Die Gamescom ist bekannt für Überraschungen, doch Time Takers von MISTIL GAMES stach dieses Jahr besonders heraus. Nicht, weil es einfach „noch ein Battle Royale“ wäre, sondern weil es das Genre an einem ungewöhnlichen Punkt packt: Zeit ist nicht nur ein Timer im Hintergrund, sondern die zentrale Ressource, die über Leben, Tod und Sieg entscheidet.
Mehr als ein typischer Battle Royale
Yongmin Jo, CEO und Director bei MISTIL GAMES, beschreibt Time Takers als Mischung aus Helden-Shooter und Survival-Szenario. Gespielt wird in Dreier-Teams, die aus „Time Travellers“ bestehen – Figuren, die aus völlig unterschiedlichen Epochen stammen. Jeder bringt eigene Fähigkeiten mit, doch entscheidend ist, wie man diese mit Waffen, Items und sogenannten Apps kombiniert.
Der Clou: Alles hängt an der Zeitenergie. Sie dient einerseits als Lebensleiste, andererseits als Währung, um Fähigkeiten freizuschalten oder das eigene Set-up zu verstärken. Jede Entscheidung – Energie sparen oder riskant investieren – verändert den Spielverlauf unmittelbar. Wer also nur auf reines Shooter-Skill setzt, könnte am Ende leer ausgehen, wenn das eigene Team zu ungeduldig mit der Ressource umgeht.
Teamplay beginnt vor dem ersten Schuss
Spannend ist auch, dass Time Takers das Thema Teamwork ungewöhnlich konsequent denkt. Schon bei der Charakter- und Waffenauswahl geht es darum, Synergien zu schaffen. Damit das auch während der Matches spürbar bleibt, gibt es das Link-System. Spieler können Zeitenergie miteinander teilen, sogar Lebenszeit abgeben, um Teamkollegen zu retten.
Das klingt nach einer Mechanik, die stark vom Vertrauen im Squad abhängt. Wer egoistisch spielt, riskiert das Überleben aller. Wer dagegen klug kooperiert, kann deutlich länger durchhalten und sich Vorteile sichern. Damit grenzt sich Time Takers von den starren Rollen anderer Team-Shooter ab, ohne die strategische Tiefe aufzugeben.
Ein Spiel über Risiko, Belohnung und Erinnerungen
Mit der Unreal Engine 5 im Hintergrund verspricht das Spiel nicht nur moderne Technik mit Motion Capture und hochwertigen Animationen, sondern auch dynamische Gefechte, die sich jedes Mal anders anfühlen sollen. Gerade die Möglichkeit, Builds während des Spiels flexibel zu ändern, könnte dafür sorgen, dass kein Match dem anderen gleicht.
Ob das Konzept wirklich aufgeht, bleibt abzuwarten. Battle Royales gibt es viele, und auch Helden-Shooter sind längst keine Seltenheit mehr. Doch die Idee, Zeit als zentrales Spielelement zu nutzen, ist frisch – und wenn MISTIL GAMES es schafft, den Balance-Akt zwischen Risiko und Belohnung spannend zu halten, könnte hier tatsächlich ein Titel entstehen, der länger in Erinnerung bleibt.
Time Takers erscheint 2026 weltweit für PC und Konsolen.

