Ubisoft kündigt großen Reset an: Spiel-Streichungen, Studio-Schließungen und neue Struktur

Niklas Author 2026
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Niklas Bender
Editor-in-Chief bei PlayFront und Spezialist für kritische Analysen. Niklas Bender steht für eine klare redaktionelle Kante und furchtlosen Journalismus. Sein Fokus: die Dekonstruktion von PR‑Floskeln. Er...
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Ubisoft kündigt einen radikalen Neustart an: Spiele gestrichen, Studios geschlossen, Releases verschoben. Was der Reset bedeutet – und was jetzt folgt.

Ubisoft hat einen tiefgreifenden Neustart angekündigt. Sechs Spiele wurden eingestellt, sieben Titel verschoben und zwei Studios geschlossen. Der französische Publisher reagiert damit auf mehrere wirtschaftlich und kreativ schwierige Jahre und strukturiert sich grundlegend neu.

Ubisoft setzt zum großen Reset an

Der Schritt kommt nicht aus dem Nichts. Ubisoft spricht selbst von einem „major company reset“, der seit rund einem Jahr vorbereitet wurde. Ziel sei es, die kreative Schlagkraft zurückzugewinnen und nach zuletzt enttäuschenden Releases sowie stark gefallenen Aktienkursen wieder Stabilität herzustellen. Erst kürzlich hatte der Konzern einen Minderheitsanteil an Tencent verkauft, was die ernste Lage unterstreicht.

Konkret bedeutet der Reset harte Einschnitte: Sechs Projekte wurden komplett gestrichen, darunter das jahrelang verschobene Remake von Prince of Persia: The Sands of Time. Laut Ubisoft erfüllten diese Titel nicht die neuen, „erhöhten Qualitätsansprüche“. Neben dem Remake traf es ein Mobile-Spiel sowie vier bislang unangekündigte Projekte, davon drei neue Marken.

Zusätzlich verschiebt Ubisoft sieben weitere Spiele, um mehr Entwicklungszeit zu schaffen. Ein Titel, der ursprünglich noch vor April 2026 erscheinen sollte, rutscht nun ins Geschäftsjahr 2026/27. Namen nennt der Publisher nicht, was in solchen Fällen meist mehr sagt als jede Liste.

Studioschließungen und Sparkurs

Im Zuge der Neuausrichtung schließt Ubisoft zwei Studios: Halifax und Stockholm. Diese Entscheidungen waren bereits angekündigt, fügen sich nun aber in ein größeres Bild ein. Zudem prüft das Unternehmen den Verkauf weiterer „Assets“, ohne ins Detail zu gehen.

Parallel dazu wird der Sparkurs verschärft. Ubisoft will seine Fixkosten in den kommenden zwei Jahren um weitere 200 Millionen Euro senken. Wie viele Arbeitsplätze davon konkret betroffen sind, bleibt offen. Finanzchef Frederick Duguet spricht davon, dass einige Mitarbeitende auf andere Projekte wechseln könnten, andere das Unternehmen jedoch verlassen werden. Eine Formulierung, die in der Branche leider vertraut klingt.

In Zahlen sieht dies wie folgt aus:

FY 2025/26:

  • Net Bookings nur noch ca. 1,5 Mrd. €
  • Non-IFRS EBIT: rund –1 Mrd. €
  • Free Cash Flow: –400 bis –500 Mio. €
  • Einmalige Abschreibungen von ca. 650 Mio. € durch direkte Abschreibungen

Fünf Creative Houses statt zentraler Steuerung

Kern der neuen Struktur sind fünf sogenannte „Creative Houses“. Diese sollen eigenständig agieren und jeweils klar definierte Genres und Marken verantworten, von der Entwicklung über das Publishing bis zur wirtschaftlichen Verantwortung.

Bereits bekannt war Vantage Studios, an dem Tencent beteiligt ist. Dieses Creative House betreut unter anderem Assassin’s Creed, Far Cry und Rainbow Six. Neu hinzu kommen:

  • CH2 für kompetitive und kooperative Shooter wie The Division, Ghost Recon und Splinter Cell.
  • CH3 für ausgewählte Live-Service-Titel wie For Honor, The Crew oder Skull & Bones.
  • CH4 mit Fokus auf Fantasy und erzählerische Marken wie Anno, Rayman, Prince of Persia und Beyond Good & Evil.
  • CH5 für Casual- und Family-Games, darunter Just Dance, Uno und Hasbro-Lizenzen.

