EA Sports bringt „UFC 6“ am 19. Juni auf den Markt und setzt mit Markerless Capture sowie überarbeiteter Sapien-Technologie alles auf die charakteristischen Eigenheiten der MMA-Stars. Während Alex Pereira das Cover der Standard Edition ziert, übernimmt BMF-Champ Max Holloway die Ultimate Edition einer Simulation, die vor allem durch Physik und Bewegungsmuster überzeugen will.
Die Rückkehr der Einzigartigkeit
„EA Sports UFC 6“ startet mit dem Versprechen, dass sich Kämpfer nicht mehr nur durch ihre Werte, sondern durch ihre tatsächliche DNA unterscheiden. Der Reveal-Trailer zeigt deutlich, worauf der Fokus liegt: „Signature Strikes“ und authentische Bewegungsabläufe.
Dank der neuen Markerless-Capture-Technik sollen Animationen nicht mehr generisch wirken, sondern eins zu eins die Ticks und Rhythmen der Profis spiegeln. Wenn Alex Pereira seinen gefürchteten Linken Haken bringt, soll sich das mechanisch anders anfühlen als ein Standard-Schlag. Das ist ein wichtiger Schritt. Bisher fühlten sich viele Fighter in der Serie trotz unterschiedlicher Stats oft wie Klone mit anderen Skins an.
Neue Ragdoll-Physik und Spielmodi
Besonders spannend wirkt die Ankündigung der Real-Time-Contact-Physik in Verbindung mit einem neuen Ragdoll-System. Die Unberechenbarkeit eines Knockouts soll künftig zurückkehren. In den Vorgängern waren Knockout-Animationen oft geskriptet und wiederholten sich schnell. Wenn die Physik nun in Echtzeit berechnet wird, reagiert der Körper des Gegners direkt auf den Winkel und die Wucht des Einschlags. Abseits des Octagons führen die neuen Modi „Hall of Legends“ und „The Legacy“ eine tiefere Erzählstruktur ein. Es geht offenbar darum, den harten Weg von Hinterhof-Kämpfen bis zum Titel physisch und emotional nachzuerleben.
Der Fokus auf Individualität ist genau das, was die Community seit Jahren fordert. Wenn die Sapien-Technologie hält, was der Trailer verspricht, könnte „UFC 6“ den größten spielerischen Sprung seit dem Wechsel auf die aktuelle Konsolengeneration machen. Skepsis bleibt jedoch beim Bodenkampf – hierzu gab das Material noch wenig preis. Die Schlagkraft und die optische Wucht stimmen jedenfalls.