TEST: Atelier Rorona Plus – So wenig Zeit und so viel zu tun

Einige unter euch werden sich jetzt fragen: „Atelier Rorona“? Kam das nicht vor Urzeiten heraus? Ja richtig. Allerdings handelt es sich bei der Plus Version um ein Re-Release des Ersten PlayStation 3 Spiels in der Reihe, das viele Verbesserung mit sich bringt. Zu den Neuerungen zählen z. B. eine verbesserte Grafik Engine, neue Quests und mehr spielbare Figuren.

Seichte Story für zwischendurch

Bei „Atelier Rorona“ handelt es sich nicht um ein episches von Story vorangetriebenes Abenteuer, in dem eure Heldin von einem Kampf in den anderen gerät, stattdessen werdet ihr mit der Führung eines kleinen Alchemieladens betraut.

In dem Königreich Arland findet momentan eine Industrierevolution statt und die Bürokraten würden euren Laden gerne dem Erdboden gleichmachen, damit an dessen Stelle eine neue Fabrik oder anderes Technikschnickschnack erbaut werden kann. Eure Ausbilderin hat jedoch ein Vertrag mit dem König geschlossen und daher bekommt ihr die Gelegenheit euren Wert für das Königreich unter beweis zu stellen.
Das war es dann auch schon im Großen und Ganzen mit der Story. Zwar findet sich hier und dort ein Twist bei der Charakterentwicklung, RPG Veteranen werden jedoch nicht überrascht.

Zeitintensives Gameplay

Um dem Königreich zu beweisen das es sich lohnt einen Alchemieladen in der Hauptstadt zu beheimaten, wird euch über den Verlauf des Spiels alle drei Monate eine Aufgabe gegeben, die ihr nach bestem Gewissen erfüllen müsst. Zu Beginn des Spiels werden euch nur einfache Missionen gegeben, in denen ihr z. B. Gewürze oder Feuerwerkskörper herstellen müsst. Nach drei Monaten wird euch dann ein Zeugnis ausgestellt, das eure Leistung anhand von Menge und Qualität der Wahre bewertet. All das hört sich allerdings einfacher an, als es ist.

Um Gegenstände herzustellen, benötigt ihr Materialien die ihr durch Sammeln in der Wildnis, das Besiegen von Gegner oder in Läden erhalten könnt. Ein sehr wichtiger Faktor dabei ist die Zeit. Diese tickt nicht nur während eurer Sammelausflügen gnadenlos herunter, auch bei der Herstellung von Gegenständen entrinnt euch diese.

Ebenfalls von Bedeutung ist euer Talent. In „Atelier Rorona“ levelt ihr nicht nur eure Heldin hoch auch ihre Kunst im Umgang mit Alchemie wird mit einem Level versehen, das ihr durch das Herstellen von Items steigert. Ist euer Wissen um Alchemie nicht ausgeprägt genug, kann die Item Synthese fehlschlagen und ihr verschwendet wertvolle Ressourcen, was euch erneut Zeit kostet.

All dies unterstreicht einen Faktor: die Zeit. Während eurer Abenteuer sitzt euch die gesamte Zeit eine Deadline im Nacken. Könnt ihr die geforderten Gegenstände nicht vor dem Ablauf der Frist abliefern, heißt es: Game Over. Ein Großteil des Gameplays besteht aus Zeitmanagement. Immer wieder müsst ihr euch fragen: Lohnt es sich eine bestimmte Nebenaufgabe zu verfolgen und dafür eine andere zu vernachlässigen? Will ich die Freundschaft mit einem meiner Gefährten vertiefen und so ein figurenspezifisches Ende freischalten oder mich auf das Sammeln von Materiealien konzentrieren und bessere Ausrüstung für meine Figuren herstellen? Fragen über Fragen und so wenig Zeit.

Verbesserungen en masse

Das Plus in „Atelier Rorona“ kann sich sehen lassen. Es steht für viele Verbesserungen, die die Nachfolger der Serie eingeführt haben, und lässt das Spiel so in einem homogeneren Licht erstrahlen.

Die erste markante Verbesserung ist die Grafik. Alle Figuren Modelle wurden überarbeitet. Die gestauchten Figuren des Originals weichen neuen Designs die sich am ursprünglichen Design orientieren aber weitaus menschlicher daherkommen. Gleiches gilt auch für die Spielgebiete, die nun schärfer und farbenfroher sind.

Spieler, die ihre Zeit gerne Zeit mit dem Alchemiesystem verbringen, stoßen auf ein vereinfachtes und verständlicheres System, das mit vielen neuen Rezepten erweitert wurde. Doch die Neuerungen beschränken sich nicht nur auf das Gameplay und die Technik. Neben neuen Mitstreitern, die natürlich ihre eigenen Nebengeschichten und Enden haben, warten auch neue Missionen und Gegner darauf bezwungen zu werden.

In Sachen Ton stehen euch eine englische und japanische Tonspur zur Auswahl, eine deutsche Version ist nicht mit von der Partie. Wer sich für die englische Tonspur entscheidet, wird schnell feststellen, dass nicht alle Ereignisse vertont sind, während die japanische Variante mehr Sprachausgabe bietet.

Überraschend vielfältig ist vor allem der Soundtrack. Im Options-Menü könnt ihr die Hintergrundmusik für jedes Ereignis im Spiel individuell an euren Geschmack anpassen. Zur Auswahl stehen mehr als ein Dutzend Soundtracks, angefangen bei Atelier Marie, welches vor 15 Jahren auf der PlayStation erschien, bis zu Trinity Universe.

Entwickler: Gust
Publisher: NIS America
Release: 20. Juni 2014
Offizielle Homepage: www.nisamerica.com

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TEST: Atelier Rorona Plus – So wenig Zeit und so viel zu tun
Atelier Rororna Plus ist in jeder Hinsicht eine Verbesserung gegenüber dem original. Elemente, die in der ursprünglichen Version noch viel Zeit in Anspruch nahmen, gehen nun einfach von der Hand, was das Gameplay effektiver macht und vor allem Neulingen den Einstieg erleichtert. Die zahlreichen Erweiterungen geben auch Veteranen der Serie einen Grund erneut Zeit mit Rorona zu verbringen. Fans, die erst mit den Nachfolgern zu Rorona ihre Liebe zur Atelier Reihe entdeckten, können wir Atelier Rorona Plus bedenkenlos empfehlen. Spieler die auf der Suche nach einem traditionellen JRPG sind werden hier nicht fündig, dafür legt Rorona Plus zu viel Wert auf Zeitmanagement und Wirtschaft. Interessenten, die noch keine Erfahrung mit der Atelier Serie haben, empfehlen wir daher das Spiel sicherheitshalber vor dem Kauf anzuspielen.
7.4
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