Team Fortress statt Half Life 3: Valve offenbar mit Nachfolger beschäftigt

Team Fortress 2 erhält nach über einem Jahrzehnt ein Man versus Machine Update. Gleichzeitig deuten Source 2-Codes auf neues TF-Projekt hin.

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Mark Tomson
Als Inhaber und Managing Director von PlayFront.de prägt Mark Tomson die Vision einer unabhängigen Berichterstattung über die Welt von PlayStation. Sein journalistischer Schwerpunkt liegt auf technischen...

Tyler McVicker, bekannt für seine Valve-Datamining-Arbeit, hat in seinem aktuellen Video spannende Informationen zu Team Fortress veröffentlicht. Nach acht Jahren Funkstille kündigte Valve kürzlich überraschend an, dass Team Fortress 2 neue Man versus Machine-Maps benötigt.

Man versus Machine: Komplexer als gedacht

Laut McVicker ist das angekündigte Update technisch deutlich anspruchsvoller als die üblichen Community-Updates der letzten Jahre. Valve muss dazu völlig neue Backend-Systeme entwickeln, um sowohl Map-Ersteller als auch Campaign-Designer bezahlen zu können. Campaign-Designer programmieren die Roboter-Wellen – welche Gegner kommen wann und in welcher Reihenfolge. Bisher gab es dafür keine Workshop-Integration.

Eric Smith, letztes Mitglied des ursprünglichen TF2-Teams, bestätigte laut McVicker per Mail. Valve sucht nur Maps und Kampagnen, keine neuen Belohnungen. Das ist problematisch, denn ohne frische Australiums oder Bot-Killer-Waffen fehlt Hardcore-MvM-Spielern der Anreiz. Es wird außerdem angemerkt, dass sie dann einfach bei Community-Servern wie potato.tf bleiben könnten.

Der YouTuber betont außerdem, dass Valve in den letzten sechs Monaten mehr für TF2 getan hat als in den sechs Jahren zuvor: SDK-Release, finale Comic-Ausgabe und nun das MvM-Update.

Source 2 enthüllt „Codename TF“

Interessanter wird es bei den technischen Entdeckungen. In Source 2 wurde ein „TF“-Modus in den Entwicklungstools gefunden, ähnlich wie „Citadel“ der Codename für Deadlock war. Nach weiteren Recherchen zeigt sich man sich daher zuversichtlich, dass ein Team bei Valve an einem neuen Team Fortress-Projekt arbeitet.

Laut McVickers Quellen bildete sich nach der Weihnachtspause ein Team für die Pre-Production eines Spiels mit Codename TF. Das Projekt ist völlig getrennt von TF2. Viele Valve-Mitarbeiter kamen wegen ihrer TF2-Community-Arbeit ins Unternehmen und wollen endlich am Franchise arbeiten.

Allerdings räumt man auch ein, dass die meisten Games in Pre-Production nicht überleben. Aber die jahrelange Community-Nachfrage und interne Leidenschaft könnten helfen. Seine Theorie ist, dass Valve möglicherweise mit den TF2-Updates Mechaniken für das neue Spiel testet.

Strategische Chance für Valve

Die aktuelle Analyse zeigt eine unerwartete TF2-Renaissance, während gleichzeitig Hinweise auf einen Nachfolger auftauchen. Das MvM-Update zeigt ernsthafte Valve-Investition, auch wenn die fehlenden Belohnungen problematisch sind.

Beim „Codename TF“ bietet sich Valve eine strategische Chance: Team Fortress 2 war eines der erfolgreichsten Free-to-Play-Spiele überhaupt. Ein Source 2-Nachfolger mit Konsolen-Portierung könnte direkt mit Fortnite und Overwatch 2 konkurrieren. Während McVicker technische Aspekte beleuchtet, übersieht er den aktuellen Marktkontext. Valve braucht dringend einen Multiplayer-Hit außerhalb von Steam Deck und VR.

Die Source 2-Integration und Teambildung sind positive Signale, aber zwischen Pre-Production und Release liegen Jahre. McVicker fasst es treffend zusammen. Die TF2-Community steht am Fuß einer Leiter, die sie seit einem Jahrzehnt erklimmen will.

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