
Direkt auf den Punkt: Code Violet ist ein ambitionierter Versuch, klassische Survival-Action à la Dino Crisis wiederzubeleben, scheitert aber in zentralen Bereichen. Nach ersten Updates wurden einige der größten Probleme angegangen, doch das Gesamtbild bleibt durchwachsen. Spieler bekommen solide Schussmechanik und ein paar interessante Ideen, müssen aber über Bugs, fehlende Rückmeldungen im Gameplay und erzählerische Brüche hinwegsehen.
Als Fan von Dinosaurier-Survival-Spielen fühlten sich die ersten Trailer zunächst wie ein Versprechen an: spannende Kämpfe, eine junge Heldin, die sich durch prähistorische Bedrohungen kämpft, und ein Setting, das Nostalgie weckt. Nach einigen Stunden im Spiel zeigt sich, dass es ein Fundament gibt, aber die Umsetzung deutlich hinterherhinkt. Ob sich der Shooter trotzdem lohnt, verrät mein Test.
Spaßige Ansätze, unzuverlässige Mechanik
Die wohl größte Stärke von Code Violet ist das Gunplay. Waffen fühlen sich wuchtig an, Treffer haben Gewicht, und das Shooting selbst ist überraschend befriedigend. Wer in klassischen Survival-Spielen die Spannung zwischen Munition, Ressourcen und Gefahr mag, findet hier Momente, die funktionieren.
Doch schon beim zweiten Level zeigt sich, dass das Balanceproblem nicht komplett gelöst ist. Anfangs gibt es kaum Checkpoints, und Save Rooms sind rar gesät. Auch die jüngsten Updates konnten nicht alle Probleme mit versteckten Status-Effekten beheben. Spieler können immer noch unbemerkt bluten oder vergiftet werden, was in manchen Kämpfen zu plötzlichen, unfairen Todesfällen führen kann. Das zwingt dazu, ständig Ressourcen wie Tourniquets und Medkits vorzuhalten, auch wenn die Situation eigentlich harmlos wirkt.

Die Gegner-KI zeigt sich zudem enttäuschend inkonsistent. Einige Dinosaurier verhalten sich taktisch, andere sind kaum berechenbar. Dennoch bleibt der Grundgedanke von Ressourcen-Management, vorsichtiges Vorankommen und gezieltes Kämpfen spannend, was klassische Survival-Spannung erzeugt, wenn das Spiel einen lässt. Ich denke, dass weitere Updates helfen können, für den Moment hat TeamKill Media aber noch viel Arbeit vor sich.
Ansätze ohne Konsequenz
Die narrative Umsetzung von Code Violet ist ein klassisches Beispiel für ein Spiel, das interessante Ideen hat, aber die Logik verliert. Cutscenes sind teilweise schön inszeniert, aber die Integration in das Gameplay fehlt. Charakterinteraktionen wirken manchmal unmotiviert, und die Story liefert oft mehr Fragen als Antworten.
Ein paar erzählerische Twists funktionieren tatsächlich gut, ohne das Ende zu überladen. Viele Hinweise aus der Umgebung oder Daten-Pads ergeben jedoch keinen Sinn, und die Umweltgestaltung wirkt stellenweise beliebig platziert. Das kann zwar kurios unterhalten, wenn man von vornherein ein trashiges Spiel erwartet, bricht aber die Immersion.
Code Violet überrascht also nicht nur durch Bugs, sondern auch durch bizarre Umgebungsentscheidungen. In manchen Leveln findet man plötzlich Tiere oder Objekte ohne jeden Kontext, darunter eine 2D-Gans, die in der Luft schwebt, einen Katzenkopf, der aus einem Klo ragt, oder Stapel aus leblosen Torsos in einem Badezimmer. Solche Szenen wirken willkürlich und brechen die Immersion, zeigen aber gleichzeitig, dass das Entwicklerteam experimentiert hat, leider ohne klare Logik oder Erklärungen. Diese kleinen Absurditäten sorgen für kuriose Momente, verstärken aber auch das Gefühl, dass die Welt des Spiels nicht konsequent gestaltet wurde.

