Take Two-Boss: Rockstar Games veröffentlicht mehrmals im Jahr ein neues GTA

Take Two-Chef Strauss Zelnick meint, Rockstar veröffentliche „mehrmals im Jahr ein neues GTA“ – eine gewagte und kühne Einschätzung oder schlicht Fakt?

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Niklas Bender
Niklas Bender ist Editor-in-Chief bei PlayFront.de und Spezialist für kritische Spieleanalysen und Meinungsformate. Seit 2023 prägt er die redaktionelle Kante des Magazins mit pointierten Kommentaren und...

Man kennt Rockstar Games als Studio, das Spiele nicht einfach entwickelt, sondern zelebriert. Doch die Zeiten von jährlichen Releases à la „Bully“, „GTA IV“ oder „Max Payne 3“ sind lange vorbei. Stattdessen warten Fans nun über ein Jahrzehnt auf den nächsten großen GTA-Titel. Während also die halbe Welt auf GTA 6 fiebert, bringt Take-Two-CEO Strauss Zelnick eine überraschende Perspektive ins Spiel: Laut ihm veröffentlicht Rockstar Games „mehrmals im Jahr eine neue GTA-Version“.

Bevor ihr jetzt verzweifelt eure Download-Ordner durchsucht – nein, ihr habt nichts verpasst. Zelnick spricht von den regelmäßigen Updates für „GTA Online“. Diese seien so umfangreich, dass sie früher – vor ein oder zwei Konsolengenerationen – durchaus als eigenständige Spiele durchgegangen wären. Eine interessante These, doch sie wirft auch einige Fragen auf.

Zwischen Update und vollwertigem Spiel – wo liegt die Grenze?

Die Aussage ist nicht völlig aus der Luft gegriffen. Updates wie The Cayo Perico Heist oder The Contract bringen neue Story-Elemente, Charaktere und Spielmechaniken mit sich. Für langjährige GTA Online-Spieler sind solche Erweiterungen tatsächlich ein Grund, regelmäßig zurückzukehren. Doch ein ganz neues GTA?

Zelnicks Logik folgt dem „Games-as-a-Service“-Gedanken: Ein Spiel ist nie wirklich fertig, sondern wird kontinuierlich mit neuen Inhalten erweitert – bis es gefühlt eine neue Iteration ist. Doch für viele Fans bedeutet ein neues GTA mehr als nur ein weiteres Raubzug-Szenario oder ein frischer Anstrich für Los Santos. Es geht um technologische Sprünge, neue Settings, neue Figuren – ein neues Spielgefühl.

Man könnte sagen: Zelnick versucht, mit alten Brötchen ein frisches Bäckerduft-Gefühl zu verkaufen.

Das Spiel mit der Wahrnehmung

Die Kernaussage bleibt: Take-Two ist sich des Hypes rund um „GTA 6“ bewusst, aber will nicht auf die Handlungsunfähigkeit im Jahresrhythmus reduziert werden. Updates sollen den Eindruck vermitteln, dass Rockstar Games „liefern“ kann – auch wenn der große Wurf noch aussteht. Für Analysten mag das clever sein. Für Fans wirkt es eher wie ein PR-Stunt, um die lange Wartezeit schönzureden.

Ob man jedes Update als „neues GTA“ sehen möchte, bleibt letztlich Geschmackssache. Doch die wahre Messlatte wird „GTA 6“ setzen – und daran müssen sich dann auch sämtliche Updates messen lassen, egal wie „robust“ sie ausfallen.

Die Antwort darauf bekommen wir im Mai 2026, wenn „GTA 6“ endlich erscheint. Denn nach Einschätzung des selbigen CEO wird „wahrscheinlich“ nicht mehr an diesem Termin gerüttelt.

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