Die neue Steam Machine sorgt für Gesprächsstoff, und das nicht nur, weil Valve erneut am PC-Konsolen-Hybrid schraubt. Analysten sehen im Gerät eine direkte Gefahr für Xbox, deren Konsolenverkäufe zuletzt sichtbar schwächeln. Laut Branchenbeobachtern könnte die Steam Machine sogar zu Microsofts „größtem Albtraum“ für die Xbox Next werden.
Microsoft gibt sich nach außen gelassen. Die Verantwortlichen betonen seit Monaten, dass die Zukunft von Xbox eher in Diensten als in Hardware liege. Passend dazu lobte Xbox-Chef Phil Spencer die Steam Machine als natürlichen Schritt in einer Spielewelt, die sich längst zwischen PC, Konsole und mobilen Geräten aufteilt. Für Spencer ist der wichtigste Punkt klar: „Spieler sollen unsere Games überall erreichen können.“
Was die Steam Machine für Xbox wirklich gefährlich macht
Doch hinter dieser Offenheit sehen Experten eine ganz andere Realität. Die Xbox-Hardware performt sichtbar schwächer als erhofft, ein Trend, der Microsoft bereits dazu zwingt, die eigene Plattform als Dienstmarke umzudefinieren. David Cole von DFC Intelligence bringt es nüchtern auf den Punkt: „Die Xbox-Konsolen haben große Probleme. Für ein reines Xbox-System scheint kaum noch Raum im Markt zu sein.“
Die eigentliche Bedrohung liegt nicht im Gerät selbst, sondern darin, welche Marktposition Valve damit weiter zementiert. Die Steam Machine verbindet PC-Flexibilität mit Konsolenkomfort, genau das Terrain, auf dem Microsoft seit Jahren versucht, Xbox neu zu verorten. Wenn dieses Konzept jedoch über Steam statt über Xbox funktioniert, entsteht ein unangenehmer Effekt:
Xbox-Spiele stärken plötzlich Valves Ökosystem mehr als Microsofts eigenes
Das sieht auch NYU-Professor und Marktanalyst Joost van Dreunen so. Für ihn zeigt die Steam Machine, wie weit Microsoft bereits auf dem Weg ist, Hardware in den Hintergrund zu stellen. Gleichzeitig warnt er davor, dass Valve am Ende vom Xbox-Inhalt stärker profitiert als Microsoft selbst.
Kurzfristig gibt es zwar mehr Auswahl, langfristig gesehen aber weniger klare Plattformgrenzen. Xbox setzt zunehmend auf Services, Steam baut zeitgleich seinen Hardware-Fußabdruck aus. Für Nutzer könnte das bedeuten, dass der „Konsolenkrieg“ eher zu einem Dienstekrieg wird, und dort hat Valve dank riesiger PC-Community einen Startvorteil. Letztendlich wird auch der Preis über den Erfolg entscheiden. Branchenkenner schätzen diesen höher ein als bei einer Konsole. Die spannende Frage ist, ob die Xbox Next tatsächlich noch teurer wird.
Microsoft wird seine Multiplattformstrategie weiter ausbauen, während Valve vermutlich stärker in Hardware investiert. Ob eine neue Xbox-Generation diesen Trend aufhält, bleibt offen. Die Steam Machine verschiebt die Kräfteverhältnisse jedoch massiv, und Microsoft weiß das ganz genau.


„Xbox-Spiele stärken plötzlich Valves Ökosystem mehr als Microsofts eigenes“
Kann man so auch für sony verwenden. Days gone kostet samt mit remaster dlc um 20€ für steam Plattform über inside gaming in psn 50€ wenn man sich günstigere guthaben kauft bei inside spart man gerade mal 6€. Allein der preis unterschied ist nur zu krass. Genauso wie resi9 44€ im psn mit günstigeren guthaben würde man 70€ bezahlen. Es ist nicht nur die Tatsache das die exlusiv spiele auf steam verfügbar sind,es ist auch viel günstiger
Auf CD zahlst du keine 50 €uro mehr aber egal. Natürlich sind PC Spiele Billiger war doch schon immer so. Sony will als Reaktion wieder mehr auf exklusive gegen und keine Spiele mehr auf PC bringen.
Ob das reicht glaub ich zwar nicht, aber wenn Sie wieder anfangen top Spiele wie auf der Ps4 exklusive raushauen vielleicht klappt’s wenn sie selber auch die Preise angleichen. Auf lange Sicht werden sie die höheren Preisen nicht halten können vorausgesetzt aus der Steambox wird wirklich was das sich auch Gelegenheitsspieler durch einen guten Preis locken können. Erstmal abwarten. Wenn die Steambox sich wirklich rentiert was Preis/Leistung angeht bin ich auch nicht abgeneigt zu wechseln.