Steam Machine: Händler leakt erstmals den Preis zur neuen Valve-Hardware

Ein tschechischer Händler listet die Steam Machine vorab. Versteckte Preise deuten auf 512 GB und 2 TB hin. Was das für Valve und den Markt bedeutet.

Niklas Bender
Niklas Bender ist Editor-in-Chief bei PlayFront.de und Spezialist für kritische Spieleanalysen und Meinungsformate. Seit 2023 prägt er die redaktionelle Kante des Magazins mit pointierten Kommentaren und...

Ein tschechischer Onlinehändler hat die Steam Machine vorzeitig gelistet, inklusive interner Preisangaben, die im Quellcode der Produktseite versteckt waren. Offiziell bestätigt ist das noch nicht, dennoch deuten die Zahlen darauf hin, dass zumindest ein Retailer bereits mit konkreten Beträgen kalkuliert.

Konkret geht es um Smarty.cz einen bekannten Händler in Tschechien. Auf der öffentlich sichtbaren Seite fehlt zwar der Preis, im Seiten-Quelltext tauchen jedoch zwei Varianten auf: ein 512-GB-Modell und eine 2-TB-Version. Es handelt sich jedoch um einen Drittanbieter, da Valve selbst die Steam Machine bislang noch nicht bepreist hat – ein Aufschlag durch den Händler ist also wahrscheinlich.

Die geleakten Preise im Überblick

Umgerechnet aus tschechischen Kronen (ohne Steuern, gerundet):

  • Steam Machine 512 GB: ca. 790 € / 685 £ / 950 $
  • Steam Machine 2 TB: ca. 890 € / 770 £ / 1.070 $

Diese Beträge liegen klar über dem Steam Deck, bewegen sich aber in einem Bereich, der für kompakte Desktop-PCs mit dedizierter GPU nicht untypisch ist. Ob Valve selbst aggressiver kalkuliert, bleibt offen. Historisch war das Unternehmen bei eigener Hardware zwar eher bereit, Margen zugunsten der Plattform zu opfern, das soll bei der Steam Machine aber nicht der Fall sein. Diese soll ohne Subventionen auskommen.

Was die Steam Machine technisch verspricht

Die aktuelle Beschreibung liest sich wie ein bodenständiges Gegenmodell zur klassischen Konsole, inkl. SteamOS, schnellem Aufwachen aus dem Standby, Cloud-Speicher und voller PC-Flexibilität. Dazu kommen ein extrem kompaktes Gehäuse (rund 160 mm Kantenlänge), ein integriertes Netzteil und ein Fokus auf leisen Betrieb – genau hier scheiterten viele Mini-PCs der Vergangenheit.

Technisch verspricht Valve Desktop-Gaming mit modifiziertem AMD-Prozessor, dedizierter GPU und FSR-unterstütztem 4K-Gaming bei bis zu 60 FPS. Anschlüsse sind reichlich vorhanden (HDMI 2.0, DisplayPort 1.4, USB-C, viermal USB-A, Ethernet), ebenso moderne Funkstandards wie Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3. Speicher gibt es wahlweise mit 512 GB oder 2 TB, jeweils erweiterbar per microSD.

Der Name Steam Machine weckt Erinnerungen, und nicht nur gute. Der erste Anlauf vor rund zehn Jahren scheiterte an zersplitterter Hardware, unklarer Positionierung und einem unfertigen SteamOS. Heute sieht die Lage anders aus: Proton, Steam Deck und ein deutlich reiferes Ökosystem spielen Valve in die Karten. Kurz gesagt: Die Idee ist dieselbe, die Voraussetzungen sind es nicht.

Bleibt die große Frage: Wann äußert sich Valve offiziell zum Preis? Sollte das Unternehmen selbst unter den jetzt kursierenden Händlerangaben bleiben, könnte die Steam Machine tatsächlich zur ernstzunehmenden Wohnzimmer-Alternative für PC-Spieler werden. Manche sehen in der Box sogar eine potenzielle Gefahr für die Xbox Next. Bis dahin gilt: großes Interesse, großes Fragezeichen – und ein ebenso großes Körnchen Salz.