Ergänzt wird das Modell durch ein konzernweites „Creative Network“ für Know-how-Transfer und Co-Entwicklung sowie zentrale Core Services für Technik, QA und Lokalisierung. Mitarbeitende sollen künftig wieder überwiegend im Büro arbeiten, Homeoffice bleibt nur eingeschränkt möglich.

Radikal, aber nicht einzigartig

Solche Umbrüche sind in der AAA-Branche kein Einzelfall mehr. Steigende Entwicklungskosten, längere Produktionszeiten und ein immer selektiveres Publikum zwingen große Publisher zu klareren Prioritäten. Ubisoft folgt damit einem Trend zur stärkeren Dezentralisierung, ähnlich wie andere Konzerne, die Verantwortung näher an Marken und Teams rücken wollen.

Ob das Modell aufgeht, hängt weniger von Organigrammen als von den Spielen selbst ab. Marketingbegriffe wie „Creative Leadership“ ersetzen keine überzeugenden Releases, das weiß man auch in Paris.

Kurzfristig wird der Reset Ubisofts Zahlen belasten, vor allem in den Geschäftsjahren 2026 und 2027. Langfristig soll die neue Struktur jedoch für klarere Entscheidungen, höhere Qualität und nachhaltiges Wachstum sorgen.

Für Spieler bedeutet das vermutlich weniger Releases und mehr Verschiebungen, aber hoffentlich auch weniger halbfertige Experimente. Ob Ubisoft damit tatsächlich zu alter Stärke zurückfindet, wird sich nicht in Präsentationen zeigen, sondern auf dem Bildschirm.

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11 Comments
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Weedyconzales
24. Januar 2026 12:18

Go woke, go broke. Völlig verdient. Die Mitarbeiter bei Ubiwoke waren und sind voll dabei und werden jetzt massenhaft entlassen. Hahahaha ich lach mich schlapp, Vollidioten.
Vollgas Richtung Regenbogen, wir nehmen jeden Eisberg mit!
Hoffentlich sind die bald weg. Gab schon lange nix mehr gutes von Wokisoft, seit Odyssey nur noch Müll. Valhalla war gut aber künstlich in die Länge gezogen.

Woke Sozialisten haben immer nur das Geld der Anderen. Der Markt beweist es immer wieder.

Phil Jay Falcon
23. Januar 2026 21:07

Na, wen wundert’s?
Die sollten mal realisieren, dass sie ihre Studios nur deswegen schließen müssen, weil sich ihre Spiele aufgrund ihrer politisch voreingenommenen Inhalte nicht mehr verkaufen. Hat man doch spätestens ab AC Shadows gesehen, das inhaltlich absolut nichts Neues mehr bot und natürlich von woker Propaganda geprägt war. Da muss man sich nicht wundern.

Crydog
21. Januar 2026 23:04

„Die Definition des Wahnsinns ist, wenn man immer das selbe tut aber immer ein andere Ergebnis erwartet“

OmniGamer
22. Januar 2026 07:02
Reply to  Crydog

Capcom auch wahnsinnig dann, oder?
Schon 9x ein Hauptspiel dasselbe Spiel immer wieder entwickeln seit dem 30
Jahren entwickeln, du wirst sicherlich Requiem deswegen meiden, weil du ein Mann mit Prinzipien bist und zu deinen Worten stehst und nicht einfach so Phrasen ohne Sinn raushaust.

Crydog
22. Januar 2026 07:04
Reply to  OmniGamer

Naja bei capcom stimmt die technische Qualität in vergleich zu ubisoft spielen

Crydog
22. Januar 2026 07:40
Reply to  OmniGamer

Außerdem ubsioft ist ein wenig selbst schuld das man in dieser Lage ist.
Hätte man die spiele so enwicklet wie das Fans möchten und nicht für modern audiance würde man besser dastehen ich sagen nur die ganzen L-takes bei ac shadows angefangen von yasuke bis hin zu beleidigen der ganzen Kultur. Dann was soll ich sagen ich bin kein Star wars oder Avatar Fan. Egal welches Tom clancy spiel nehmt für mich ist das alles gleich Militär quatsch. Far cry 4 fand ich gut habs es im spiel plus durch gespielt,far cry 5 war schon langweilig und far cry 6 hat tearring (das heisst technisch probleme) und die anderen teile haben erst jetzt ein 60fps patch bekommen. The Crew spiele ich nicht weil ich keine rennspiele spiele bzw. Noch geld dafür ausgeben. Für mich hat ubisoft nur wegen ac eine dasein Berechtigung weil die anderen titel entweder nicht mein gerne sind oder si schaffen einen nicht emotional abzuholen. Bestes beispiel division tolles setting und geile primise aber warum wieder Militär quatsch ? Das spiel hätte mehr Potential wenn es horror survivor game mit zombies wäre aber dafür fehlt ubisoft die Eier das zu machen. Und selbst ac ist für mich kein 100% kauf mehr nach mirage flop bzw. Andere teile wo das setting einen nicht catscht z.b hexe. Ich sage ja auch nicht das capcom kreativer sei mit sei fortsetzung,remakes mit resi aber diese spiele sind technisch einwandfrei in vergleich zu ac shadows was zwar sauber läuft und gut aussieht aber dann Defizite in der story hat

