Fans der chinesischen Gujian-Reihe hatten seit Jahren auf Neuigkeiten gehofft. Nun gibt es sie: Unter dem Titel Swords of Legends präsentieren Publisher Wangyuan Shengtang und Entwickler Aurogon Shanghai offiziell den vierten Teil der Serie, auch wenn der Name den direkten Bezug nicht sofort erkennen lässt. Geplant ist ein klassisches Singleplayer-Action-RPG für PC und nicht näher bezeichnete Konsolen, das sich klar von Free-to-Play- oder Service-Projekten abgrenzt.
Statt auf offene Welten oder Soulslike-Mechaniken zu setzen, beschreibt das Studio sein Spiel als „weit lineares Erlebnis“. Das bedeutet: Es gibt Raum für Erkundung und Nebenquests, aber die Geschichte bleibt das Rückgrat des Abenteuers. Ein Ansatz, der heute fast exotisch wirkt, aber genau deshalb spannend ist.
Zwischen Mythos und Unterwelt
Inhaltlich bleibt die Serie ihrer Wurzel treu, inspiriert von klassischer chinesischer Literatur, Mythen und Volksglauben. Der Spieler übernimmt die Rolle eines Unterwelt-Vollstreckers, der zwischen Leben und Tod wandelt und verlorenen Seelen hilft, Frieden zu finden. Dabei trifft man nicht nur auf vertraute Wächterfiguren wie Ochsenkopf und Pferdegesicht, sondern auch auf sehr persönliche Geschichten einzelner Verstorbener.
Ein zentrales Feature ist das „Seelenfangen“. Spieler können die Essenz besiegter Gegner einfangen und im Kampf an ihrer Seite einsetzen. Dadurch entstehen kooperative Angriffe, die erzählerisch wie spielmechanisch eng verwoben sind. Das klingt nach einer eleganten Möglichkeit, Story und Gameplay zu vereinen, etwas, woran viele RPGs scheitern.
Entwicklung mit hohen Ansprüchen
Die Vorstellung des Projekts reicht bis 2021 zurück, doch damals war es noch nicht mehr als eine Idee. Mit dem Umstieg auf die Unreal Engine 5 legte Aurogon Shanghai die Messlatte bewusst hoch. Seit 2024 wird mit erweitertem Team an der Vollproduktion gearbeitet. Ein Release-Datum gibt es noch nicht, und ehrlich gesagt wäre es auch verfrüht, damit zu rechnen. Der Release auf PS6 und Xbox Project Helix gilt daher als wahrscheinlich. Der veröffentlichte Trailer beweist jedenfalls, dass das Projekt kein Luftschloss ist, sondern auf einem stabilen Fundament gebaut.
Für Spieler außerhalb Chinas ist Gujian kein bekannter Name, auch wenn die Reihe dort Kultstatus genießt. Dass Swords of Legends nun für PC und Konsolen erscheint, könnte die Serie endlich einem internationalen Publikum näherbringen. Besonders interessant ist, dass es sich um ein Premium-Singleplayer-Projekt handelt – etwas, das in einer Zeit von Live-Services fast schon wieder mutig wirkt.
Ob Swords of Legends den Spagat schafft, mythologische Tiefe mit zugänglichem Gameplay zu verbinden, bleibt abzuwarten. Doch schon jetzt ist klar: Wer Action-RPGs liebt, sollte dieses Spiel im Auge behalten.
Was meint ihr – hat ein Spiel mit diesem kulturellen Hintergrund Chancen, international Fuß zu fassen, oder bleibt es ein Geheimtipp für Fans fernöstlicher Rollenspiele?

Geil noch ein asia setting irgenwass spiel und wird sich gut verkaufen weil die figuren so wie sie sind und so wie die Zielgruppe also wir gamer sie haben wollen