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TEST: Resident Evil – Revelation 2 – Episode 2

Mit der zweiten Episode von „Resident Evil: Revelations 2“ geht das Horror-Action-Adventure in die Verlängerung. Welche Offenbarungen, Gameplay-Neuerungen und Raid-Mode-Extras die neue Episode bringt, erfahrt ihr in unserem zweiten Test zum Spiel.

Claires Episode

Claire und Moira finden sich, nachdem sie aus dem isolierten Gefängnis der ersten Episode fliehen konnten, in einem abgelegenen Fischerdorf wieder. Zu ihrer Überraschung treffen sie hier auf Pedro, Gabriel und Neil, die sich ebenfalls auf der Party befanden. Nachdem der erste Schrecken überwunden ist, durchsuchen die Überlebenden gemeinsam das Dorf auf und finden einen Helikopter, der jedoch nicht funktionstüchtig ist, um damit fliehen zu können. Claire und Moira machen sich kurzum auf die Suche nach den nötigen Ersatzteilen, um den Helikopter wieder auf Vordermann zu bringen.

Berrys Episode

Nachdem Berry erfahren hat, dass sich Moira und Natalia bereits zuvor über den Weg gelaufen sind, entscheidet dieser, in der Hoffnung weitere Hinweise aufzustöbern, den Ort an dem sie sich trafen, erneut aufzusuchen. Während sich Barry und Natalia ihren Weg durch die Insellandschaft bahnen, kommen sie durch ein Fischerdorf, das offensichtlich durch einen Kampf in Mitleidenschaft gezogen wurde. Was keinem der Beiden dabei auffällt ist, dass sie die ganze Zeit von jemandem oder etwas verfolgt werden. An ihrem Ziel angekommen finden die beiden zwar den ausgebrannten Helikopter, aber keine Spur von Claire und Moira. Stattdessen stehen sie einer geheimnisvollen Gestalt gegenüber, die äußerst interessiert an Natalia zu sein scheint.
Mit der zweiten Episode nimmt „Resident Evil: Revelation 2“ endlich an Fahrt auf. Zwar lässt die Figureninteraktion noch immer zu wünschen übrig, jedoch kann das, was offenbart wird, mit etwas Resident Evil Allgemeinwissen, langsam aber sicher in die übergreifende Story der Serie gewoben werden. Wie schon die erste Episode endet auch die Zweite wieder mit einem Cliffhanger, der ein Gruppe Fans vor Freude aufschreien lassen wird, während die andere Gruppe, in der Befürchtung das die Geschichte mit den kommenden Episoden in die Abstrusität rutscht, den Kopf schütteln könnte.

Neue Waffen, mehr Gegner, mehr Ärger, die gleichen Extras

Die zweite Episode ist deutlich Actionreicher gestaltet als der Episodenstart. Glücklicherweise wird mit der Köderbombe aber auch eine neue Subwaffe eingeführt, mit der sich die steigende Gegnerzahl unter Kontrolle halten lässt. Die Köderbombe macht genau das, was ihr Name sagt, sie lockt nahestehende Gegner an und fügt ihnen obendrein Schaden zu. Besonders auf ‚Schwer‘ sollten die Köderbomben klug eingesetzt werden, da den Gegnermobs durch ihre schiere Anzahl und mangelnde Feuerkraft kaum noch beizukommen  ist.
Ebenfalls neu ist ein äußerst unheimlicher und interessanter Gegnertyp, der unsichtbar durch die Gegend schleicht. Interessant wird eine Konfrontation mit besagtem Gegner dadurch, dass Berry ihn nicht sehen kann, dafür aber Natalia. Spielt man im Koop-Modus, lässt sich das Problem schnell durch Kommunikation mit seinem Partner oder einen Blick auf dessen Bildschirm aus der Welt schaffen. Im Einzelspieler sind diese Gefechte jedoch um einiges intensiver und furchteinflößender. Durch Knopfdruck kann man zwar zu Natalia wechseln und sich so die Position des Gegners vor Augen führen, ist diesem dann jedoch schutzlos ausgeliefert, während man als Berry schwer bewaffnet nicht sehen kann, worauf man schießen soll.

Erfreulicherweise macht die KI hier einen ausgezeichneten Job. Sobald ihr euch einem unsichtbaren Gegner annähert, warnt Natalia vor diesem und gibt stets dessen Position nach einem Schuss preis. Es sind Momente wie dieser, in denen „Resident Evil: Revelations 2“ zu seinen Wurzeln zurückkehrt. Kämpfe wie dieser machen sich die menschliche Angst vor dem Unbekannten zu nutzen und bringen etwas Grusel zurück in die mittlerweile action-lastige Serie.
Sammelwütige Spieler wird es freuen zu hören, dass mit der zweiten Episode auch neue Collectibles und Inventarerweiterungen für Moira und Natalia von der Partie sind. Neben dem Story-Modus finden sich auch die schon aus der ersten Episode bekannten Speedrun- und Unsichtbare Gegner-Modi wieder, die jedoch erst freigeschaltet werden müssen.

Mehr Raid-Missionen braucht das Land

Mit der zweiten Episode erhaltet ihr 32 neue Raid-Missionen und drei neue Raid-Figuren, darunter auch Leon, aus „Resident Evil 2“ und „Resident Evil 4“. Die Gesamtzahl der Missionen steigt somit auf 86. Wer kompetitiv eingestellt ist und die Spitzen des Online-Board erklimmen möchte, hatte schon mit der ersten Episode mehr als genug zu tun gehabt, besonders wenn man bedenkt, dass jede Mission mit allen Figuren abgeschlossen werden muss, um eine möglichst hohe Position zu ergattern (nach knapp 12 Stunden im Raid-Modus habe ich 442 von bisher 2580 erreichbaren Medaillen). Ebenfalls neu ist die zweite Stufe der Raid-Werkzeugkiste, mit der sich in Missionen gefundene Upgrades, durch Duplikate und einen geringen Obolus auf höhere Stufen aufwerten lassen.

Ein weiteres Feature das langsam zum Tragen kommt, ist die Vererbung, durch die sich Figurenspezifische Skills, die maximiert wurden, auf andere Figuren übertragen lassen. Vererbung verleiht dem Spiel-Modus, durch die Möglichkeit Figuren zu individualisieren, noch etwas mehr Tiefe und gibt den Anreiz dazu auch die anderen Spielfiguren hochzuspielen.

Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom
Release: erhältlich

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TEST: Resident Evil – Revelation 2 – Episode 2
In Sachen Action nimmt Resident Evil: Revelations 2 mit der zweiten Episode deutlich an Fahrt auf, lässt den Spieler storytechnisch aber noch immer weitestgehend im Dunkeln. Allgemein vermittelt das episodische Spiel langsam aber sicher den Eindruck, dass es sich um eine seichte Resident-Evil-Geschichte handelt und der Raid-Modus der eigentliche Dreh- und Angelpunkt des Spiels ist. Durch das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis, kann auch der zweiten Episode eine Empfehlung ausgesprochen werden.
8.1