The Game Awards 2025: Die größten Überraschungen & stärksten Trailer im Überblick

Die The Game Awards 2025 lieferten große Ankündigungen, neue Trailer und echte Überraschungen. Die wichtigsten Highlights kompakt zusammengefasst.

Mark Tomson
Als Inhaber und Managing Director von PlayFront.de prägt Mark Tomson die Vision einer unabhängigen Berichterstattung über die Welt von PlayStation. Sein journalistischer Schwerpunkt liegt auf technischen...

Wenn die The Game Awards eines jedes Jahr aufs Neue schaffen, dann, die Release-Landschaft innerhalb weniger Stunden komplett umzupflügen. 2025 war keine Ausnahme. Die Show war vollgepackt mit Neuankündigungen, Comebacks großer Marken und Trailern, die mehr Fragen aufwerfen als sie beantworten. Hier sind die wichtigsten Highlights im Überblick!

Neues Futter für Strategen, Rollenspieler und Sci-Fi-Fans

Der Abend offenbarte direkt einen Hammer: Total War: Warhammer 40K. Creative Assembly bricht erstmals aus dem Fantasy-Setting aus und setzt den Fuß in Games Workshops düsteres 41. Jahrtausend. Der Trailer zeigte Space Marines, Orks und Chaos-Fraktionen in Massenschlachten, die eher nach Militärdoktrin als nach klassischem Fantasy-Chaos aussehen. Ein mutiger Schritt, aber genau der richtige, um die Reihe endlich weiterzuentwickeln.

Nicht weniger spannend: Larian Studios kündigte Divinity an, ein neues Kapitel im Rivellon-Universum, das nach Baldur’s Gate 3 definitiv Erwartungen mitbringt. Der Trailer bleibt vage, deutet aber an, dass Larian wieder auf komplexe Systeme, starkes Storytelling und hohe Entscheidungsfreiheit setzt. Hier ist alles Spekulation, aber Larian hat die Glaubwürdigkeit auf seiner Seite.

ONTOS, der nächste Schritt von Frictional Games, schlägt dagegen eine andere Richtung ein: ein Sci-Fi-Mystery-Thriller, der stärker auf Atmosphäre und psychologischen Druck als auf Jumpscares setzt. Der Trailer zeigt wenig, aber genug, um klarzumachen, dass Frictional ihrem Stil treu bleibt.

Saros kommt später, Lara dafür im Doppelpack

Zwischen all den großen Trailern wirkte die Verschiebung von SAROS fast überraschend nüchtern, doch Housemarque nutzte die Bühne clever: Statt sich für das neue Datum zu entschuldigen, zeigten sie frisches Gameplay. Das „Bullet-Ballet“, das sie versprechen, ist keine Marketingfloskel. Die Kombination aus präzisen Dashs, radialen Gegnermustern und einem audiovisuellen Stil, der direkt an die besten Arcade-Wurzeln des Studios erinnert, dürfte genau die Sorte Titel werden, bei der man nach fünf Minuten im Flow steckt. Verzögerungen nerven, aber hier sieht man, wofür sie gut sind.

Wesentlich geradliniger war der Auftritt von Tomb Raider: Catalyst. Lara Croft wirkt entschlossener, geerdeter und deutlich weniger überstilisiert als in manchen früheren Reboots. Dazu erzählte der Trailer mit „Tomb Raider Legacy of Atlantis“ erstmals von einem Reboot des ersten Teils, was klar zeigt: Crystal Dynamics baut langfristig. Gamer müssen allerdings abwarten, wie viel davon echtes Gameplay war und wie viel Regiearbeit. Immerhin: Die Richtung stimmt.

Exodus und 4:LOOP setzen eigene Akzente

Archetype Entertainment zeigte mit Exodus erneut, wie viel Fokus sie auf Charaktere legen. Jun Aslan steht im Mittelpunkt, aber der Trailer machte deutlich, dass die Sci-Fi-Welt nicht bloß Kulisse ist. Der Mix aus Schrottsammler-Alltag, politischer Eskalation und großem Space-Drama könnte spannend werden, sofern das Team die Balance zwischen persönlicher Story und offener Spielstruktur hinbekommt.

