Owlcat Games öffnet ab heute die Schotten der Pinkwater Station in „The Expanse: Osiris Reborn“ für Founder und gibt damit den ersten spielbaren Einblick in das ehrgeizige Action-RPG. Wer die Collector’s Edition oder das Miller’s Pack besitzt, kann die Mechaniken rund um Schwerelosigkeit und Team-Management ab sofort auf PC und Current-Gen-Konsolen testen.
Der Start der Closed Beta von „The Expanse: Osiris Reborn“ markiert den ersten großen Meilenstein für das Projekt, das die komplexe Welt von James S.A. Corey in ein dynamisches Third-Person-Erlebnis übersetzen will. Während der Release erst für das Frühjahr 2027 geplant ist, dient diese Testphase vor allem der Feinabstimmung des Kampfsystems und der Charakter-Interaktionen.
Zwischen Gürtel und Erde
Spieler steuern einen Überlebenden der Eros-Katastrophe und müssen sich als Angestellte von Pinkwater Security behaupten. In der Beta stehen zwei Hintergründe zur Auswahl: Erde oder Gürtel. Diese Entscheidung ist in der Welt von The Expanse traditionell mehr als nur Kosmetik, da sie Dialoge und die Wahrnehmung durch NPCs massiv beeinflusst.
- Klassen-Fokus: Hacker oder Offizier stehen als Spezialisierungen bereit.
- Begleiter-System: Mit Charakteren wie dem Mechaniker Zafar wird das für Owlcat typische Party-Management eingeführt.
- Schauplatz: Die Pinkwater Station dient als Hub, auf dem das Leben im All – inklusive politischer Spannungen zwischen Söldnern und Zivilisten – simuliert wird.
Bisher kannte man Owlcat Games vor allem für ihre tiefgreifenden, eher klassischen CRPGs wie Pathfinder oder Rogue Trader. Der Wechsel zu einem story-getriebenen Action-RPG mit Fokus auf Echtzeit-Kämpfe in der Third-Person-Perspektive ist ein aufregender Schritt. Besonders spannend wird hier die Umsetzung der Schwerelosigkeit. Wenn die Kämpfe die vertikale Freiheit des Weltraums nicht nur als Kulisse nutzen, sondern aktiv in die Taktik einbinden, könnte sich das Spiel deutlich von Genre-Größen wie Mass Effect abheben.
Dass die Beta ausschließlich für PS5, Xbox Series X|S und Steam verfügbar ist, unterstreicht den technischen Anspruch. Owlcat weist explizit darauf hin, dass es sich um einen „Work in Progress“-Zustand handelt – Feedback zum Balancing der Spezialisierungen dürfte also eine zentrale Rolle spielen.
Ambitioniertes Experiment
Die Entscheidung, eine eigene Geschichte abseits der bekannten Crew der Rocinante zu erzählen, ist klug. Sie gibt den Entwicklern die nötige Freiheit, ohne ständig mit der TV-Vorlage kollidieren zu müssen. Der Fokus auf Entscheidungen und Konsequenzen passt perfekt zur Vorlage, in der moralische Grauzonen den Ton angeben.
Ob das Action-Gameplay mit der gewohnten Schreibqualität der Entwickler mithalten kann, muss sich in der Beta erst noch beweisen. Das Potenzial für eines der bisher besten Spiele im Expanse-Franchise ist jedoch definitiv vorhanden.
