Valve hat den Release-Zeitraum für seine neue PC-Konsole Steam Machine und das VR-Headset Steam Frame offiziell auf den Sommer 2026 eingegrenzt. Über den finalen Preis schweigt man sich jedoch weiterhin aus.
Die Hardware-Pläne litten monatlich unter den weltweiten Preissteigerungen bei Halbleiter-Komponenten. Besonders drastisch zeigt sich die Lage beim Arbeitsspeicher. Die DRAM-Vertragspreise sind im Jahresvergleich um über 170 Prozent gestiegen. Das zerstört Valves ursprüngliche Kalkulation.
Bisherige Schätzungen basierten auf einem Endkundenpreis von rund 700 US-Dollar für die Steam Machine. Valve koppelt den Preis direkt an den Markt für PC-Eigenbauten. Wer die Komponenten einzeln kauft, soll beim selben Preis landen. Dieser Preis liegt durch die aktuelle Marktlage weit höher als Ende letzten Jahres geplant.
„Heute erweitern wir das „Verified“-Programm um Steam Machine und Steam Frame, die beide im Sommer dieses Jahres auf den Markt kommen. Wie schon bei „Steam Deck Verified“ ist es unser Ziel, den Kunden zu vermitteln, wie sich ein bestimmter Titel auf diesen neuen Geräten direkt nach dem Auspacken spielt und wie reibungslos ein Spiel läuft, ohne dass der Nutzer etwas tun oder konfigurieren muss.“
Der Einstiegspreis der Steam Machine positioniert das System vermutlich im direkten Konkurrenzumfeld der aktuellen Premium-Konsolen von Sony und Microsoft, wenn nicht sogar höher. Aktuelle Spekulationen besagen, dass der Preis „bei weitem nicht“ dem ursprünglich geplanten Preis entsprechen soll. Valve meidet zudem das klassische Konsolen-Geschäftsmodell, bei dem Hardware anfangs oft subventioniert und die Marge über Software-Lizenzgebühren eingespielt wird.
Das endgültige Preisschild der Steam Machine rückt die Hardware im Sommer 2026 jedoch weg vom Massenmarkt und direkt in eine Nische für Enthusiasten. Wer bereits eine PS5 besitzt, zahlt hier einen saftigen Aufpreis für das Privileg, PC-Spiele ohne Windows-Frust auf der Couch zu nutzen. Eben nicht für jeden.
Steam Deck liefert die Software-Basis
Die Kompatibilität der Spiele steht durch eine Erweiterung des „Verified“-Programms fest. Valve übernimmt das etablierte System des Steam Decks. Titel, die auf dem Handheld laufen, funktionieren automatisch auf der Steam Machine. Rechenintensive Spiele erhalten eine Sonderprüfung. Flaschenhälse bei CPU oder GPU, die das Steam Deck ausbremsen, testet Valve direkt auf der stationären Hardware gegen. Der Vorteil liegt beim Kunden. Keine Konfiguration. Kein Basteln. Einschalten und spielen.
Der Sommer-Release steht, doch der Preis bleibt das finanzielle Risiko für Käufer. Durch die DRAM-Krise wird die Steam Machine teurer als erhofft. Wer Rechenleistung im Konsolenformat sucht, bekommt maximale Kompatibilität ohne Windows-Frust. Schnäppchenjäger warten ab, bis sich die Speicherpreise normalisiert haben.
