TEST: WipEout 2048 auf PS Vita

Mit fast jedem Launch einer neuen PlayStation Konsole erscheint auch ein neues WipEout Spiel. So auch mit WipEout 2048, das pünktlich zum Start der PS Vita nächste Woche erhältlich sein wird.

Das futuristische Rennspektakel startet mit einer aufwendig produzierten Intro-Sequenz, die euch durch zeitliche Epochen des Rennsports führt. Vom Oldtimer, über ultramoderne Rennboliden, bis hin zu den WipEout Gleitern stimmt das Video gleich zum Start auf die vor euch liegenden High-Speed Rennen ein.

Echte WipEout-Veteranen dürfen sich auf komplett neue Strecken, Spielmodi, sowie exklusive PS Vita Features freuen, die wir uns vorab für euch angeschaut haben.

Wer das Prinzip von WipEout kennt, findet sofort den perfekten Einstieg und die ersten vertrauten Dinge im Spiel wieder. In WipEout 2048 steht diesmal eine eher geringe Auswahl an Rennteams zur Auswahl, darunter komplett neue, sowie alte Bekannte wie Feisar oder AG-Systems. Allesamt untereinander verfeindet und nur den eigenen Sieg vor den Augen. Jedes Team verfügt zudem über fünf unterschiedliche Gleiter, die jeweils unterschiedliche Eigenschaften aufweisen und so optimal für jedes Rennen gewählt werden können.

Zur Auswahl stehen dafür diesmal vier unterschiedliche Spielmodi. Neben der gewohnten Einzelspielerkampagne, den Onlinerennen und dem Ad-Hoc Modus, kommt hier das Cross-Play mit der PS3 dazu, auf das wir später noch eingehen werden.

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Die Singleplayerkampagne unterteilt sich wieder in verschiedene Rennevents, die vom einfachen Rennen, über Zeitrennen, den Zonen-Rennen und dem neuen ‚Kampf-Modus‘ reichen, der eine Abwandlung aus dem ‚Zonen-Kampf‘ in WipEout HD ist. Hier gilt es innerhalb einer bestimmten Zeitvorgabe eine Mindestpunktzahl zu erreichen, womit die Rennstrecke zum wahren Schlachtfeld wird. Nirgendwo sonst habt ihr die Möglichkeit so viele Waffen in so kurzer Zeit mit euren Schiffen aufzusammeln und auf die Gegner loszulassen. Das Chaos, das dabei auf der Strecke entsteht, sorgt dabei für riesen Spaß während der Rennen. Die Singleplayer-Rennen unterteilen sich zudem ein weiteres Mal in Prototyp-Rennen, Schnelle Runde und A+ Herausforderungen, die an wahre Profis gerichtet und daher erst später im Spiel verfügbar sind. Ziel ist es natürlich, dabei immer den Elite Rang zu erreichen.

Das Cross-Play -Gaming in WipEout 2048 ist eines der innovativsten Neuerungen der Serie, das nicht nur das Spielerlebnis auf der PS Vita erweitert, sondern auch WipEout HD auf der PS3 um ein neues Feature ergänzt. Hier können zwei Spieler gegeneinander antreten, wobei einer auf der PS Vita spielt und der andere auf der PS3. Die Latenzzeit bei der Synchronisierung zwischen beiden Plattformen ist gleich null, so dass das Spielerlebnis nicht beeinträchtigt wird. Einzig das Warten auf den Gegner, der auf der PS Vita spielt, wirkt sich hier in Form einer längeren Ladezeit auf der PS3 aus. Der Multiplayer-Modus bietet darüber hinaus eine eigene Kampagne, die über 20 Level angelegt ist, sowie normale Rennevents und Kampfrennen, die denen im Singleplayer gleichen.

Beim Streckendesign darf man sich ebenfalls auf einige Neuerungen einstellen, da man diesmal nicht auf aufgewärmte Kurse der Vorgänger setzt, sondern komplett neue Streckendesigns entworfen hat. Diese heißen diesmal Downtown, Metropark, Unity Square, Empire Climb, Capital Reach oder Queens Mall; jede mit einzigartigen und multiplen Streckenverläufen, gefährlichen Kurven und High-Speed Abschnitten ausgestattet, sowie einer futuristischen und abwechslungsreichen Optik. Auch die bekannten Boost-Platten und Magnetabschnitte gibt es wieder. Bei den Waffen-Pads unterscheidet man diesmal zwischen Offensiv- und Verteidigung, was euch mehr taktische Optionen ermöglicht.

