TEST: Final Fantasy XIV – A Realm Reborn ‚Defenders of Eorzea‘

Nach unserem bereits veröffentlichten Test zum MMORPG-Ableger von „Final Fantasy XIV: A Realm Reborn“ sind zahlreiche Aktualisierungen und Patches erschienen. Der aktuelle Patch 2.3 mit dem Namen „Defenders of Eorzea“ gibt uns endlich die Gelegenheit die bis dato aktuellsten Verbesserungen unter die Lupe zu nehmen und herauszufinden, ob an den im ehemaligen Review angesprochenen Fehlern geschliffen wurde. Auch die Neuerungen lassen wir uns nicht entgehen, weswegen solch nie dagewesenen Features wie die „Mogry-Post“ oder die Chocobo-Zucht ebenfalls erwähnenswert sind.

Neue Storyabschnitte und Nebenquests

Was „A Realm Reborn“ von anderen MMORPGs unterscheidet, ist der rote Faden in Form einer guten Hauptgeschichte, den jeder Spieler zwar nicht zwingend, jedoch bestenfalls durchspielen muss. Denn desto weiter man in der Story vorankommt, desto mehr Instanzen stehen uns zur Verfügung.

Instanzen sind Bosskämpfe und lange Dungeons, die mit sehr viel Routine (Erfahrungspunkte) und Belohnungsitems verbunden sind. Falls ihr mit der Story fertig seid, fängt die Fortsetzung im Sonnenstein bei Minfilia mit dem Quest „Das Leid der Heimatlosen“ an. Danach wird die ehemalige Handlung mit humorvollen Quests fortgesetzt, die insbesondere den Alltag von Endgame-Spielern auflockert.

Für uns sind die neu eingeführten Mogry-Quests am witzigsten und gleichzeitig am skurrilsten. Wir liefern zwar lediglich Briefe für die fliegenden Katzenwesen aus, erleben dabei aber sehr lustige Geschichten mit guten und teils sehr ulkigen Wendungen. Wer nicht auf Lesen, sondern auf die Kämpfe steht, sollte sich die neuen Dungeons und Raids anschauen.

Ein paar Quests im Überblick

Wir möchten in diesem Abschnitt auf ein paar Quests eingehen und diese nach ihrer Rolle im Gameplay bewerten. Heißt, ob das Erledigen eines bestimmten Quests etwas für unseren Charakter bringt oder doch eher Zeitverschwendung ist. Wer den Großteil aller neuen Aufgaben erfüllt hat, vermutet bereits, welchen Quest ich als erstes ansprechen werde. Nämlich die „Kampfmaschine im alten Glanz“, welche das Fertigstellen der ehemaligen Story voraussetzt. Die Magitek-Kampfmaschine, die wir nach dem letzten Story-Quest erhalten wird mit dem oben angesprochenen Quest modifiziert, was den Kampfmodus unseres Reittieres aktiviert. Doch was nun? Können wir diese starken Bombenangriffe im normalen Kampf nutzen? Nein! Denn wenn wir die Projektile auf diverse Monster abschießen, bekommen diese und insbesondere ihre Lebenspunkte davon nichts mit. Die Frage ist, ob wir nun überhaupt was damit anfangen können. Unsere Vermutung bleibt daher, dass diese Projektile nur als kleine Show-Einlage dienen – eine kleine Enttäuschung für uns und die meisten anderen Spieler sicherlich auch.

Der Quest mit dem Namen „Chocobo-Zucht“ ist zwar ebenfalls auf den ersten Blick eine coole Sache an sich, da man seinen eigenen Chocobo trainieren kann, dennoch ist dieses simple und teils unnötige Feature so schwer zu bekommen, dass einige Spieler dies bereits aufgegeben haben. Um einen Chocobo trainieren und pflegen zu können, ist ein eigener Stall notwendig, den man nur bei einer freien Gesellschaft mit eigener Unterkunft für viel Geld und Mühe erhalten kann. Wenn man das Ergebnis, also die Möglichkeit einen Chocobo zu trainieren, mit dem dafür benötigten Aufwand vergleicht, ist die Hilflosigkeit der Spieler gut zu verstehen.

Ein echter Pirat werden?

