TEST: Dying Light: The Beast – Brutal, schnell und gnadenlos packend

Dying Light: The Beast bietet brutalen Horror, perfektes Parkour und spannende Story. Unser Review zeigt, warum Fans und Neulinge begeistert sein werden.

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Mark Tomson
Als Inhaber und Managing Director von PlayFront.de prägt Mark Tomson die Vision einer unabhängigen Berichterstattung über die Welt von PlayStation. Sein journalistischer Schwerpunkt liegt auf technischen...
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Review Overview

Techlands neuester Wurf, Dying Light: The Beast, ist kein sanftes Remake, kein Aufguss alter Ideen. Ich konnte das Spiel vorab testen und kann euch sagen: Das hier ist gnadenlos, schnell und hart, genau das, was wir von einem echten Dying Light erwarten. In diesem Review erzähle ich euch, was funktioniert, was begeistert und warum selbst Neulinge sofort ins kalte Wasser geworfen werden.

Kein Aufwärmen, kein Warten

Wer denkt, dass man sich erst einmal in Ruhe einspielen kann, liegt falsch. Das Spiel wirft euch direkt in die Action. Schon in den ersten Minuten merkt man: Techland will keine sanften Einführungen. Die Stadt brennt, Zombies lauern in jeder Ecke und der Parkour beginnt praktisch sofort. Das ist eine ungewohnte Härte für Neulinge – man muss sich konzentrieren, schnell reagieren und darf keine Angst vor Fehlern haben.

Doch genau das macht den Reiz aus. Kein nerviges Tutorial, kein langes Herumirren. Jeder Schritt fühlt sich bedeutend an, jede Bewegung, jeder Sprung, jeder Kick gegen die Untoten sitzt. Die Ragdoll-Physik ist überarbeitet, realistischer und brutal: Zombies fallen, werden weggeschleudert, brechen auseinander. Ich habe selten ein Spiel erlebt, das jede Aktion so unmittelbar spürbar macht.

Parkour auf einem neuen Level

Der Parkour in Dying Light: The Beast ist sauber, schnell und intuitiv. Jeder Sprung, jede Kletteraktion fühlt sich richtig an. Die Entwickler haben aus den Fehlern von Dying Light 2 gelernt: Kein Schweben mehr, keine unnötigen Bremsungen. Man rutscht, springt, klettert und landet genau da, wo man hin will.

Was mich persönlich begeistert hat: Crane hat unendlich Ausdauer beim Klettern. Riesige Gebäude erklimmen? Kein Problem. Dachkanten, die den Tod bedeuten könnten? Adrenalinschub pur, wenn man Zombies dort schubst oder über sie springt. Der Enterhaken, besonders im Beast Mode, erlaubt unglaubliche Bewegungen, man zieht sich buchstäblich überall hoch, zu Bäumen, Dächern oder Objekten. Ground Pound, Heavy Lift oder Charged Kick machen die Kämpfe dynamisch und befriedigend.

Brutaler, lebendiger Kampf

Die Kämpfe sind gnadenlos und spaßig zugleich. Die Finisher sind extrem blutig und unterscheiden sich je nach Zombie-Typ. Goon, Volatile, Banshee – jeder Tod ist einzigartig, jede Interaktion hinterlässt Spuren. Blut spritzt auf Crane, Kleidung und Gesicht werden beschmutzt, und jede Bewegung hat Konsequenzen.

Die Vielfalt der Waffen ist zudem enorm: Flammenwerfer, Granatwerfer mit Elementmunition, Sägewerfer, Bögen, Maschinenpistolen, Nahkampfwaffen, alles fühlt sich anders an, jede Waffe hat ihren Reiz. Wer will, kann auch mit den Fäusten kämpfen, Sliden und Tritte kombinieren, um Zombies elegant zu erledigen. Die Kombination aus physikbasierten Kämpfen und Parkour sorgt dafür, dass jede Begegnung anders ist.

Die Welt lebt – Tag, Nacht und Physik

Die Welt von Dying Light:The Beast wirkt lebendig. Handgemachte Gebäude in der Altstadt, riesige Wälder und ikonische Biome erzeugen Abwechslung und machen die Erkundung spannend. Alles reagiert auf den Spieler: Bäume zerfallen unter Granaten, Türen knallen bei Dropkicks, Flammen hinterlassen Brandflecken. Wasser, Ragdoll-Physik und die Trägheit der Taschenlampe verstärken den Realismus. Sogar tote Zombies treiben nach ein paar Minuten im Wasser – so eine Liebe zum Detail sieht man selten.

