TEST: Destiny ‚Das Erwachen der eisernen Lords‘ – Worauf die Fans gewartet haben

Mit „Das Erwachen der eisernen Lords“ veröffentlichten Bungie und Activision nach langer Wartezeit einen neuen DLC für ihr MMO „Destiny“, mit dem man zugleich das dritte Jahr beschreitet. In den Vordergrund wird diesmal die Geschichte der eisernen Lords und deren Untergang, angesichts einer uralten Nanomaschinentechnologie namens Siva, gerückt. Was „Destiny  – Das Erwachen der eisernen Lords“ für Neuerungen bringt und ob sich die Anschaffung des neusten DLCs lohnt, erfahrt ihr in unserem Test.

Gefallene auf dem Vormarsch

Diesmal geht die Bedrohung von den körpermodifizierten Gefallenen aus, die sich Zugang zu einer alten auf der Erde entwickelten Technologie verschaffen konnten. Die SIVA genannte Nanotechnologie kann praktisch alle Wünsche einer Zivilisation erfüllen und deren Evolution beschleunigen, ist dadurch jedoch auch kaum kontrollierbar und wurde daher von Lord Saladin und den eisernen Lords versiegelt – ein Unterfangen bei denen praktisch all seine Kameraden das Leben ließen.

Mehr Altbekanntes in gleicher Qualität

„Das Erwachen der eisernen Lords“ bietet zwar weniger Inhalte als „Der König der Besessenen“ vor einem Jahr, dafür fällt das Grundpaket diesmal allerdings eindeutig stimmiger aus. Die folgenden Neuerungen sind in dem rund 30 EUR DLC enthalten:

  • Iron Temple (neuer sozialer Treffpunkt)
  • Plaguelands (neuer Patrouillenbereich)
  • Archons Forge
  • Lichtlevel bis 400 sind nun möglich
  • Neuere Waffen, Rüstungen und exotische Gegenstände
  • Zehn neue Missionen, fünf davon Story
  • Ca. 20 neue Quests, von denen acht allerdings nur 5 Minuten veranschlagen
  • Ein neuer und zwei remastered Strikes
  • Neuer Raid
  • Vier neue Multiplayerkarten und Supremacy-Mehrspielermodus

Kurze, gute Geschichte mit klasse Zusatzinhalten

„Das Erwachen der eisernen Lords“ bietet genau das, was ein Destiny-Fan erwartet – mehr Destiny in gewohnt hoher Qualität. Über das Grundspiel, das vor gut zwei Jahren erschien, ließ sich viel Negatives sagen. Bungie hat sich jedoch nicht Lumpen lassen und das Spiel stetig verbessert. Mit „Das Erwachen der eisernen Lords“ bekommen Spieler eine weitere interessante Geschichte präsentiert, die inhaltlich um Längen besser ist als die des damaligen Grundspiels. Schade ist lediglich, dass die eigentliche Geschichte viel zu kurz ist und, wie so viel im Destiny Universum, Fragen aufwirft, die im Spiel unbeantwortet bleiben. Wer mehr wissen möchte, kann natürlich in den Grimoirekarten stöbern, muss dafür aber noch immer einen Abstecher zu Bungie.net in Kauf nehmen.

Sobald man die eigentliche Geschichte abgeschlossen hat, kann man sich z.B. mit Patrouille in den Plaguelands die Zeit vertreiben, ein neues Gebiet auf der Erde, das ungefähr so groß ist wie das eigentliche Cosmodrome. In den Plaguelands findet man dann auch Archons Forge, eine neue PVE Arena, die man sich wie eine Mischung zwischen Challenge of the Elders und Court of Oryx vorstellen kann. Hier darf man sich Horden von genetisch modifizierten Gegnern entgegenstellen.

Gestartet werden Kämpfe, wie schon im Court of Oryx, durch Beschwörungsgegenstände. Die Seltenheit der Gegenstände entscheidet dabei darüber, wie schwer der Kampf ausfällt. Schafft man die Gegner innerhalb der vorgegebenen Zeit zu besiegen, bekommt man, mit etwas Glück, neue Ausrüstung, die mit einem Licht Level bis zu 385 reicht. Archons Schmiede ist somit ein ausgezeichneter Weg, um sich auf den neuen Raid vorzubereiten.

Der neue Raid ist der bislang Stimmigste und bietet die größte Gameplay-Vielfalt. Diesmal sind Scharfschützengewehre nicht die Antwort auf alles, stattdessen gibt es eine gesunde Variation innerhalb der Kämpfe. Gefragt sind Geschwindigkeit, ein guter Orientierungssinn und Kommunikation mit seinem Team. Mit einem Team, das diese drei Elemente verinnerlicht, sollte der Raid kein Problem darstellen, der somit in ersten Anläufen in rund zwei Stunden gemeistert werden konnte.

Für Spieler, die gerne Checklisten abarbeiten, dürfte unterdessen das diesmal sofort enthaltene Record Book für “Das Erwachen der eisernen Lords“ interessant sein. Hier findet man verschiedene Aufgaben und Aktivitäten wie z.B.: “Öffne 40 Kisten im Raid“. Hat man eine der Aufgaben abgeschlossen, darf man sich einen Stempel im Buch abholen. Sammelt man genug Stempel, steigt man im Buchlevel auf und erhält Shader, Embleme, Rüstungsstücke oder Waffen als Belohnung.

Mehr PVP-Variation

Für PVP-Spieler bringt “Das Erwachen der eisernen Lords“ den Supremacy-Modus. Hier zählt vorrangig Teamwork, wohingegen einfach nur viele Kills zu kassieren nicht zum Sieg führt. Punkte kommt man nur für das Einsammeln von Wappen, die gegnerische Spieler fallen lassen, sobald man sie abschießt. Ein gegnerischer Spieler kann euch hier jedoch die Punkte auch wieder verweigern, indem er das Wappen seines Kollegen einsammelt.

Ebenfalls enthalten sind vier neue Multiplayer-Karten. Alle vier Karten fallen diesmal jedoch relativ klein aus, ein Trend, der sich schon in den letzten DLC abzeichnete. Eine größere Karte wie First Light auf dem Mond, ist somit leider nicht enthalten.

TEST: Destiny ‚Das Erwachen der eisernen Lords‘ – Worauf die Fans gewartet haben
"Für Fans von Destiny ist “Das Erwachen der eisernen Lords“ ein Pflichtkauf. Der DLC liefert das, was die breite Masse an Spielern erwartet. Mehr Aktivitäten, eine neue Story - die vielleicht beste bisher - ein gesteigertes Lichtlevel und einen neuen Raid. Und das zu einem durchaus fairem Preis! Wer bisher nichts mit Destiny anfangen, konnte der wird auch nicht durch den neuen DLC eines Besseren belehrt. Neue Spieler sollten unterdessen mit der Komplettbox liebäugeln, die alle Downloadinhalte beinhaltet."
8.4
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