Womit das Spiel leider massiv zu kämpfen hat, sind die langen Ladezeiten der Strecken. Teilweise bis zu 45 Sekunden dauert es, um endlich mit dem Rennen loslegen zu können. Für ein Spiel für unterwegs ist das einfach zu lang. Aktuell ist für die US Version aber ein Patch erschienen, der diese um 10 bis 15 Sekunden reduziert.

Bei der Waffenauswahl hingegen war man diesmal weniger Kreativ und setzt auf die altbewährten Verteidigungsmechanismen wie Minen, Zielraketen, Plasma-Geschosse oder die Druckwelle, die alles vor euch von der Strecke fegt. Ein wenig Schade, dass dem WipEout Studio Liverpool hier die Ideen ausgegangen zu sein scheinen.

Das Gameplay von WipEout 2048 geht wie gewohnt flüssig von der Hand. Zwar läuft das Spiel anders als auf der PS3 nur mit 30fps, das fällt auf dem 5 Zoll Display aber nicht weiter auf. Hier haben nur PS3-Spieler das Nachsehen, wenn sie im Cross-Play spielen. Dann nämlich wird auch bei ihnen die Framerate heruntergeschraubt.

Insgesamt stehen drei Steuerungsschema im Spiel zu Auswahl. Vom klassischen WipEout-Schema, über einen alternative Tastenbelegung, bis hin zu einem PS Vita Kontrollschema, das die Hardware-Features des Handheld nutzt. Boost gibt man hier zum Beispiel mit Berühren des Rear-Pads, die Sixaxis-Sensoren dienen zum Lenken und zum Feuern und Absorbieren das Touchpad auf der Frontseite. Hier benötigt es allerdings äußert viel Feingefühl, um so noch den ersten Platz zu erreichen. Auf dem Preview Event in London hieß es zudem, dass man seine Waffen per Sprachbefehl abfeuern kann. Dieses Feature scheint man wohl in der finalen Version gestrichen zu haben. Überschlagsrollen mit anschließendem Boost oder Seitenbewegungen, um den Gegner abzudrängen, sind ebenfalls wieder möglich.

Während der Rennen steht zudem wieder ein Fotomodus zur Verfügung, der neben dem einfachen Erstellen von Bildern einige Effekte wie Unschärfe erlaubt oder den Fokus zu verlagern. Die Bilder findet ihr dann nachher in der Bildergalerie der PS Vita wieder.

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Auch an die Community Features hat das Studio Liverpool gedacht, die einen Newsfeed integriert haben und ebenfalls die Anwendung ‚near‘ nutzen. Über ‚near‘ könnt ihr eure ‚Schnell Runde‘ Zeiten hochladen und diese von anderen Spielern unterbieten lassen. Natürlich könnt ihr von der Community auch selbst herausgefordert werden.

Grafisch ist WipEout 2048 eine der ersten großen Highlights auf der PS Vita, das bereits jetzt unglaublich schöne Visuals bietet. Zwar reicht das Spiel nicht an den großen HD-Bruder heran und teilweise wirken die Strecken etwas plastisch, dafür protzt das Spiel nur so mit Detailreichtum und Effekten im Eifer des Renngefechts. Hinzu kommt eines der schönsten Touch-Screen Menüs, die man bisher in einem Spiel gesehen hat und das mit seinen Animationen an fortschrittlichste Technik in seinen Händen erinnert.

Soundtechnisch kann WipEout 2048 ebenfalls wieder überzeugen. Neben den gewohnten Techno- und Trance-Sounds, welche die Rennen unterlegen, gibt es diesmal eine komplette Sprachausgabe bei der Beschreibung der Teams, Soundeffekte, die beim Boosten an die Gleiter von Star Wars erinnern, sowie stylische Menüsounds. An optimalen Kopfhörer mit kräftigem und klarem Sound sollte man bei WipEout 2048 daher nicht sparen.

TEST: WipEout 2048 auf PS Vita
„WipEout 2048 überzeugt diesmal vor allem mit neuen und Innovativen Features, die frischen Wind in die Serie bringen. Komplett neue Strecken, Teams, Spielmodi, Cross-Play und Community-Features sorgen zumindest in der Hinsicht für Abwechslung. Was den Umfang und Inhalt angeht, reicht es bei Weitem nicht an den großen PS3-Ableger WipEout HD heran und die Ladezeiten sind ebenfalls jenseits von dem, was sich normalerweise ertragen lässt. Diese lassen sich bei Bedarf ein wenig mit dem Durchblättern von Bestzeiten oder den Rennbeschränkungen überbrücken. Für einen Launch Titel legt WipEout 2048 die Messlatte auf jeden Fall schon recht hoch und Fans sollten sich den Titel nicht entgehen lassen, vor allem dann nicht, wenn man einmal die genialsten Soundeffekte in einem Rennspiel erleben möchte.“
8.5
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