TEST: Mortal Kombat auf PlayStation Vita

Trooper_D5X
Trooper_D5X war langjรคhriger Redakteur bei PlayFront und spezialisiert auf Gaming-News, Tests und Hardware-Analysen. In รผber 30.000 Artikeln berichtete er fundiert รผber aktuelle Themen rund um PlayStation...
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8.5
Review Overview

Mit Mortal Kombat kehrte im vergangenen Jahr das Kult-Beat `em Up fรผr Konsolen zurรผck und erwies sich als รคuรŸert erfolgreich. Nun rรผckt der PlayStation Vita-Ableger nach, der im Grunde ein direkter Port der PlayStation 3-Version ist.

PS Vita Besitzer dรผrfen sich jedoch auf die ultimative Version des Spiels freuen, da hier nicht nur sรคmtliche DLCs enthalten sind, sondern auch exklusive Features und Inhalte. Ob sich der Kauf der PS Vita Version lohnt, das verraten wir euch jetzt.

Wie bereits erwรคhnt, handelt es sich bei Mortal Kombat fรผr PS Vita um einen direkten PS3 Port, weshalb wir uns hauptsรคchlich auf die neuen Inhalte konzentriert haben und auf die technische Umsetzung. Wer einen Blick auf den originalen Test werfen mรถchte, findet diesen zur Ergรคnzung hier.

Die PS Vita Version enthรคlt genau wie die PS3-Version den klassischen Arcade- und Kampf-Modus, den Story-Modus, den Turm der Herausforderungen, das Training, sowie den Versus- und Tag Team-Modus. Auch die Krypta und die Nekropolis sind wieder dabei. Neu hinzugekommen sind ein zweiter Herausforderungs-Turm, zwei zusรคtzliche Bonus-Spiele, sowie exklusive Outfits. Komplett wegefallen ist natรผrlich der 3D-Support und leider auch der spaรŸige โ€šKing of the Hillโ€˜ Onlinemodus. Was wir ebenfalls vermissen ist das AR-Feature, welches zuvor in einem Trailer zu sehen war und euer Wohnzimmer in eine Kampfarena verwandelte.

Der Story-Modus ist der Gleiche wie in der PS3-Version und fรผhrt euch durch das zehnte Mortal Kombat Turnier, in dem ihr um das Schicksal des Erdenreiches kรคmpft. Positiv hervorzuheben ist diesmal jedoch, dass die Zwischensequenzen aufgrund des kleineren Bildschirms nicht mehr so verpixelt aussehen. Das war definitiv ein Kritikpunkt damals, der dem ohnehin etwas unnรถtigen Story-Modus weiter schadete.

Der Bonus-Turm der Herausforderungen bietet gegenรผber der PS3-Version 150 zusรคtzliche Herausforderungen, die aus verschiedenen Aufgaben bestehen. Einfache Fights, die mit Handicaps versehen wurden, Bonusspiele, Reaktionsspiele, oder alles gemischt. So zum Beispiel mรผsst ihr einen gewรถhnlichen Kampf austragen und gleichzeitig mit dem Touchscreen Objekte wie Raketen zerstรถren, die auf euch gerichtet sind. Die Herausforderungen werden idealerweise auch dazu genutzt, um die speziellen PS Vita Features zu trainieren, wie das Ausfรผhren von Fatalities mithilfe des Touch-Screen oder um allgemein Moves zu รผben. Die Tรผrme der Herausforderung bieten so nicht nur reichlich Abwechslung, sondern auch fรผr eine lรคngere Zeit ausreichend Unterhaltung.

Bei den beiden neuen Bonusspielen handelt es sich um โ€šTeste deine Balanceโ€™ und โ€šTeste dein Schlitzenโ€˜. Bei โ€šTeste deine Balanceโ€˜ mรผsst ihr รผber 15 Ebenen auf einem schmalen Objekt รผber eine bestimmte Zeitspanne die Balance halten, in dem ihr die Bewegungssensoren der PS Vita nutzt. Gelingt euch das nicht, fallt ihr unweigerlich in eine tรถdliche Grube. Bei โ€šTeste dein Schlitzenโ€˜ fliegen irgendwelche Gegenstรคnde wie abgetrennte Kรถpfe, Schรคdel oder Organe wild durchs Bild, die durch das Streifen รผber den Touch-Screen zerschnitten werden mรผssen. Gleichzeitig fliegen aber auch Bomben durchs Bild, die durch Schรผtteln zum Explodieren gebracht werden kรถnnen. Je hรถher ihr hier in der Stufe steigt, desto schwieriger wird das Ganze natรผrlich auch. Die insgesamt sechs Bonusspiele sind auch weiterhin eine willkommene Abwechslung zwischen den Fights.

