Das britische Publisher Kwalee und das Indie-Studio Fallen Tree Games haben angekündigt, dass noch diese Woche ein größeres Update für The Precinct erscheint. Das neon-noir Action-Sandbox-Spiel wird damit kostenlos auf PlayStation 5 und Xbox Series X|S erweitert. Die beiden wichtigsten Neuerungen sind der Solo-Modus sowie die erweiterte Anpassung von Fahrzeugen und Charakteren, womit der Entwickler auf die vorherige Kritik reagiert.
Solo-Modus: Allein gegen das Verbrechen
Bisher war The Precinct vor allem für den kooperativen Einsatz bekannt, bei dem Spieler gemeinsam im chaotischen Polizeialltag versuchen, Ordnung in die düstere Stadt Averno zu bringen. Der neue Solo-Modus ändert das grundlegend: Spieler sind nun komplett auf sich allein gestellt, ohne Partner oder Backup. Das bietet einerseits eine andere, direktere Spielerfahrung und dürfte vor allem Singleplayer ansprechen, die die Welt von The Precinct ohne Ablenkung erkunden wollen.
Ob der Solo-Modus auch den manchmal als hektisch und wenig präzise kritisierten Gameplay-Stil verbessert, bleibt abzuwarten. In unserem Test wurde gerade die Balance zwischen Action und strategischem Vorgehen bemängelt – und es wird interessant sein, ob dies allein nun besser oder eher noch stärker herausgefordert wird.
Fahrzeuge und Charaktere personalisieren
Neben dem Modus erweitert das Update die kosmetischen Optionen deutlich. Alle sechs Dienstwagen erhalten je fünf neue Designs, von denen sich einige an das Flair der jeweiligen Polizeiwache anlehnen. Dadurch wird das Flottenmanagement etwas lebendiger und visuell abwechslungsreicher. Auch Officer Nick Cordell Jr., die Hauptfigur, bekommt ein Upgrade mit zehn Outfits, acht Hutvarianten und vier Brillenoptionen – mehr Spielraum, um das Aussehen den eigenen Vorlieben anzupassen.
Die kosmetischen Anpassungen sind zwar rein optional, erhöhen aber die Identifikation mit dem eigenen Charakter und der Polizeitruppe. Gerade bei Sandbox-Spielen mit offenem Aufbau können solche Optionen die Langzeitmotivation steigern.
Das Update ist ein Schritt in die richtige Richtung, um The Precinct vielseitiger und individueller zu gestalten. Die neue Solo-Erfahrung dürfte allerdings nur dann dauerhaft überzeugen, wenn die zugrundeliegende Spielmechanik rundläuft und nicht zu sehr vom gewohnten Koop-Erlebnis abweicht. Wie sich das Update im Praxisbetrieb bewährt, bleibt spannend.
Habt ihr schon Erfahrungen mit dem Solo-Modus gemacht? Wie wichtig sind euch kosmetische Anpassungen in einem Action-Sandbox-Spiel? Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare.

