Es sollte ein kleiner, aber feiner Nostalgie-Release für PlayStation-Fans werden: Tomb Raider Anniversary, das Remake des allerersten Abenteuers von Lara Croft, sollte am 18. Oktober für PS4 und PS5 erscheinen. Doch drei Tage vor dem Termin ist plötzlich alles anders, der Release wurde stillschweigend auf den 18. November verschoben. Keine Pressemitteilung, kein offizielles Statement. Nur eine geänderte Datumsangabe im PlayStation Store verrät, dass sich etwas verschoben hat.
Für viele Spieler kam das unerwartet, schließlich handelt es sich hier nicht um ein neues Spiel, sondern um eine emulierte PS2-Version. Umso merkwürdiger, dass der Titel erst so kurzfristig von der digitalen Bühne verschwindet.
Eine seltsam stille Verzögerung
Dass ein Spiel kurz vor Release verschoben wird, ist nicht ungewöhnlich, aber dass dies ohne jedes Wort geschieht, schon. Gerade bei einem Franchise wie Tomb Raider, das auf eine jahrzehntelange Fanbasis bauen kann, ist Transparenz eigentlich Standard. Stattdessen herrscht Funkstille bei Crystal Dynamics, was Raum für Spekulationen lässt: Handelt es sich um technische Probleme mit der Emulation? Oder hat Sony das Datum vorsorglich angepasst, um letzte Tests abzuwarten?
Tomb Raider Anniversary ist bisher nie auf PS4 oder PS5 erschienen. Damit wäre der Release nicht nur ein nostalgischer Rückblick, sondern auch die erste Möglichkeit, das 2007er Remake auf moderner Hardware zu erleben, ohne Umwege über alte Konsolen oder den PC.
Zwischen Vergangenheit und Zukunft
Für Fans, die seit Shadow of the Tomb Raider (2018) auf ein neues Abenteuer warten, ist diese Mini-Verschiebung zwar kein Weltuntergang, aber symptomatisch. Die Reihe steckt fest zwischen Vergangenheit und Zukunft: Das neue Tomb Raider soll laut Berichten bei der Entwicklung mit Problemen kämpfen, während Neuveröffentlichungen wie diese den Durst nach frischem Content kaum stillen können.
Vielleicht ist Tomb Raider Anniversary also mehr als nur ein Lückenfüller, ein Testlauf, um das Interesse an klassischen Abenteuern wiederzubeleben. Oder einfach ein weiteres Beispiel dafür, wie schwer es selbst Kultserien heutzutage haben, sich im Remake-Dschungel zu behaupten.
Was denkt ihr: Ist die Verschiebung nur ein technischer Zufall oder steckt mehr dahinter?


