TEST: Deus EX Human Revolution Director´s Cut

„Deus Ex:Human Revolution“ war einer der Überraschungshits der (noch) aktuellen Konsolengeneration. Der Titel, der 2011 erschienen ist, begeisterte durch eine fesselnde Story, die durch eine hervorragende Grafik und ein ultimatives Open-World-Erlebnis erzählt wird.

Nun legt Entwickler Eidos den Titel als „Director’s Cut“ neu auf, hat ein paar Verbesserungen vorgenommen und das Erlebnis mit den beiden DLC’s „Thongs Rettung“ und „The Missing Link“ erweitert. Doch reichen diese Änderungen, um erneut zu überzeugen und neu in den Konsolen der Fans zu landen?

Kurz zur Geschichte: Wir schreiben das Jahr 2027: Die Menschheit hat das Geheimnis gelüftet, technische Teile jeglicher Art (Waffen, Tarnsysteme, Radar,…) , sogenannte „Augmentierungen“, mit dem menschlichen Körper zu verbinden.

Adam Jensen, ein Ex-Polizist und nun Sicherheitschef des Augmentierungsherstellers „Safir“, begleitet seine frühere Geliebte  auf ihrem Weg zu einer wichtigen Präsentation, als die Firma plötzlich von optimierten Terroristen angegriffen wird. Jensen wird lebensgefährlich verletzt und kann nur durch immense Augmentierungsmaßnahmen am Leben gehalten werden, seine Ex-Geliebte wird getötet. Jensen nutzt seine neu gewonnenen Fähigkeiten dazu, die Verantwortlichen zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen.

Gameplay, Atmosphäre und Grafik

Der Fokus in Deus Ex liegt ganz klar auf den körperlichen Verbesserungen, sowie auf einer ausgeklügelten, offenen Spielwelt. Jede neue Fähigkeit eröffnet mehr Möglichkeiten, Gegner auszuschalten, Gebiete zu infiltrieren oder geheime Wege zu entdecken. Luftschächte, Leitern und instabile Wände stehen uns dabei helfend zur Seite. Die Steuerung geht leicht von der Hand, wodurch die Fähigkeiten schnell aktiviert werden können, was einen entscheidenden Vorteil im Kampf sein kann.

Neben uns selbst können wir auch unserer Waffen mit verschiedenem Zubehör ausstatten, Mienen mit Granaten kombinieren, um spezielle Effekte zu aktivieren und an den verschiedensten Ecken Nebenmissionen starten, die uns noch tiefer in die Welt von „Deus Ex“ eintauchen lassen. Auch die zahlreichen Ebooks und digitalen Zeitungen, die überall ausliegen, geben Informationen über medizinische Entdeckungen oder gesellschaftliche Gruppierungen, ebenso wie E-Mails aus gehackten Computern oder gestohlenen PDA’s. Besonderes Merkmal ist, dass verschiedene Entscheidungen im Bezug auf Gespräche oder Handlungen haben weitreichende Auswirkungen auf das Verhalten der anderen Figuren, wodurch man sich mehrmals überlegt, ob man das jetzt wirklich sagen soll oder nicht.

Sowohl die Storyline, als auch die Nebenmissionen und die vielen verstecken Bereiche (Kanalisation, Polizeireviere und und und) binden einen schnell an die spannend erzählte Geschichte und machen Lust darauf, jeden noch so kleinen Winkel auszukundschaften, um auch das letzte Geheimnis zu lüften. Es entsteht eine Atmosphäre, die ihres Gleichen sucht.

Grafisch hat sich augenscheinlich nicht viel verändert. Sowohl die Spielwelt, als auch die Figurenmodelle sehen sehr ansprechend und realitätsnah aus. Die Außenlevel sind groß und geräumig, während es in den Häusern auch häufig zum Nahkampf kommen kann. Durch diesen gekonnten Mix aus Gameplay, Grafik und Atmosphäre überzeugt das Spiel auch nach zwei Jahren noch.

Die Neuerungen

Die „Director’s Cut“-Edition bietet nicht nur alles das, wodurch der Vorgänger schon begeistert hat, sondern bringt auch völlig neue Features mit sich. So befinden sich neben der Hauptstory die beiden DLC’s „Thongs Rettung“ und „The Missing Link“ mit auf der Disc und wurden sogar in das Spiel integriert wurden. Diese beiden verlängern die ohnehin schon sehr umfangreiche Handlung nochmals um mehr als 8 Stunden.

Des Weiteren wurde neben der Gegner-KI auch Hand an die Bosskämpfe angelegt, die einen wesentlich Kritikpunkt der Ursprungsversion bildeten. Denn: Wer seinen Spielstil eher auf Schleichen und gewaltloses Ausschalten ausgelegt hatte, bekam selbst auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad heftige Probleme, da diese Gegner nur durch viel Gewalt und Ballerei ausgeschaltet werden konnten.

Eidos hat sich diese Kritik wirklich zu Herzen genommen und nun mehrere Wege eingefügt, um auch in diesen Situationen sein Ziel schleichend zu erreichen. Diese wurden nicht einfach nur lieblos als Notlösung gedacht, sondern sind gut überlegt und sehr fein ausgearbeitet. Das merkt man vor allem daran, dass man wirklich gut überlegen muss, um auf die alternativen Lösungen zu kommen, was sie zu einer echten Herausforderung machen.

Eine weitere Neuheit liegt in dem gekonnten Einsatz des „Second Screen“, bei der Ps3 durch die PS Vita verkörpert. Diese bietet die Möglichkeit, den Handheld als Karte zu verwenden, als Konsole für Hackingvorgänge und Passworteingaben und verschiedene andere Möglichkeiten, in der die PS Vita gut in Szene gesetzt werden kann. Dieses Feature fügt sich gut in das gesamte Spiel ein und ist sehr innovativ, auch wenn es sehr an das Prinzip der „Wii U“ erinnert.

Für wen das noch nicht reicht hat Eidos noch eine Kommentar-Funktion eingefügt, in der die Entwickler über die Entstehung des Spieles und einzelner Bereiche erzählen, wodurch man, ähnlich wie bei einem Blu-Ray-Film, einen Blick hinter die Kulissen erhält.

Entwickler: Eidos Montreal
Publisher: Square Enix
Release: 25. Oktober 2013
Offizielle Homepage: www.deusex.com

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TEST: Deus EX Human Revolution Director´s Cut
Der „Director’s Cut“ begeistert durch eine geniale Atmosphäre, umfassende Fehlerbehebungen und detailreichen Möglichkeiten und ist dadurch perfekt für Fans und Neueinsteiger geeignet.
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