Crydog
22. Januar 2026 07:40
Reply to  Crydog

Oder ganz nicht unwichtige sachen wie gesicht mimiken in zwischensequnzen

Crydog
22. Januar 2026 08:01
Reply to  OmniGamer

Das problem ist das ubisoft sich selbst im weg steht das wollte eigentlich nur sagen das nicht darauf bezogen das man zig ac oder far cry teile nach einer macht sondern man innerhalb der IPs sich nicht traut neu wegen zu gehen das kann man von capcom nicht behaupten siehe dir alleine resi wieviele es verschidene teile es gibt Action,horror,co op,ego/third/cinematische Perspektive. Street fighter das selbe von einen 2D comic grafik still kampspiel zu einem semi 3D Kampfspiel gewandelt was locker mit tekken8 und vf6 mithalten kann. Dmc 5 ist peak Konkurrenz los in diesem gerne da kommt selbst gow ragnarok nicht heran. Oder zeig mir so invonatives Konzept wie pragmata,was die ausgelutscht third Person shooter Mechanik komplett neu denkt. Onimusha wird mit ganzen japan setting spielen den boden aufwischen. Also zu behaupten das capcom 30 jahrelang immer das selbe tut ist quatsch. Wenn ubisoft nicht selbst dran schuld ist an ihre Lage wer dann,wir die spieler? Wer erzählt den ganzen Tag von quadro triple A spielen oder blockchain gedöns? Bestimmt nicht wir die spieler

OmniGamer
23. Januar 2026 08:23
Reply to  Crydog

Naja bei capcom stimmt die technische Qualität in vergleich zu ubisoft spielen.

Nach diesem Satz habe ich aufgehört zu lesen, deine 2x langen Posts habe ich und werde ich nicht lesen weil sorry aber 0 Ahnung.

Avatar frontiers of pandora ist grafisch eines der schönsten, detailliertesten Spiele, die auch noch super läuft ä, Weil es deren eigene Engine snowfall ist/ kein UE5. Und bei Release keine bugs. Und die haben noch ne 2te eigene Engine, worunter shadows läuft.
Also man kann Ubisoft ruhig halten, gibt genug Gründe aber sicherlich nicht für die Twchnik.

Bitte denk erst nach bevor du schreibst, weil egal wieviel du schreibst und wie oft, irgendwann hören die Leute auf dich zu lesen, wegen dem ganzen Schwachsinn.

pray
23. Januar 2026 14:26
Reply to  OmniGamer

ist das dein ernst? Resident Evil hat sich extrem verändert, experimentiert und es gibt quasi (bis auf die Remakes von 2 und 3 mmn) keinen einzigen schlechten Hauptteil. re ist gameplay, horror und Atmosphären technisch mit das beste, was man spielen kann und zwar alle teile.

ubisoft macht gute Spiele, aber ist um welten formelhafter, monotonen und entwickelt sich zurück statt weiter.

Ein asssins creed Unity ist den heutigen teilen im gameplay, der Präsentation, dem flow und der Story meilenweit voraus

Darf man natürlich anders sehen

die Technik finde ich bei capcom gerade oder „nur“ bei spielen wie dragons dogma 2 und monster hunter wilds aber eine absolute frechheit

OmniGamer
23. Januar 2026 18:31
Reply to  pray

Sarkasmus Brust 😉
Ich bin große Resi Fan seit PS1, mochte bis auf Teil 5 alle Teile, sogar Teil 6.
Ich habe jetzt Avatar durchgespielt, sehr cooles und wunderschönes Game, ich mag capcom auch mehr als Ubisoft aber ich werde die nicht für dumme Aussagen wie da stimmt die Technik nicht halten, spiele mal splinter cell Blackcell in 4K mit maximalen Details und es sieht für ein 13 Jahre alters spiel immer noch sehr gut aus.
Schade dass Ubisoft solche Spiele wie Prince of Persia nicht mehr kann, weil die Leute von damals, nicht mehr dort arbeiten. Ubi hat Toptaltalente vergrault/entlassen weil dafür kann ma die haten…..

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