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The Order 1886: Wie ein ambitioniertes Steampunk-Epos an der Realität zerschellte

Die geplante Fortsetzung von The Order: 1886 versprach größere Kämpfe und Multiplayer-Features – und verschwand dann in der Versenkung. Das ist ihre Geschichte.

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Mark Tomson
Managing Director von PlayFront. Mark Tomson prägt die Vision einer unabhängigen PlayStation-Berichterstattung. Sein Fokus: Technische Analysen, Hardware-Evolution und die strategische Einordnung der Gaming-Industrie. Er steht für...

The Order: 1886 war 2015 der Inbegriff cineastischer Ambition. Ein düsteres, alternatives London, halb viktorianisch, halb Tesla-Fiebertraum, verpackt in bombastischer Optik – aber mit spielerischer Magerkost. Während die Optik Kritiker begeisterte, konnte das Gameplay nicht mithalten. Zu linear, zu kurz, zu wenig Wiederspielwert – so lauteten die Hauptvorwürfe. Doch was viele nicht wissen: Eine Fortsetzung war längst in Arbeit. Und diese hätte alles anders gemacht.

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Creative Director Ru Weerasuriya bestätigte in einem VGC Interview mit Julien Chieze, dass bereits ein umfangreicher Pitch für die Fortsetzung existierte. Die Rede ist von deutlich größeren Schlachten, einem Mehrspielermodus – und gleich zwei Fortsetzungen: The Order: 1891 und The Order: 1899. Während die erste Fortsetzung sich in einer frühen Konzeptphase befand, wurde der dritte Teil nie offiziell angegangen, war aber bereits grob durchdacht. Eine gesamte Trilogie – begraben unter der Asche enttäuschter Erwartungen.

Ein Steampunk-Traum, der nie abheben durfte

Was The Order: 1886 so besonders machte, war nicht nur sein Setting, sondern auch die Vision dahinter. Ready at Dawn, ein Studio mit Wurzeln in Sonys PSP-Zeitalter (Daxter, God of War: Chains of Olympus), wollte mehr als nur ein hübsches Spiel: Sie wollten ein Universum aufbauen. Laut Weerasuriya existieren sogar Ideen für Fortsetzungen im 20. Jahrhundert – weg vom viktorianischen Nebel, hinein in industriellen Fortschritt und globale Konflikte.

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Der geplante Multiplayer-Modus war ursprünglich sogar Teil des ersten Spiels, wurde aber gestrichen – vermutlich aus Zeit- oder Budgetgründen. Für Teil zwei sollte er das Herzstück der neuen Spielerfahrung werden. Es ist also tragisch, dass all das nie Realität wurde. Die gemischten Kritiken zum ersten Teil reichten aus, um das Projekt auf Eis zu legen – dauerhaft.

Andrea Pessino, Mitgründer von Ready at Dawn, hatte die Absage bereits früher thematisiert. Nach The Order 1886 wandte sich das Studio der VR-Entwicklung zu, feierte Erfolge mit Lone Echo – und wurde 2020 von Oculus-Mutter Meta übernommen, aber später geschlossen.

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Ein Fall für die Geschichtsbücher?

Rückblickend bleibt The Order: 1886 ein Fall von übertriebener Erwartung und kreativer Ungeduld. Wäre man bei Sony mutiger gewesen, hätte man die Trilogie womöglich doch verwirklicht – inklusive größerer Kämpfe, Multiplayer-Feuerwerk und einer Story, die weit über 1886 hinausgeht. Stattdessen bleibt das Spiel ein faszinierender Eintrag in der Liste der „Was hätte sein können“-Titel der PlayStation-Geschichte.

Ob jemals jemand den Staub von dieser IP bläst? Wahrscheinlich nicht. Aber in den dunklen Gassen dieses alternativen Londons flackert zumindest noch die Erinnerung an etwas Größeres – an das Spiel, das wir nie bekommen haben.

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Mario Pansky
28. Mai 2025 13:14

War richtig gut. Schade dass kein Teil zwei rausgekommen ist

Andreas Körber
28. Mai 2025 16:02

Ich fand es auch Klasse! Die Story war super erzählt. Wundert mich das nie eine Fortsetzung kam.

Frank Müller
29. Mai 2025 18:55

Ja war ganz ok aber gameplay und so war eher fad

Ma Tze
29. Mai 2025 19:04

The Order hatte echt Potential. Stattdessen werden hunderte Millionen in sinnlose Spiele gepumpt Concord usw.

DerWahreHansWurst
29. Mai 2025 08:55

das spiel war verdammt geil und ich würe lieber 1000 solcher spiele spielen als den ganzen third person drama quatsch wie last of us etc…

die tests waren da auch einfach lächerlich. ich weiß noch, wie eine bestimmte testerin einen großen magazins dem spiel angekreidet hat, dass man nicht wüsste, wann es sich um gameplay und wann um zwischensequenz handelt.

dann kam später god of war und miteinmal war das alles ok und total innovativ.

wie ein fähnchen im wind.

the order wurde massiv unrecht getan und das spiel hatte ein richtung aufgzeigt, wie für playstation besser gewesen als das, wo wir jetzt angekommen sind.

aber wenn alle so blöd sind und es nicht kaufen + die presse einfach unfair wertet, muss man sich nicht wundern.

hauptsache heute bekommt jedes drecksspiel die top wertung und ist der mega hit… ist klar.

Crydog
28. Mai 2025 17:38

Habe mir damals es zum launch gekauft,ich empfand es auch als zu kurz und es keinen wiederspielwert hatte. Wenn schon kein multiplayer dann hätte man auch so ein kleinen skill tree machen können wie bei last of us part 1. Oder preis runter damals hat das spiel 70€ gekostet wenn man überlegt wie günstig claire obscure ist und wieviel Inhalte man bekommt. Ich weiss kann man schlecht vergleichen aber ist ja kein Wunder wenn das spiel flopt

DerWahreHansWurst
29. Mai 2025 08:56
Reply to  Crydog

was mich so ärgert. super massive macht quasi das selbe seit der ps4 generation und wird dabei anscheinend immer schlechter, aber macht immer weiter.

the order war sau geil, sah hammer aus, setting war grandios, story war cool… einfach ein geiles spiel, aber da gehts dann nicht weiter.

Crydog
29. Mai 2025 15:57

Ja vorallem das setting mit den…..ah will nicht spoilern leute die es gespielt haben wissen bescheid aber das setting war einzigartig. Dem spiel hat einfach etwas mehr Tiefe gefehlt,zwar keine open wolrd aber einfach simples Fortschritt System. Und ja 32|9 Format war bzw ist immernoch ätzend vom dem spiel würde ich mir eine remaster version wünschen mit vollbild und 60fps Support und vielleicht ein horde/mercenaries modus in co op.
Das hätte was

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