Der dynamische Tag-Nacht-Zyklus ist ebenfalls zurück und verbessert die Atmosphäre enorm. Nachts wird es stockfinster, die Bedrohung steigt, und ohne Taschenlampe oder Überlebenssinn wird man schnell überrumpelt. Wetterumschwünge verstärken den Horror noch, und die Soundkulisse macht jede Begegnung intensiver: Wind, Zombieschreie, Metall, das knarzt – alles zusammen erzeugt eine fast greifbare Spannung.

Story und Motivation

Auch ohne Vorkenntnisse wird man von der Story sofort eingesogen. Spannend, motivierend und clever erzählt, zieht Dying Light: The Beast einen in seinen Bann. Die Narrative treibt einen an, weiterzumachen, und kombiniert geschickt die Erkundung mit Überleben, Parkour und Kampf. Jeder neue Ort, jedes Nest, jede Begegnung sorgt für Nervenkitzel und Überraschungen.

Besonders die nächtlichen Begegnungen mit flüchtigen Nestern, Banshees oder Volatiles bringen die perfekte Mischung aus Angst und Action. Man weiß nie, was als Nächstes passiert, und genau das macht den Reiz aus.

Die Handwerksmöglichkeiten sind aufs Neue vielseitig. Waffenpläne überall auf der Karte, Reparatur unterwegs, Mods für Waffen, Loadouts für verschiedene Spielstile. Crafting ist intuitiv und belohnt Erkundung. Rüstungen können transmogrifiziert werden, sodass man stark bleibt, ohne auf Optik verzichten zu müssen. Alles ist durchdacht, schnell zugänglich und passt perfekt zum Spielrhythmus.

Klar, nicht alles ist perfekt. Die Beißer können frustrierend sein – man wird schnell gepackt, selbst wenn man geschickt Parkour benutzt. Die menschliche KI verhält sich manchmal seltsam, reagiert nicht auf Bedrohungen oder Waffen. Einige kleine Animationsdetails könnten beim Parkour noch flüssiger sein. Aber das sind Kleinigkeiten in einem ansonsten extrem runden Spielerlebnis. Am meisten hat mich gestört, dass es alles andere als gelungen aussieht, wenn ein massiver Regen auf die Spielwelt fällt. Hier sollte Techland unbedingt nachbessern.

Performance und Technik

Die Leistung ist dafür beeindruckend. Auf modernen Systemen wie der PS5 Pro läuft das Spiel flüssig. Regen kann die Framerate etwas drücken, aber generell wirkt alles stabil. Im Vergleich zu Dying Light 2 starten die Missionen sofort, ohne lange Ladebildschirme – perfekt für Spieler, die Action ohne Verzögerung wollen. Auch die Texturen sehen dieses Mal deutlich besser aus und lassen das gesamte Setting wie eine Mischung aus Far Cry 5 und The Last of Us wirken.

Fazit

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Review Overview
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Key Barca
27. September 2025 19:44

Ich suche Mitspieler, spiele seit 3 Tagen und hab schiss alleine

Ezio Creed
19. September 2025 21:19

Fand die Verpixelung lächerlich… Das Spiel ist ab 18.,also für Erwachsene… Warum ist es als nicht jugendfrei gekennzeichnet ? Wenn es ab 18. ist, dann uncut… Was ein Dreck….

Frank Müller
19. September 2025 18:01

Nur physisch! Und uncut. Ohne Ösi Account.

Maxim Neumann
18. September 2025 23:27

Leider ist die PS 5 Version USK geschnitten, wenn die Infos stimmen.

Jan Vollenbröker
18. September 2025 19:43

Ja, aber die Bonus-Itens aus der Deluxe-Edition lassen sich wohl erst am 20. Sept. herunterladen. Wenn ich das richtig verstanden habe. Stehen auch noch nicht im Store.

4theplayers
18. September 2025 21:01

Dying Light: The Beast – Brutal, schnell und gnadenlos digital only!!! Nicht ein mal eine Disc Version gibt es zu Kaufen. Zudem ist es in DE nicht uncut was fürn sch… wird nicht unterstützt allen anderen viel Spaß

N7Dan
18. September 2025 19:56

TEST: Dying Light: The Beast – Brutal, schnell, gnadenlos packend und in der veröffentlichten USK Konsolen Version wie sonst auch für den bevormundeten erwachsenen Bürger ausschließlich gekürzt erhältlich.

Als hätten wir hier nicht gänzlich andere dringend aufzuarbeitende Thematiken in diesem Land, da bleibt der Geldbeutel aus Prinzip verschlossen.

Last edited 6 Monate zuvor by N7Dan
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