Komplett aus dem Rahmen fiel hingegen 4:LOOP, der neue Koop-Shooter von Bad Robot Games und Mike Booth. Die Idee, Scheitern als zentralen Gameplay-Loop zu nutzen, ist riskant, aber erfrischend. Der Trailer zeigte taktische Teamabläufe, die nach Planung verlangen, statt nur nach schnellen Reflexen. Könnte der Überraschungshit werden, oder im schlimmsten Fall zu nischig. Hier ist alles offen.

Action-Feuerwerk: Von Blade-Showcases bis Bond-Comeback

Action-Fans hatten 2025 wenig Zeit zum Durchatmen. Phantom Blade Zero meldete sich mit einem neuen Trailer zurück, inklusive Releasetermin. Die Mischung aus Souls-Tempo und stylisierten Klingen-Duellen wirkt weiterhin absurd poliert. Ob das Gameplay am Ende hält, was der Look verspricht, muss man abwarten.

Ebenfalls stark vertreten: Lords of the Fallen II, das erstmals echtes Gameplay zeigte. Der Fokus liegt klar auf härteren Konfrontationen, weniger Effekthascherei und mehr Lesbarkeit in den Kämpfen. Gut so, die Reihe braucht Substanz, keine Lichtershow.

Zu den größten Überraschungen gehörte sicher 007 First Light, das Lenny Kravitz als Bond-Antagonist präsentiert. Stilistisch wirkt das Ganze ungewohnt rockig, aber der Trailer setzt interessante Akzente und zeigt erstmals echte Storybeats. Und ja: John Carpenter’s Toxic Commando bekam endlich ein Datum. Ein 80s-Horrorshooter im Koop-Gewand, der hoffentlich mehr ist als ein nostalgisches Zitate-Buffet.

Große Marken, neue Kapitel: Star Wars, Capcom und Remedy melden sich zurück

Star Wars war gleich doppelt vertreten: Zum einen mit Star Wars: Galactic Racer, das offensichtlich Podracer-Energie in die Neuzeit holt, zum anderen mit Star Wars: Fate of the Old Republic, das eine neue Ära eröffnet. Beides sieht solide aus, aber bis man echtes Gameplay sieht, bleibt Zurückhaltung angebracht.

Capcom zeigte einen neuen Trailer zu Resident Evil 9 Requiem, erstmals mit Leon im Mittelpunkt. Viel Stil, viel Atmosphäre, wenig echte Infos. Typisch Capcom. Dazu kam Pragmata, das nach langer Funkstille ein finales Releasefenster bekam und sogar eine Demo angekündigt hat. Klang zunächst unwahrscheinlich, aber Capcom scheint das Projekt tatsächlich durchzuziehen.

Deutlich weiter ist Control Resonant, das Remedy als nächsten Schritt im Faden-Kosmos präsentiert. Manhattan als Schauplatz öffnet narrative Türen, die im ersten Teil nur angedeutet wurden. Gleichzeitig bleibt unklar, wie stark die Verbindung zu Jesse Faden sein wird. Fakt ist: Remedy weiß, wie man Erwartungen schürt, ohne zu viel zu verraten.

Ein Abend voller Signale – und nicht alle sind eindeutig

Die The Game Awards 2025 waren weniger bombastisch als in manchen Jahren, aber dafür ehrlicher in ihren Ankündigungen. Viele Trailer zeigten echtes Gameplay statt Renderfantasien. Einige Titel wirken noch zu vage, andere scheinen jetzt schon gesetzt. Vor allem aber war es ein Abend, der zeigt, wie breit die Branche 2026 aufgestellt ist – von düsterer Sci-Fi über knallharte Action bis hin zu Strategie-Schlachten im 41. Jahrtausend. Die kommenden Jahre bleiben spannend.

Wer an diesem Abend die meisten Awards in welchen Kategorien abgeräumt hat, haben wir in diesem Beitrag zusammengefasst.

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