Die spannendste Aussage rund um Valves neue Steam Machine ist nicht ihr möglicher Preis von bis zu 1.000 Dollar. Es ist ein Satz, der fast beiläufig fällt – und trotzdem sitzt: „Whatever the next Xbox thing is, it’s going to be just like it in a lot of ways.“
Gesagt hat das der Analyst Mat Piscatella gegenüber GamesRadar. Gemeint ist nichts Geringeres als ein grundlegender Kurswechsel bei Xbox. Denn wenn man Piscatellas Einordnung ernst nimmt, dann steuert Microsoft nicht auf eine klassische neue Konsolengeneration zu, sondern auf etwas, das eher an eine Steam Machine erinnert: ein PC im Konsolengehäuse.
Xbox wird zur Plattform – nicht mehr zur klassischen Konsole
Dies bedeutet generische Hardware mit Windows-Basis, offenerem Ökosystem und möglichst viel Komfort für das Wohnzimmer. Keine klar gezogene Grenze mehr zwischen PC und Konsole, sondern ein Hybrid, der beides sein will.
Das passt gut zu den Entwicklungen der letzten Jahre. Xbox ist längst weniger Hardware-Marke als Plattform. Game Pass, Play Anywhere, Cloud Gaming – Microsoft verkauft Zugänge, nicht Boxen. Selbst First-Party-Spiele erscheinen parallel auf PC, teils sogar zuerst. Die Konsole ist dabei zunehmend nur noch ein Einstiegspunkt, kein zwingender Mittelpunkt mehr.
Öffnet Microsoft sein Ökosystem komplett?
Gerüchte über eine Windows-nahe Next-Gen-Xbox, mögliche Unterstützung externer PC-Stores wie Steam und Geräte wie dem ROG Xbox Ally deuten in dieselbe Richtung. Die Botschaft ist, dass Xbox dort stattfinden soll, wo Spieler ohnehin sind, nicht umgekehrt. Das klassische Konsolenmodell mit klarer Abgrenzung und exklusivem Ökosystem wirkt da fast schon wie ein Auslaufmodell.
Genau hier wird es kritische, denn was bleibt von der Xbox-Identität, wenn sie technisch und strukturell kaum noch von einem PC zu unterscheiden ist? Konsolen waren immer das Gegenmodell zum PC: geschlossen, klar definiert und einfach. Wenn Xbox diesen Vorteil aufgibt, um offener und flexibler zu werden, gewinnt sie vielleicht Reichweite, verliert aber auch ihr Profil.
Steam Machine als größter Gegner
Die Steam Machine ist dafür das perfekte Vergleichsobjekt. Auch sie will ein PC sein, der sich wie eine Konsole anfühlt. Der Unterschied: Valve muss keine Tradition verteidigen. Microsoft schon. Während Sony weiter auf klassische Konsolenstärken setzt und Nintendo sein eigenes Paralleluniversum pflegt, scheint Xbox die Rolle des Grenzgängers zu wählen.
Ob das aufgeht, ist offen. Technisch ist der Ansatz nachvollziehbar, strategisch ebenso. Emotional aber könnte genau das zum Problem werden. Denn viele Spieler wollen keine „PC-Konsole“, sondern eine Konsole, die einfach eine Konsole ist.
Vielleicht wird die nächste Xbox also tatsächlich „wie eine Steam Machine“. Die entscheidende Frage ist nur: Will das die Zielgruppe oder verabschiedet sich Xbox damit endgültig von dem, was sie einmal war?




Welche Identität? Microsoft wahr im PC Gaming Aktiv. Als Playstation ihnen Konkurrenz um die Spieler gemacht haben. Kam die Xbox. Als Stadia mit Cloud Gaming begonnen hat, hat Microsoft nachgezogen. Als Valve mit dem Steam Deck kam, hat Microsoft nachgezogen. Und jetzt wird über die Steam Machine gesprochen und Microsoft zieht nach. So welche Identität verliert Microsoft jetzt. Außer das sie normalerweise funktionierende Ökosysteme aufkaufen und runter Wirtschaften?
Eigentlich sind die Konsolen seit der ps4 und Xbox one schon steam Konsolen.
Da ist PC Hardware auf den soc geballert. Selbst die Playstation nutzt PC engine. Die Decima engine von Zb Horizon Zero Dawn ist eine waschechte PC engine und Standard mäßig wird die Vulkan glide Schnittstelle genutzt. Die wird auch oft auf dem PC benutzt.
„Rein theoretisch“ müsste man die Konsolen nur für den PC öffnen.