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mischmasch77
1 Monat zuvor

Wenn diese Kiste mit verhältnismäßig geringer Leistung schon so teuer wird, wie teuer wird dann die neue Xbox?

Crydog
1 Monat zuvor

Ist angemessen es kann mehr Sachen als ein ps5 pro alledings glaube ich das valve 700-900€ verlangen wird. Das ist ein third party händler sie schlagen oft eine pauschale auf valve Produkte, das steam deck kostet bei amazon auch mehr als bei valve selbst. Da wollen sich einige etwas dazu verdienen.

Dustraiz
1 Monat zuvor

Alles spricht für die PS6, das Teil ist ja jetzt schon komplett veraltert 😀 und dann noch der Preis

Lukas
1 Monat zuvor
Reply to  Dustraiz

Du kannst halt mit der Steam Machine quasi alles machen. Wenn du drauf bestehst auch Windows installieren (was meiner Meinung nach inzwischen kaum noch einen Mehrwert gegenüber einigen Linux Distros hat). Und was du hier mehr zahlst, sparst du an Spielen und online Abbos

Skeptiker
27 Tage zuvor
Reply to  Lukas

Ich möchte Fortnite OOTB spielen 😜 … Sorry, aber für eine Spielekonsole ist der Preis einfach zu viel… Bei der kommenden Playstation werde ich auch KI Bildgenierungen haben mit FSRLSS8KSupersamplingXtremeV2

Draconus
1 Monat zuvor
Reply to  Dustraiz

Naja, hast du einen dezidierten Gaming-PC auf den du ein paar Jahre gespart hast, dann brauchst du es nicht. Aber im Verlgeich zur PS5 Pro finde ich sieht es gar nicht so schlecht aus. Zwar weniger Leistung, aber auch nicht zu viel weniger Leistung. Dafür spiele ich gerne mal hin und wieder online und ich spiele nicht nur ein oder zwei Spiele im Jahr sondern gerne mal 20-30 verschiedene die ich mir aussuche. Da holt die Steam Machine sehr schnell auf. 72€ pro Jahr und durch die Sales bei Steam ist der Durchschnittspreis den ich pro wirklich gutem Spiel zahle etwa 15-20€. Dabei hat PS+ nur 1 bis 2 Spiele pro Jahr, für die ich Geld ausgeben würde. 2025 wären es nur Digimon Story Cyber Sleuth und Lies of P gewesen, wenn ich eine PS hätte. Bin seit und inklusive PS4 enttäuscht und holen von denen nichts mehr.

Außerdem: Abwärtskompatibel. Ich kann Spiele die zur PS1 Zeit rauskamen ohne Aufpreis darauf spielen.

Samsimple
1 Monat zuvor
Reply to  Draconus

Was hier fatal sein wird ist der amd fsr Support, aktuell ist ja nur Fsr für die neuen und hier gibt es nur alten Support. und wenn kein boost, man redet bestimmt mit frame gen.

Draconus
1 Monat zuvor
Reply to  Samsimple

Vielleicht vergisst du, dass die Community über frame gen gespalten ist. Ich weiß nicht wie groß die Anteile jeweils sind, aber manche Leute spielen lieber auf 30 FPS bevor sie frame gen anschalten. Aber Recht hast du, der Teil der lieber mehr Frames als gute Frames hat oder dem es nicht auffällt (das ist auch individuell), wird es nicht gut finden. Im Vergleich zum PC, nicht zur Konsole. Konsolen sehen da normalerweise nicht besser aus.

Ich habe es bei meinem Setup getestet und finde frame gen sinnlos. Unter 60 FPS bei frame gen off sieht es teilweise echt schrecklich aus. Und über 60 FPS brauche ich es nicht mehr.

Matte
1 Monat zuvor

Nicht mal Hdmi 2.1 . Im Jahre 2026. Brauch man nicht

Lukas
1 Monat zuvor
Reply to  Matte

Es ist technisch gesehen HDMI 2.1, darf Valve aber nicht so nennen weil die HDMI LA keine Lizenzen für den Begriff „HDMI 2.1“ für Linux-Geräte ausgibt. Es ist total bekloppt.