Grafik und Sounddesign sind ein weiterer Stolperstein. Auch nach dem Patch wirken Texturen, Modelle und Effekte inkonsistent, während Lichtsetzung und Umgebungsgestaltung hinter dem Potenzial der Unreal Engine 5 zurückbleiben. Stimmen und Dialoge klingen zudem oft hölzern, und Musik wird spärlich eingesetzt, sodass die Spannung nur selten gehalten werden kann.
Erste Verbesserungen, aber kein Quantensprung
Seit dem Release hat das Entwicklerteam einige zentrale Probleme adressiert. Vergiftungs-Effekte sind jetzt sichtbar, was zumindest den Frust mindert. Außerdem wurden kleinere Stabilitätsprobleme reduziert. Dennoch bleibt vieles eine Baustelle. Blutende Spieler erhalten noch keine eindeutige Rückmeldung, und viele Level-Design-Fragen bleiben ungelöst.
Die ersten Updates zeigen, dass die Entwickler bei TeamKill Media zuhören und der Community entgegenkommen. Allerdings reicht es bisher nur für Teilkorrekturen. Spieler müssen weiterhin Abstriche machen, deutlich unter einem fertigen Release, und sollten den Preis von 50 EUR daher kritisch abwägen. Ein Kauf bei rabattierten Angeboten oder über PlayStation Plus macht die Erfahrung deutlich vertretbarer.


Lol wo sind wir angekommen wenn man im test schon als guten punkt vergibt das die Entwickler das spiel patchen? Also ist keine Kritik an euch aber die sache ist gegessen jeder der es gekauft hat ist entweder frustriert weil er es nicht zurück geben oder redet es sich ein das das game ok ist „hat Potential“ oder die dritte Gruppe die ein ganz grossen Bogen darum machen. Übrigens sei angemerkt das die Entwickler sich in eine Insolvenz verfahren befinden.
Was kann ich dazu sagen ausser capcom wird selbst dino crisis reboot,remake whatever machen nach onimusha und evtl einen neuen dmc teil. Einfach etwas gedulden.
Capcom hat gezeigt mit den neuen resi 9 Trailer das sie gameplay können. Mit exo primal und Monster hunter wilds haben sie ja schon Animations phasen für dinos also ist nur eine frage der zeit und freien Kapazitäten wann ein neues dino crisis rauskommt
ich finde schon, dass du das als klare kritik an playfront äußern kannst und auch solltest. ein test ist dazu da, bei der kaufentscheidung zu helfen und wenn pro oder kontra so beliebig gewählt werden, vewässert das den gesamten test. positive und negative punkte müssen grob ähnlich gewichtet werden, sonst könnte man auch schreiben:
negativ:
ruckelt
sieht unsauber aus
niedrige auflösung
schlechte ki
wenig dinos
miese performance
wenig abwechslung
pro:
hat wiese
hat bäume
hat wolken
hat dinos
hat lecker mädchen
lecker mädchen hat ein hässliches gesicht aber besser als nichts
besser als nichts ist besser als nichts
da wäre man dann ganz schnell bei vielen positiven punkten. wir sind ja nicht auf einem hobby blog von irgendwelchen anfängern, da sollte man schon erwarten können, dass bei einem schlechten spiel auch ganz klar genau das kommuniziert wird.
entweder ist das spiel also wesentlich besser, als alle sagen und als man es sich ableiten kann oder hier wird extrem drum herum geredet und versucht, die eigenen 50 euro (musstet ihr es selber kaufen?) irgenwie zu rechtfertigen, indem man das spiel ok bis gut finden möchte, denn soweit ich es beurteilen kann ist es eines:
ein totalausfall…