereitstellen. Nutzer könnten Komponenten aus alten Geräten recyceln oder über Marktplätze wie eBay oder Facebook Marketplace beziehen, um die Konsole zum Basispreis nutzen zu können.

Darum gibt es keine großen Leaks

Interessant ist auch, warum bislang so wenige Leaks zur Steam Machine durchsickern. Laut dem Insider liegt das an der Größe und Struktur von Valve. Mit rund 400 Mitarbeitern sei Valve ein vergleichsweise kleines Unternehmen, was die Angriffsfläche für Leaks stark reduziere. Hardware wie die Steam Machine nutze zudem überwiegend bekannte Komponenten, die bereits seit über einem Jahr auf dem Markt seien, da sei wenig „Neues“ zu berichten.

Der Insider geht davon aus, dass Valve die Barebones-Edition tatsächlich bringen wird. Die Idee sei „common sense“ und eine clevere Reaktion auf den Markt und mögliche Hardware-Engpässe. Für Spieler, die maximale Flexibilität wollen und vorhandene Hardware nutzen, könnte dies die bisher interessanteste Variante der Steam Machine werden.

Im Zuge dessen warnt der Insider auch davor, dass sich der Launch der PS6 verzögern könnte, sofern die RAM-Krise länger andauert.

Share This Article
What do you think?
Leave a comment.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
Checkbox
0 Comments
Newest
Oldest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments
0
Dein Kommentar dazu interessiert uns!x