Juni ist traditionell der Monat der großen Gaming-Enthüllungen – und Ubisoft war bisher fast immer ein fester Bestandteil dieser Phase. Ob als physisches Event oder digitaler Livestream: Die Ubisoft Forward war in den vergangenen Jahren eine Plattform für neue Titel, frische Trailer und langfristige Updates. Doch 2025 bricht der Publisher mit dieser Routine. Ein Sprecher bestätigte gegenüber Stephen Totilo von Game File, dass dieses Jahr keine eigene Ubisoft Forward-Show stattfinden wird.
Stattdessen verlagert Ubisoft seine Präsenz auf andere Events: So wird der Publisher bei IGN Live (7.–8. Juni) und der PC Gaming Show (8. Juni) vertreten sein. Auch ein Auftritt bei der Gamescom im August ist fest eingeplant. Eine Begründung für den Rückzug vom eigenen Format blieb vage: Man wolle weiterhin Wege prüfen, Updates zu teilen, und freue sich auf einen späteren Zeitpunkt mit mehr Informationen.
Assassin’s Creed und Co.
Das größte Thema in Ubisoft-Kreisen ist derzeit ohne Frage Assassin’s Creed Shadows, das weiterhin mit Updates und neuen Inhalten unterstützt wird. Bisher ist nur bekannt, dass ein Update im September geplant ist – das könnte nun im Rahmen der PC Gaming Show vorgestellt werden und die erste Erweiterung Claws of Iwaji umfassen. Assassin’s Creed Shadows soll immerhin zwei Jahre lang unterstützt werden, inklusive eines Koop-Modus im Jahr 2026. Ubisoft hat diese Pläne bislang jedoch nur grob umschrieben.
Neben dem neuen Assassin’s Creed arbeitet Ubisoft auch an mehreren anderen Titeln, die bis Ende März 2026 erscheinen sollen. Dazu gehören das lang erwartete Prince of Persia: The Sands of Time Remake, das Strategiespiel Anno 117: Pax Romana, sowie einige mobile Ableger. Wild spekuliert wird außerdem über das Remake zu Assassin’s Creed Black Flag. Ob und wann diese Titel öffentlich gezeigt werden, bleibt offen – denkbar sind kleinere Events oder Einzelankündigungen, wie sie Ubisoft in den letzten Jahren vermehrt genutzt hat.
Weniger Bühne, weniger Output?
Die Entscheidung, auf eine eigene Show zu verzichten, wirft Fragen auf. Brancheninsider spekulieren, dass der Publisher seine Kräfte bündelt – sei es aus Kostengründen oder wegen eines vergleichsweise schlanken Line-ups für den Rest des Jahres. Dass große Überraschungen oder neue Marken fehlen, könnte also auch strategisch motiviert sein. Zumindest kurzfristig dürfte Ubisoft den Fokus auf wenige, dafür größere Titel legen – was zu den aktuellen Marktbedingungen passt.