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TEST: Bus Bound – Zwischen Haltestellen und Flottenmanagement

Bus Bound im Test: Der neue Verkehrssimulator lädt zur entspannten Busfahrt durch ein heimeliges Städtchen.

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Jonas Herrmann
Gamer und Games-Redakteur aus München. Schreibe seit mehreren Jahren über Spiele und andere Dinge auf PlayFront, GamePro & Co.
Bus Bound
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Review Overview

Nachdem der österreichische Entwickler stillalive studios mehrere Versionen des beliebten „Bus Simulators“ veröffentlicht hat, folgte Ende April in Zusammenarbeit mit Saber Interactive „Bus Bound“. Der Titel ist ein geistiger Nachfolger der beliebten Simulatorserie, möchte aber auch mit ein paar neuen Elementen locken. Ob wir bis zur Endhaltestelle sitzen bleiben oder gar nicht erst einsteigen, erfahrt ihr in unserem Test zum Spiel.

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Bitte alle einsteigen

„Bus Bound“ ist kein gewöhnlicher Nachfolger, sondern eine absichtliche Entschleunigung des Genres. Dieses Mal wagen sie den Schritt weg von der reinen Logistik-Komplexität hin zu einer fast schon therapeutischen Spielerfahrung. Es ist ein Titel, der den Fokus auf das Erlebnis des Fahrens und die Transformation einer Stadt legt, statt sich in endlosen Planungen zu verlieren. Ein mutiger Schritt. Vielleicht genau der richtige für das Jahr 2026.

Im Zentrum von „Bus Bound“ stehen, wie könnte es auch anders sein, die Busse. Es gibt eine große Auswahl von lizenzierten Modellen, die Bus-Fans sicherlich auch alle kennen. Aber auch uninformierte Busfahranfänger wie wir können von der großen Auswahl profitieren. Die verschiedenen Busse steuern sich nämlich recht unterschiedlich und bringen auch optisch frischen Wind in die tägliche Routine. Zudem können die Busse umfangreich visuell angepasst werden.

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Jeder Tag beginnt damit, dass wir uns eine Strecke aussuchen oder eine neue anlegen. Danach wählen wir einen Bus und schon beginnt unsere Schicht. Bei der Fahrt durch die fiktive Stadt Emberville, die im mittleren Westen der USA angesiedelt ist, müssen wir uns natürlich an die Verkehrsregeln halten und Acht auf andere Verkehrsteilnehmer geben.

An den Haltestellen halten wir an und lassen Passanten ein- und aussteigen. Je nachdem, wie pünktlich wir waren und wie sauber wir gefahren sind, bekommen wir positive oder negative Bewertungen, die dann neue Haltestellen und Busse freischalten.

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Das Fahren der Busse ist sehr angenehm und richtiggehend meditativ. Den Anspruch würde ich zwischen Hardcore-Simulation und Arcade einordnen. Es wird nie zu einfach, aber auch nie überwältigend. Anders als echte Busfahrer können wir so entspannt einem Podcast nebenbei lauschen, während wir durch die Straßen der Stadt tuckern.

Der Fuhrpark an sich bietet über ein Dutzend lizenzierte Schwergewichte, darunter ikonische amerikanische Fahrzeuge wie den New Flyer Xcelsior 40ft CNG oder den Blue Bird Sigma. Die Detailtiefe im Cockpit ist aufregend beachtlich. Jeder Schalter, jedes Display wirkt authentisch. Bus-Enthusiasten werden die verschiedenen Fahrverhalten der Modelle sofort bemerken. Ein langer Gelenkbus verhält sich in den engen Gassen von Emberville vollkommen anders als ein kompakterer Stadtbus. Dennoch bleibt die Steuerung stets zugänglich. Die Entwickler haben hier eine Balance gefunden, die irgendwo zwischen Hardcore-Simulation und entspanntem Arcade-Feeling liegt. Es überfordert und frustriert nicht.

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Eine lebendige Stadt, die sich verändert

Neben den Bussen ist die Stadt eines der großen Highlights von „Bus Bound“. Sie ist zwar nicht ausufernd groß, aber detailliert gestaltet. Die einzelnen Viertel versprühen viel Charme und auf den Straßen und Gehwegen ist viel los. Der dynamische Tag-Nacht-Wechsel sorgt immer wieder für eine sich verändernde Atmosphäre und unterschiedliche Verkehrsbedingungen. Es sind die Lichteffekte zur goldenen Stunde oder die Reflektionen auf dem nassen Asphalt, die für echtes Flair sorgen.

Eine schöne Idee ist auch, dass sich die Bereiche rund um die Haltestellen mit unserem Spielfortschritt verändern. So verwandelt sich die Stadt Stück für Stück in einen fußgängerfreundlicheren Ort. Beim Spielen kann man diese Veränderungen leicht übersehen, aber es ist immer wieder schön, etwas Neues zu entdecken, während man von Haltestelle zu Haltestelle fährt. Man spürt, dass man hier nicht nur Fahrgäste befördert, sondern den Lebensraum aktiv mitgestaltet.

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Management mit Handbremse

Wo Licht ist, findet sich bekanntlich auch Schatten. Das Flottenmanagement ist die Achillesferse von „Bus Bound“. So gibt es keine anderen Busse auf den Straßen und wir können auch keine Routen zuweisen. Wir sind eben in erster Linie zum Fahren da. Das ist in Ordnung. Man ist schließlich ein Fahrer und kein CEO. Wer sich aber besonders auf das Aufbauen und Leiten einer eigenen Flotte gefreut hat, wird doch eher enttäuscht.

Generell reiht sich „Bus Bound“ in der Riege der Verkehrssimulatoren eher am einsteigerfreundlichen Ende ein, was wir aber ausführlich begrüßen. Man muss keinen echten Bus steuern können, um hier von A nach B zu kommen, und kann sich auch abseits davon ganz auf die Fantasie des gemütlichen Busfahrers konzentrieren.

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Zusammenfassend kann gesagt werden, dass „Bus Bound“ eine ganz eigene Nische besetzt. Es ist kein Spiel für jene, die den ultimativen Managementkick suchen. Es ist ein Spiel für Genießer. Nach einigen Stunden hat man die meisten Inhalte gesehen, doch der Wiederspielwert liegt in der Entspannung. Man kehrt zurück, um einfach noch eine Schicht zu fahren. Um zu sehen, wie sich die Stadt weiterentwickelt hat, oder um den nächsten Bus visuell anzupassen. Es ist ein ehrliches, einsteigerfreundliches Paket.

Was bleibt am Ende der Fahrt? Ein zufriedenes Lächeln. „Bus Bound“ hat Ecken und Kanten, aber sein Kern ist gesund. Es ist die digitale Entsprechung einer Tasse Tee an einem verregneten Sonntag. Man setzt sich rein, fährt los und lässt den Alltag draußen. Die Entscheidung der Entwickler, den Fokus auf die Stadtveränderung und die Fahrphysik zu legen, geht auf. Wer nach Feierabend abschalten will, findet hier seinen Hafen.

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Fazit

Bus Bound
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7
Criteria 7
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