Die Nachricht sitzt: Katsuhiro Harada, seit Jahrzehnten das Gesicht der Tekken-Reihe, verlässt Bandai Namco noch in diesem Monat. Mit dem 30. Jubiläum der Serie scheint Harada einen passenden Zeitpunkt gewählt zu haben, um das Kapitel Tekken zu schließen, zumindest offiziell.
Haradas Abschied: Persönlich und reflektiert
Harada ist seit den ersten Tagen von Tekken dabei. Anfangs kümmerte er sich um die Feinabstimmung von Timing und Frame-Daten, später stieg er zum Designer, Director und schließlich Executive Producer auf. In seinem Abschiedspost auf X beschreibt er die frühen Tage in japanischen Arcades, die persönlichen Begegnungen mit Spielern weltweit und die Erfahrungen, die ihn als Entwickler geprägt haben.
In den letzten Jahren hat Harada seine Aufgaben schrittweise an jüngere Teammitglieder übergeben. Dabei betont er, dass er nicht nur die Projekte, sondern auch die Story-Welten und das Worldbuilding weitergereicht hat. Projekte wie Pokkén Tournament, SoulCalibur oder VR-Titel wie Summer Lesson zählen ebenfalls zu seiner Vita, jede Erfahrung hat ihn geprägt und blieb unersetzlich.
Tekken bleibt, Haradas Vision lebt weiter
Haradas letzter großer Beitrag ist das hochgelobte Tekken 8. Bandai Namco versichert, dass die Serie nicht aufhört. Künftige Inhalte und Updates sind geplant, die Community bleibt zentraler Bestandteil der Entwicklung. Das Unternehmen betont, dass Haradas Geist und Vision weiterhin das Rückgrat der Serie bilden werden.
Seinen letzten öffentlichen Auftritt als Bandai Namco-Mitarbeiter plant Harada beim Tekken World Tour 2025 Global Finals Last Chance Qualifier und den Top 20 Finals in Malmö, Schweden, Ende Januar 2026.
Das könnte dich auch interessieren
A message from the #TEKKEN8 team. https://t.co/ae7j5xzaeb pic.twitter.com/G3mNIQ15Y0
— TEKKEN (@TEKKEN) December 8, 2025
Ein klarer Schnitt – und die Frage nach der Zukunft
Haradas Abschied markiert das Ende einer Ära. Er verlässt Bandai Namco, während die Serie auf ihrem bisherigen Höhepunkt steht. Die Herausforderung für das Team wird nun sein, seine Handschrift zu bewahren und gleichzeitig neue Impulse zu setzen. Für Fans bedeutet das: Tekken bleibt, aber der Mann, der die Serie über drei Jahrzehnte geprägt hat, ist nicht mehr am Steuer.
Haradas Einfluss auf das Genre und auf Tekken ist unbestreitbar. Sein Weggang wirft Fragen auf, aber die Serie selbst hat genug Substanz, um weiterzuleben. Es bleibt spannend zu sehen, wie Bandai Namco ohne sein bekanntes Gesicht die Zukunft gestaltet.

