TEST: Hitman Sniper Challenge – Töten wie ein Profi!

Nach „Blood Money“ meldet sich der Auftragskiller Agent 47 wieder mit dem von IO Interactive entwickeltem „Hitman: Absolution“ zurück. Doch vor dem eigentlichen Release im November, gibt es eine kleine Überraschung für alle Vorbesteller. „Hitman: Sniper Challenge“ – ein eigenständiger PSN-Ableger, der speziell für alle Erstkäufer zur Verfügung steht und den Fans einen kleinen Einblick in die Welt von „Absolution“ bietet. Wichtig: das Spiel kann nur via Vorbestellung erworben werden. Wer sich also als ein unsichtbarer Sniper beweisen will, muss wohl oder übel zu einer Vorbestellung greifen. Ob sich der kleine Vorab-Release lohnt? Das und noch viel mehr finden wir für euch in diesem Test heraus.

Eine Story bzw. einen Ansatz findet man bei „Hitman: Sniper Challange“ nicht. Der Schwerpunkt wird hier sehr deutlich auf eine einzige Mission gesetzt. Ihr positioniert euch auf einem Hochhaus und wartet mit dem unverkennbaren Walther WA 2000 auf euer Missionsziel – Richard Strong Jr., der Geschäftsführer des Waffenherstellers Stallion Armaments. Dieser ist ein wichtiger Geschäftsmann mit einer Bande persönlicher Leibwächter, die ebenfalls stets stilvoll ausgeschaltet werden müssen. Doch ist es nicht das Ziel was zählt, sondern eher der Weg dahin. Dementsprechend habt ihr eine Wahl, wie ihr eure Opfer am besten tötet.

Als Querdenker findet man hier zahlreiche Wege zum Töten. Allerdings muss man auch an die rumliegenden Leichen denken, zumal sie sehr leicht entdeckt werden können. Als Folge werdet ihr mit einem Alarm und dazu auch noch Massenpanik konfrontiert, was zu einem Scheitern der Mission führt. Ein richtiger Agent versteckt seine Opfer eben unbemerkt. Deshalb wartet ihr bis sich ein Leibwächter über einen Balkon beugt, um seinen Kopf mit einem eindrucksvollen Schuss zu durchbohren und nach ganz unten in eine dunkle Großstadtgasse mitzunehmen. Beim ersten Versuch geht es den Bodyguards mit klassischen Kopfschüssen an den Kragen. Doch bald merkt man, dass ausgefallenere Methoden gebraucht werden, um die Menge an Leuten auf der Party nicht zu erschrecken. Als eiskalter Profikiller befolgt ihr dennoch eine goldene Regel; nämlich keine unschuldigen Zivilisten zu töten, egal wie groß die Versuchung ist, wild um sich zu schießen. So ist man gezwungen auf eine geräuscharme Variante zurückzugreifen und die Wächter unbemerkt und kultiviert auszuschalten.

Als Beispiel nehmen wir einen simplen Aufzug. Neben diesem Lift steht euer Ziel – ein Leibwächter. Dieser ist zwar nah an den Gästen, dennoch bietet sich eine gute und individuelle Art euer Opfer von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Mit einem präzisen Schuss auf den Aufzugschalter öffnet ihr dessen Tür, während der Fahrstuhl immer noch nicht angekommen ist. Vom Geschehen überrascht, beugt sich euer Ziel – der Bodyguard – vor, um die Fahrstuhl abzuchecken. Wie ein Raubtier nehmt ihr die passende Situation wahr und schickt den armen Mann samt Kugel nach unten und schießt mit einem weiteren Schuss das Ziel ab – als ob der Leibwächter gar nicht da wäre. Sogar Doppelschüsse mit Hilfe eurer durchschlagsstarken Patrone sind gut in Szene gesetzt worden und verschaffen euch auch noch Vorteile gegenüber der Gegnerschaft. Hinzu kommen noch diverse Nebenaufgaben und Bonus-Inhalte, wie Atemkontrolle oder ein größeres Magazin, wodurch ein großer Wiederspielwert entsteht.

Das Spiel kommt mit einer Optik des Nachfolgers und damit sehr detailiert her. Insbesondere sind die realitätstreuen Blendeffekte der Sonne und die Umrisse der Menschen, wie beispielsweise der Boxer während des Trainings. Die Zeitlupen-Effekte bei einem Kopfschuss sind ebenso positiv aufgefallen und damit auch das Blutvergießen. Abhängig davon, wo das jeweilige Opfer getötet wird, spritzt der Lebenssaft die Wand voll und zeigt somit die unzensierte Brutalität des Agent 47 und damit auch des neuen Hitman-Ablegers. Die Leichen fliegen bei einer Durchbohrung formlich weg und zeigen imposante Animationen.

Überraschenderweise könnt ihr nicht nur die Ansicht mit Hilfe des Sniper-Gewehrs erhöhen, sondern auch die Geräuschkulisse. Stets sind laute Partyrufe und effektvolle Musikuntermalungen akustisch zu bestaunen. Während eurer Mission hält euch eine Assistentin per Funk auf dem aktuellen Stand und beschreibt ebenso gut die Lage des Auftrags. Ob das Ziel gerade auf dem Balkon telefoniert und ihr euch auf eine tödliche Aktion vorbereiten müsst, erfahrt ihr von der hilfsbereiten Dame. Eure Handlungen werden ab und zu kommentiert, aber einen ausschlaggebenden Aspekt bietet der Sound aufgrund des Gesamtumfangs nicht.

Fazit

„Hitman: Sniper Challange ist zugegeben kein Langzeitspaß, dennoch bietet es viel Abwechslung beim Töten von euren Zielen. Zudem sorgen die Kill-Multiplikatoren und einige Boni für Wiederspielwert. Allerdings ist es nur als ein erster Vorgeschmack gedacht und sollte nicht wirklich als vollwertiger Titel angesehen werden. Der einzige Zweck von Hitman: Sniper Challenge ist, wie oben erwähnt, die Käufer auf kurzer Leine zu halten und gegebenenfalls zum Kauf zu motivieren. Als Vorbestellerbonus ist es eine nette Idee, aber kein Muss, um den kommenden Titel gerechtfertigt spielen zu müssen. Allerdings bietet Hitman: Sniper Challenge nacher diverse Unlocks für Hitman: Absolution. Wer also über einen Kauf nachdenkt, darf gerne einen Blick riskieren. Insgesamt bietet das „Spiel“ einen guten Einblick zum kommenden Ableger und beweist, dass Hitman seinem Namen gerecht wird und sich immer noch treu bleibt.“

Enwickler: IO Interactive
Publisher: Square Enix
Release: erhältlich
Offizielle Homepage: www.hitman.com

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