Die möglichen Preise der Steam Machine verdichten sich weiter. Nach der ersten Händlerlistung bei Smarty.cz tauchen nun ähnliche Preisstrukturen bei einem zweiten, deutlich größeren Retailer auf. Auch hier gilt jedoch, dass davon nichts offiziell ist.
Auslöser ist ein Update zur bisherigen Berichterstattung. Ein Nutzer auf X hat sich nicht nur erneut den Quellcode von Smarty.cz vorgenommen, sondern zusätzlich die Produktseite von Alza, einem der größten Elektronikhändler Tschechiens, analysiert. Auch Alza führt die Steam Machine intern mit vergleichbaren Preisabstufungen für die 512-GB- und 2-TB-Variante.
Zwei Händler, ähnliche Preise – kein Zufall
Die bei Alza gefundenen Daten spiegeln weitgehend die zuvor entdeckten Preise wider. Das spricht zumindest dafür, dass mehrere Händler mit denselben internen Kalkulationen arbeiten oder auf identische Großhandelsinformationen zurückgreifen. Gleichzeitig relativiert der X-Nutzer eine zentrale Annahme: Die bislang kursierenden Euro-, Pfund- und Dollar-Umrechnungen dürften über dem späteren Valve-Preis liegen.
Laut dem vorherigen Leak würde die Steam Machine kosten:
- Steam Machine 512 GB: ca. 790 € / 685 £ / 950 $
- Steam Machine 2 TB: ca. 890 € / 770 £ / 1.070 $
Der Grund ist simpel, aber auch branchenüblich. Sowohl Alza als auch Smarty.cz schlagen ihre eigene Marge auf, lange bevor ein Produkt offiziell angekündigt wird. Gerade bei Hardware von Valve ist das nicht neu. In der Vergangenheit hat das Unternehmen seine Geräte häufig aggressiv bepreist, um das eigene Ökosystem zu stärken, nicht um maximale Hardware-Gewinne zu erzielen.
Diese Listings sind somit keine Preisbestätigung, sondern interne Platzhalter. Sie zeigen, womit Händler rechnen, und nicht, was Valve verlangen wird. Trotzdem liefern sie einen groben Rahmen, in welchem sich die Steam Machine voraussichtlich bewegen könnte.
Ein bekanntes Muster bei Valve
Dass gleich zwei große Händler ähnliche Werte hinterlegen, deutet zumindest darauf hin, dass bereits Vorabinformationen im Umlauf sind. Ob diese aus belastbaren Quellen stammen oder lediglich konservative Schätzungen darstellen, bleibt offen.
Das Vorgehen erinnert an frühere Valve-Hardware. Auch beim Steam Deck kursierten Monate vor der Ankündigung grobe Preisannahmen, die sich später als zu hoch erwiesen. Valve selbst hielt sich bis zur offiziellen Bekanntgabe konsequent bedeckt, ein Muster, das sich nun offenbar wiederholt.
Momentan gilt also weiterhin: Es besteht großes Interesse, doch es gibt wenig Gewissheit. Die neuen Funde bei Alza machen die bisherigen Leaks zumindest plausibler. Wer sich mental schon auf eine mögliche Steam Machine eingestellt hat, erhält jetzt zumindest eine grobe Hausnummer, mehr aber auch nicht.