Danny
1 Monat zuvor

Der preis geht ja voll klar, wenn ich an nen neuen pc debke wirds deutöich teurer

Micha
1 Monat zuvor

500gb wäre ja nen Witz. Die ist ja dann mit 5 grösseren Spielen direkt voll 🙂

MarkMahoon
1 Monat zuvor
Reply to  Micha

Ich denke der Trick ist einfach ein 5TB USB Laufwerk dranzuhängen. Man kann ja dann das aktuelle Spiel einfach vom Steamclient hin und her schieben lassen zwischen SSD und USB Laufwerk.

Bob
1 Monat zuvor
Reply to  Micha

5? Ich kenne Spiele da bist mit 2 an Ende und die Festplatte wird ja nicht leer ausgeliefert.

Draconus
1 Monat zuvor
Reply to  Micha

Dafür kannst du Erweiterungsspeicher sehr günstig bekommen (Habe gerade nachgesehen, 500GB microSD gibts teilweise für 30€ und die kann man vermutlich so leicht tauschen wie bei anderen Konsolen Spiele), solange KI nicht auch das zerstört. Aber vielleicht sorgt die Steam Machine auch für das Helldiver Phänomen. 125GB Spiel auf 25GB reduziert, da Sachen nicht mehr 10 mal für langsame HDDs im Spiel gespeichert sein müssen. Und optimierte Spiele sind generell auch selten über 50GB.

Ich bin mal meine Festplatten durchgegangen. Auf der SSD sind auf 500GB wie du sagst 5 Spiele (und etwa 15 weitere auf den nächsten 500GB), auf der HDD sind auf 1TB etwa 140 Spiele. Ist sehr gemischt.

Crydog
1 Monat zuvor
Reply to  Micha

Du kannst eine USB ssd anschließen oder micro sd Karten slot benutzen im Gegensatz zu ps5 lassen sich next gen spiele von der anderen Datenträger starten und spielen (it’s magic)

Crydog
1 Monat zuvor
Reply to  Micha

Oder du rüstet nach ist kein hexen Werk. Ich habe in meiner ally x eine 4tb sdd,1,5tb micro sdd Karte und noch 2tb nvme ssd in der dockingsattion verbaut.

Maik Köhler
1 Monat zuvor

Doch teurer als ich vermutet habe 😂

Alexander Bade
1 Monat zuvor

Mindestens 900 Euro? Wenn das wirklich stimmt, muss ich sagen, bin ich raus, das ist definitv zu viel.

Rcko
1 Monat zuvor
Reply to  Alexander Bade

Bin auch raus kann man ja gleich eine ps5 pro kaufen

Lukas
1 Monat zuvor
Reply to  Rcko

Die Frage ist, warum sollte man?

Draconus
1 Monat zuvor
Reply to  Rcko

Wenn du das Angebot der PS5 pro magst, dann ja. Ich hasse diese online Abos. Die man in ein paar Jahren dann auch nicht mehr fortführen kann, weil die Server der Konsole keine Verbindung mehr erlauben. Ich will aber durchaus alle paar Tage auch mal mit Freunden spielen und nicht nur alleine. Auf 3 Jahre gesehen… Außerdem müsste ich deutlich mehr für Spiele ausgeben um sie auf der PS5 spielen zu können. Auf der Steam Machine kann ich auch Spiele der PS1 Ära spielen, oder die Goldene PS3 Ära wo Gaming meiner Meinung nach ihren Höhepunkt hatte, von Dragon Age bis Little Big Planet 1. Abwärtskompatibel YES!

Kostenmäßig würde für mich die Steam Machine gegenüber der PS5 Pro deswegen gewinnen. Wichtig ist das „für mich“ denn wer nur 2 oder 3 Spiele im Jahr will und vielleicht auch nur offline, der wird mit der PS5 Pro glücklicher.

Josef
1 Monat zuvor

Heil Gaben, dieser Mini PC wird tausend Jahre überdauern

Liv33viL
1 Monat zuvor
Reply to  Josef

Teurer schmutz

Draconus
1 Monat zuvor
Reply to  Liv33viL

Lieber der Gabe Cube als die PaymeSubscription 5 oder 6. Keine versteckten Kosten, Gabe Cube für 1000 + Spiele und Online kostet mich weniger als die neuste PaymeSubscription + Spiele + Online.

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