Mit dem neuen Patch sind auch drei neue Instanzen hinzugefügt worden, von denen wir nur eines unter die Lupe nehmen werden, da die übrigen zwei nur den schweren Modus von „alten“ Dungeons bieten. „Die Schiffsbrecher-Insel“ bringt nicht nur eine tolle Atmosphäre mit sich, sondern auch die Möglichkeit schnell und einfach an sogenannten „Myth-Steine“ zu kommen, die man zum Kaufen von sehr seltener Ausrüstung benötigt. Auf der Insel sind überall Fallen aufgestellt, die man am besten vermeiden sollte, obwohl sie von einem Heiler schnell kuriert werden könnten. Die Instanz unterscheidet sich optisch von anderen Dungeons, da sie deutlich mehr Abwechslung bietet. Der erste Boss ist ein gigantischer Gorilla, den wir nur mit Bananen beruhigen können, welche in der Gegend aufzufinden sind. Durch Team-Work und das Fernhalten fremder Affen, bleibt der Gorilla ruhig und der Kampf somit erfolgversprechend. Der zweite Boss benötigt viel Übung und Geschick, da wir uns bei seiner Super-Attacke in einer Blase verstecken müssen, die uns nur eine bestimmte Zeit schützt. Daher ist es ratsam im richtigen Moment diese Blase zu betreten und den Angriffen des Schnecken-Monsters auszuweichen. Der letzte Gegner ist ein großer Kraken, dessen Tentakel bekämpft werden müssen. Gegen den Kraken selbst kämpfen wir allerdings nicht. Wenn sich die Gruppe bereits mit dem Dungeon auskennt, wird es im Laufe der Instanz keine Probleme geben, weswegen dieser Einsatz zwar schnell durchgespielt werden kann, dennoch keine großen Möglichkeiten zu Speedruns bietet.

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Mehr Myth-Steine, aber keine Speedruns …

Der bisher beliebte Dungeon „Brüllvox Langrast“ war vor dem Patch eine Quelle von Myth-Steinen, dessen Zweck ich bereits oben erwähnt habe. In weniger als 5 Minuten konnten erfahrene Spieler an 50 Steine kommen, was verhältnismäßig eine enorme Geschwindigkeit zum Sammeln dieser Items ist. Auch Square Enix hat dies mitbekommen und hat die Verteilung der Myth-Steine in jeder Instanz verändert. Das hört sich zwar positiv an, erlaubt jedoch aufgrund dessen keine Speedruns mehr, sodass die jeweilige Gruppe den kompletten Dungeon durchspielen muss, um alle Belohnungen zu erhalten.

Die PS4-Version im Grafik-Vergleich

Doch wie schneidet die PS4-Version im Vergleich mit der PS3-Variante oder gar dem PC ab? Der Unterschied ist groß – Kantenglättung, Texturen und die Animationen sind flüssig, scharf und schön anzuschauen, was man von der stärkeren Hardware auch erwarten sollte. Vor allem Gameplay-technisch haben die PS3-Spieler die Nachsicht, da sie meistens in den Dungeons erst verspätet und langsamer reagieren als die PS4- und die PC-Spieler. Auch die Auflösung ist deutlich schärfer und detailreicher, sodass bei einem direkten Vergleich die grafischen Verbesserungen auffällig in den Vordergrund rücken. Man kann auch behaupten, dass die PS4-Version grafisch auf dem selben Level ist, wie die PC-Version. Alles in allem eine radikale Verbesserung, welche die Konsolenspieler endlich auf gleiche Augenhöhe mit den PC-Spielern bringt.

Entwickler: Square Enix
Publisher: Square Enix
Release: erhältlich
Offizielle Homepage: www.finalfantasyxiv.com

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TEST: Final Fantasy XIV – A Realm Reborn ‚Defenders of Eorzea‘
Es ist nicht die Frage, ob sich die PS4-Version zusätzlich lohnt, sondern eher, ob man bereits eine PlayStation 4 hat. Wer Sony´s neueste Konsole bereits sein Eigen nennt, sollte gar nicht lange über ein Upgrade von Final Fantasy XIV überlegen. Mit 'Defenders of Eorzea' beweist Square Enix, dass man fortlaufend um neue Inhalte für das Spiel bemüht ist, auch wenn sie nicht immer so sinnvoll sind, wie man sich das vielleicht wünscht. Die Zukunft des Spiels ist allerdings schon jetzt gesichert und Final Fantasy XIV auch weiterhin ein Dauerbrenner, da bin ich mir sicher.
8.6
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