TEST: Metro Redux – Метро ждет вас

Nach der Sommerpause erwarten uns endlich wieder neue Games für unsere Playstation 4, welche wegen etwas längerer Spiele-Flaute fast schon in der Ecke verstaubt ist. Mit „Metro Redux“ fährt das Entwicklerstudio „4A Games“ und „Deep Silver“ die altbekannte und bewährte Remake-Schiene und belebt die ehemaligen Titel „Metro 2033“ und den erst frisch veröffentlichten „Metro: Last Light“ auf den Next-Gen-Konsolen. Für 40 Euro erhalten die Fans viele Gameplay-Extras und eine aufpolierte Grafik. Ob die neue Aufmachung auch für einen Kauf genügen wird, erfahrt ihr in unserem Test.

Artjom, hol den Vodka raus!

Zu der Story von „Metro: 2033“ und „Metro: Last Light“ sei nicht viel gesagt – Neuerungen gibt es in diesem Bereich nicht, die Entwickler haben sich hauptsächlich auf das Gameplay und die Grafik konzentriert. Dennoch ist die Handlung einzigartig, die bereits im vergangenen Jahr überzeugen konnte und auf jeden Fall wieder wert ist durchgespielt zu werden, zumal diese dem dystopischen Roman vom russischen Autor Dmitri Glukhovski nachempfunden wurde.

metro redux (3)Im Verlauf der Story begleiten wir den Übelebenden „Artjom“ in einer postapokalyptischen Welt, die sich größtenteils in den Moskauer Metros abspielt. Die Außenwelt ist verseucht und wird von den menschenähnlichen Monstern kontrolliert, die als Dämonen oder „Schwarze“ bezeichnet werden. Die Menschen kämpfen ums Überleben und müssen sich nicht nur gegen fremde Wesen, sondern auch gegen Gleichgesinnte durchsetzen. Das Besondere an Artjom ist seine Fähigkeit mit diesen Wesen zu interagieren.

Die postapokalyptische Storyschlägt deutlich andere Wege ein als vergleichsweise ein Shooter als Browsergame und weiterhin sehr spannend erzählt und bekommt durch die fantastische Inszenierung eine düstere Atmosphäre, welche nicht nur der Roman, sondern auch das Spiel vorbildlich aufkommen lässt. Wir binden uns an die glaubhaften Charaktere und durchleben mit ihnen viele Kämpfe und Momente, die einem klar machen, wie hoffnungslos die Welt von Artjom doch ist.

Inoffizielle Collectors-Edition ?

Wie oben bereits erwähnt, bieten die Neuerungen im Gameplay den größten Kaufgrund für Einsteiger und Serienkenner, denn mit Metro: Last Light bekommen Käufer alle bisherigen DLCs und den berühmten „Ranger-Modus“. Dieser sorgt mit einem enormen Schwierigkeitsgrad und den fehlenden HUD für einen unglaublich intensiven Survival-Horror.
Falls einige von euch keinen Survival Horror mögen, ist es auch kein Problem, da die beiden Spiele zwei unterschiedliche Spiel-Stile bieten. Zur Auswahl stehen „Überleben“ und „Spartaner“ – das Letztere beugt die Munitionsknappheit vor und ist allgemein mehr aus Action, statt Stealth ausgelegt. Dagegen müssen wir uns im Überlebensmodus mit immer knapper werdenden Patronen und unglaublich starken Gegnern herumschlagen.

Auch im Detail lassen sich viele Veränderungen feststellen – die KI von „Metro: 2033“ scheint nicht mehr so hilflos wie im Vorgänger zu sein, so dass es mehr Spaß macht sich von hinten hereinzuschleichen und sie von hinten lautlos zu eliminieren. Ja, ihr habt richtig gelesen – „Metro: 2033“ bietet nun endlich akzeptable Stealth-Passagen.

metro redux (2)

Im Laufe des Spiels müssen wir von einer Metro-Station zur anderen, um bei den dortigen Händlern unseren Vorrat an Waffen und Ausrüstung zu besorgen, damit wir in den dunklen Tunneln stets genügend bewaffnet sind, falls es zu einem Kampf kommen sollte. Die Währung ist auch in „Metro: 2033“ durch Patronen bestimmt, weshalb das Verschießen von Munition für den Spieler in vielerlei Hinsicht zu einem Nachteil wird. Aus diesem Grund zwingt euch das Spiel im Schatten vorzugehen und unbemerkt in den Schächten von Moskau herumzukriechen, damit wir ein Treffen mit dem Feind vermeiden. Ab und an ist eine Eskalation mit dem Feind nicht vermeidbar, weswegen eine hohe Trefferquote und ein großer Vorrat an Medizin das A und O für Artjom sind.

