Ubisoft Massive hat offiziell bestätigt, dass Julian Gerighty, langjähriger Executive Producer des gesamten Tom Clancy’s The Division-Franchise, das Studio verlässt und zu Battlefield Studios wechselt. Der Abgang ist personell relevant, soll laut Ubisoft aber keine inhaltlichen Brüche für die Zukunft der Reihe verursachen.
Gerighty war über Jahre eine prägende Figur für The Division. Seit dem ersten Teil 2016 begleitete er die Marke durch Höhen, Kritikphasen und strukturelle Neuausrichtungen. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Reihe von einem ambitionierten Online-Shooter mit Startschwierigkeiten zu einer stabilen Live-Service-Marke mit klarer Identität. The Division 2 steht sinnbildlich dafür: weniger Spektakel, mehr Systematik, und ein deutlich längerer Atem.
Ubisoft Massive und der Abgang eines Architekten
In der offiziellen Mitteilung betont Ubisoft Massive, dass Gerightys Einfluss „tief im Studio verankert“ bleibe. Das ist der erwartbare Tonfall, aber nicht völlig substanzlos. Anders als bei abrupten Abgängen in der Branche verlässt hier kein kreativer Solist das Schiff, sondern ein Producer, der Prozesse, Teams und langfristige Planung mitgeprägt hat. Genau diese Strukturen sollen bestehen bleiben.
Die Botschaft an die Community fällt entsprechend beruhigend aus: Die Kernteams arbeiten weiter an The Division 2, The Division Resurgence, The Division: Survivors und The Division 3. Der Abschiedsgruß „Once an Agent, always an Agent“ ist emotional aufgeladen, und gleichzeitig klassisches Franchise-Vokabular.
Battlefield Studios als nächster Karriereschritt
Der Wechsel zu Battlefield Studios ist ebenfalls kein Zufall. Die Marke Battlefield befindet sich nach mehreren Richtungswechseln in einer Phase der Neuaufstellung. Produzenten mit Live-Service-Erfahrung, langfristiger Content-Planung und Community-Fokus sind dort aktuell besonders gefragt. Gerightys Vita passt exakt in dieses Anforderungsprofil.
Solche Personalbewegungen sind in der Branche üblich, und oft aussagekräftiger als große Ankündigungen. Ubisoft Massive signalisiert Kontinuität, und die Battlefield Studios holen sich erprobte Strukturkompetenz. Für The Division bedeutet dies kein Kurswechsel, sondern Verwaltung eines bestehenden Fundaments.
Kurzfristig ist nicht mit sichtbaren Änderungen zu rechnen. The Division 3 bleibt in Entwicklung, wie kürzlich untermauert, Mobile- und Spin-off-Projekte laufen ebenfalls weiter. Ob Gerightys Handschrift künftig bei Battlefield erkennbar wird, dürfte sich erst mittelfristig zeigen. Für Ubisoft Massive gilt vorerst: Abschied ohne Alarmstufe Rot.