Weiterhin unglรผcklich umgesetzt ist, dass jeder Spielmodus strikt voneinander getrennt ist. Im Arcade-Kampf mรผsst ihr zehn Fights hintereinander antreten und am Ende Shao Khan besiegen. Hier hรคtte man durchaus die Bonusspiele oder Herausforderungen zwischendurch mit einbringen kรถnnen, um das Ganze aufzulockern. Etwas, das wir bereits damals angemerkt haben.

Wer sich online austoben mรถchte, bekommt dazu auch auf der PS Vita die Chance. Via WiFi oder Ad-Hoc kรถnnt ihr eure Freunde oder Spieler aus der ganzen Welt herausfordern. Zur Auswahl stehen jeweils klassische 1vs1 oder Tag Team Fights. Es gibt Ranglistenkรคmpfe, private Matches, Spieler-Statistiken und Bestenlisten. Anders als auf der PS3-Version, geht das nur mit maximal zwei statt vier Spielern.

Das Gameplay von Mortal Kombat orientiert sich weiterhin am klassischen Style der Serie und wagt auch auf der PS Vita keine groรŸen Experimente. Als kleine Innovation, den Touchscreen mit ins Gameplay zu integrieren, ist eine nette Idee und wurde insofern gut gelรถst. So sollen zum Beispiel Fatalities durch das wischen mit dem Finger รผber den Bildschirm ausgefรผhrt werden. Das funktioniert meist nur solange wirklich gut, bis man fรผr einen Fatality keinen Button zusรคtzlich benรถtigt. Jeder Rechtshรคnder wird auch mit einem rechten Finger รผber den Bildschirm wischen. Beim Umgreifen auf die Buttons, ist die Pause aber oft zu lang, um den Fatality dann auch erfolgreich umzusetzen. Bei den X-Ray Moves setzt man alternativ ebenfalls auf den Touch-Screen. Hat sich eure Powerleiste komplett gefรผllt, reicht ein Antippen auf das X am Ende der Leiste. Ansonsten erwartet euch das gewohnt gute Gameplay-Konzept von Mortal Kombat. Einige werden vielleicht Schwierigkeiten mit den kleinen Tasten haben, immer gleich die richtige zu treffen. Hier macht sich ein Controller sicherlich deutlich besser.

Grafisch kann sich Mortal Kombat ebenfalls auf der PlayStation Vita sehen lassen. Zwar reicht es nicht ganz an den groรŸen PS3 Bruder heran, aber dieser Aspekt ist auf einem Handheld nicht immer ganz so wichtig. Positiv zu erwรคhnen wรคre, dass man die 60fps auch auf der PS Vita beibehalten hat und so alles flรผssig vor einem ablรคuft. Auf dem Display wirkt das ziemlich beeindruckend. Dafรผr hat man bei der Anzahl der Polygone bei den Charakteren und den Stages etwas gespart und genau das macht sich auch bemerkbar. Die Kanten sind nicht immer so sauber wie auf der PS3, was uns zum ersten Mal besonders bei Sindel und ihren Haaren aufgefallen ist, die doch schon recht kantig aussehen, wenn sie diese erst einmal schwingt, um ihren Gegner damit zu Boden zu stampfen. Im Gesamten sieht Mortal Kombat auf PS Vita aber gut aus, bietet abwechslungsreiche und farbenfrohe Stages, sowie die gewohnt guten Animationen der Kรคmpfer.

Die Ladezeiten des Spiels sind verschwindend gering, so dass man das Spiel schnell starten und sofort mit den Fights beginnen kann. Hat man doch einmal verloren, kann der Fight sofort von neuem beginnen, ohne das die gesamte Stage neu geladen werden muss. Hier hat Netherrealm einen wirklichen guten Job gemacht, der den SpielspaรŸ auch unterwegs keinesfalls ausbremst.

Offizielle Homepage: themortalkombat.com

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8.5
Criteria 8.5

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