Next-Gen-Politur

Optisch hat sich bei beiden Titel einiges getan, wobei ich sagen muss, dass die Veränderungen bei „Metro: 2033“ markanter gewesen sind, als bis dato ohne hin schon hochgelobten „Metro: Last Light“. Doch fangen wir zuerst mit „Last Light“ an, was meiner Meinung nach in diesem Fall die wenigsten optischen Veränderungen erhalten hat. Wie auch in der PS3-Version haben wir eine atemberaubende Kulisse mit einer sehr düsteren Optik, die durch die Oberflächen-Missionen für reichlich Abwechslung sorgt. Auch das Charakterdesign bekommt schärfere Texturen und ein sehr genaues 3D-Modelling spendiert, wobei hier und da vielleicht etwas seltsame Animationen zu beobachten sind. Obwohl die Verbesserungen bemerkbar sind, fragen wir uns dennoch, ob dieses „Remake“ überhaupt einen Sinn hat, zumal sich die Neuauflagen von Games bisher nur auf Retro-Titel und Klassiker beschränkt hat.

Die Neuauflage von „Metro: 2033“ ist jedoch zugegeben nötig gewesen, da wir in der ehemaligen Version viele grafische Missgeschicke sehen konnten. Doch fangen wir vorerst mit positiven Aspekten an. Wie der große Bruder „Last Light“, sorgt auch „Metro: 2033“ für eine sehr dunkle und postapokalyptische Stimmung. Sehr authentisch wirken dabei die Metro-Stationen, in denen Flüchtlinge und Vodka-saufende Soldaten aufzufinden sind. Wir können einen hungernden alten Mann beobachten, der zum Rascheln eines alten Radios seine letzte Flasche ausleert. Viele hungernde Kinder weinen und betteln um das letzte Brot, damit ihre kleinen Geschwister über die Runden kommen. Auch hier gelten meist flüssige Animationen und ein glaubhaftes Charakter-Design, welches die Spieler das Leid der herumstehenden Menschen fühlen lässt.

Deutsch-Kenntnisse in Moskau – eine ganz schlechte Idee

metro redux (1)Wofür „Metro: 2033“ auf jeden Fall bekannt war, ist die misslungene Synchronisation und den künstlichen Akzent, was in der vorherigen Version damals für negative Punkte bei vielen Testern sorgte. Auch dieses Mal haben wir dasselbe Dilemma auszusetzen, wobei ich ehrlich sagen muss, dass ich das Spiel nach der Enttäuschung über die deutschen Stimmen, mit russischer Synchronisation fortgesetzt habe, die mir sehr gefallen hat. Bei den Dialogen haben wir auch ein weiteres Problem, nämlich die unkoordinierte Entfernung.

So ist es gemeint – wenn wir uns dem sprechenden Charakter nähern, redet er in normaler Lautstärke, sobald wir uns mit der Kamera etwas zur Seite drehen, bricht die Lautstärke ein und der jeweilige NPC ist dann meistens nur schwer zu verstehen. Ab und zu muss man sogar ein paar Sekunden warten, damit wir einen Dialog hören, nachdem wir den Sprecher erreicht haben. Musikalisch haben wir hingegen nichts auszusetzen, zumal der Titel von der Horror-Atmosphäre profitiert und bestimmte Momente akustisch eindrucksvoll untermalt, so dass eine enorm große Spannung erreicht werden kann.

Entwickler: 4A Games
Publisher: Deep Silver
Release: 29. August 2014
Offizielle Homepage: www.enterthemetro.com

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TEST: Metro Redux – Метро ждет вас
„Für Rund 40 Euro haben wir zwei Titel, die mit ihrer spannenden Story jeden Gamer viele Stunden an das Sofa fesseln werden. „Metro: Last Light“ und „Metro: 2033“ sind ein Muss für jeden Story-basierten Spieler, der den Wert auf eine gute Handlung legt. Auch vom Inhalt her haben wir genügend Stoff, um Serien-Neulinge zu unterhalten und einen Kauf bzw. den Re-Release beider Titel zu rechtfertigen. Vor allem PlayStation Fans haben so nun erstmals die Möglichkeit in den Genuss von Metro 2033 zu kommen. Auch optisch befinden wir uns mit „Metro: Redux“ auf dem Next-Gen-Level, wobei die sehr seltsame Lokalisierung für so eine gute Atmosphäre kontra-produktiv sein kann. Für Einsteiger haben wir hier einen genialen Titel mit vielen Extras und einem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis.„
8.6
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