TEST: Bloodborne The Old Hunters – wieder auf der Jagd

Mit „The Old Hunters“ reichen From Software und Sony ab heute eine Erweiterung für ihr Action-RPG  „Bloodborne“ (unser Test) nach, die es in sich hat. Neben den Neuerungen, die mit dem 1.07 Patch kamen, bringt das Add-on viele Neuheiten, die das Spiel frisch halten. Ob es lohnt, noch einmal nach Yharnam zurückzukehren, erfahrt ihr hier.

Der Albtraum des alten Jägers

Wie kommt man nun in den Genuss der neuen Inhalte? Im Vergleich zu anderen DLCs, die From Software für ihre Spiele veröffentlicht hat, ist der Weg zu „The Old Hunters“ diesmal relativ eindeutig. Sobald ihr Vikar Amelia, in der großen Kathedrale besiegt habt und zurück in den Traum des Jägers kehrt, erhaltet ihr von einem Boten einen neuen Gegenstand. Mit dem Auge des bluttrunkenen Jägers kehrt ihr dann zur Oedon Kapelle zurück, nehmt den Ausgang auf der linken Seite und lasst euch von der unsichtbaren Kreatur greifen. Habt ihr alles richtig gemacht, werdet ihr in den Albtraum des Jägers versetzt.

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Der Schwierigkeitsgrad ist in etwa mit der zweiten Hälfte des Hauptspiels zu vergleichen, seitens From Software ist aber ein Mindest-Level von 65 empfohlen. Die Spielzeit kann daher man bei seinem ersten Durchlauf auf gut zwölf Stunden ansetzen, wobei ein Großteil der Zeit für Bosskämpfe draufgeht. Hierbei handelt es sich allerdings um eine “Solozeit“, da wir „The Old Hunters“ vor der offiziellen Veröffentlichung meistern mussten und Beschwörungen von Mitspielern nur bedingten Erfolg hatten.

Abstruse Geschichte

Was genau geht hier eigentlich vor sich? Wie ist Yharnam zu dem geworden was es ist? Fragen über Fragen und keine wird klar und deutlich beantwortet. „The Old Hunters“ hält an diesem Konzept fest und erweitert es sogar. Wer wissen möchte was vor sich geht, muss zahlreiche Item-Beschreibungen lesen, bei NPC-Unterhaltungen genau hinhören und das Puzzle selbst vervollständigen. Die Präsentation der Geschichte war in „Bloodborne“ schon immer ein kontroverser Punkt – die einen lieben es, die anderen wollen Antworten. Doch genau diese Präsentation macht einen Großteil des Charmes des „Bloodborne“-Universums aus. Wir sehen nicht, wie alles seinen Lauf nimmt und sein desaströses Ende nimmt, stattdessen werden wir einfach mit dem Resultat konfrontiert.

Yharnam nahe dem Untergang

Veteranen des Basisspiels, die schon alles gesehen haben, werden darüber erfreut sein, dass nicht an neuen Inhalten gespart wurde. Die Örtlichkeiten wirken auf den ersten Blick vertraut und wiederverwertet, nach dem flüchtigen Eindruck stellt man jedoch fest, dass man es hier mit einer völlig neuen Form von Yharnam zu tun bekommt. Die hier präsentierte Version ist jenseits jeder Rettung. Die Stadt ist mit Auswüchsen überwuchert, während Jäger scharenweise durch die Straßen ziehen und ihre Arbeit verrichten. Stellt euch also auf zahlreiche Zweikämpfe mit Jägern ein. Versprochen werden dem Spieler zwar insgesamt vier neue Gebiete, realistisch handelt es sich allerdings eher nur um drei, da eines der Gebiete nur für einen Bosskampf betreten wird.

Waffen im Überfluss

Natürlich kommen mit „The Old Hunters“ auch neue Waffen und Rüstungssets hinzu, wobei man hier reichlich sprechen kann. Mit ca. 15 Waffen (Haupt- und Nebenhand) und neun neuen Rüstungssets gibt es hier für Sammler nämlich viel zu entdecken. Unter den neuen Waffen findet sich zum Beispiel das beliebte Mondlichtgroßschwert, das auf den ersten Blick wie ein normales Großschwert ausschaut, durch die Waffentransformation aber seine magische Form annimmt. Einmal mit Magie durchtränkt, kann man dann auf Knopfdruck Projektile schießen oder mit einer starken Attacke eine kräftige AOE-Attacke entfesseln, die alle betroffenen Gegner zu Boden reißt, was allerdings auch Munition verbraucht. Ein weiterer Neuzugang ist das Saif, ein Vorreiter der neumodernen Jäger Waffen. Das Saif unterscheidet sich von den Stats kaum von dem Sägehackbeil des Basisspiels, bietet aber ein anderes Moveset und stellt somit eine willkommene Alternative dazu dar. Eine weitere interessante Waffen ist die Faust von Gratia, ein übergroßer Schlagring, der in den Schusswaffenslot kommt. Durch sein Gewicht ist es mit der Faust von Gratia möglich die meisten Gegner schnell ins Taumeln zu bringen und dann mit der Hauptwaffe nachzusetzen. Alle neuen Waffen haben ihren Platz und sind nützlich und als Spieler hat man wohl die größte Freude daran, über mögliche neue Kombinationen nachzudenken und zu experimentieren.

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Sei das Biest

Eine der größten Neuerungen kommt mit den Transformationen. Habt ihr erst mal die nötigen Werkzeuge und Runen könnt ihr euch endlich in ein haariges Biest verwandeln. Die Runen werden genauso wie Paktrunen im Traum des Jägers genutzt und ersetzen selbige. Das Resultat ist eine physische Transformation in ein Biest. Rüstet ihr nun die Bestienkrallen aus, erhaltet ihr einen Schadensbonus und neue Moves für die Waffe, müsst im Gegenzug aber auch mehr Schaden aushalten. Neben der Bestienrune gibt es mindestens noch eine weitere Rune die Verwandlungen ermöglicht: So ermöglicht es euch Milkweedrune in ein Alienwesen zu verwandeln, das ebenfalls über eine thematisch passende Waffe verfügt.

Entwickler: FromSoftware
Publisher: Sony Computer Entertainment
Release: erhältlich
Offizielle Homepage: http://playstation.com/bloodborne

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TEST: Bloodborne The Old Hunters – wieder auf der Jagd
The Old Hunters nimmt den Spieler mit auf eine Reise durch ein völlig verfallenes Yharnam, das nicht mehr gerettet werden kann. Durch seine zahlreichen Waffen, Rüstungssets und die Tranformationen ist der DLC ein absoluter Pflichtkauf für jeden Fan des Action-RPG, die sich damit wieder auf jede Menge Herausforderungen in Yharnam freuen können. Einsteiger erhalten mit der Game of the Year Edition zudem einen perfekten Einstiegspunkt, der ihnen das komplette Bloodborne-Programm verspricht.
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