Uncharted 4: Script-Leak enthüllt Amy Hennigs urspüngliche und radikale Vision

Neues Uncharted 4 Skript-Leak enthüllt Amy Hennigs Vision: Sam Drake als Antagonist, spielbare Piraten-Level und kein Waffeneinsatz in der ersten Spielhälfte.

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Mark Tomson
Managing Director von PlayFront. Mark Tomson prägt die Vision einer unabhängigen PlayStation-Berichterstattung. Sein Fokus: Technische Analysen, Hardware-Evolution und die strategische Einordnung der Gaming-Industrie. Er steht für...

Zehn Jahre nach der Veröffentlichung von „Uncharted 4: A Thief’s“ End enthüllt ein neues Skript-Leak, dass das Spiel unter der ursprünglichen Leitung von Amy Hennig mit Sam Drake als Antagonisten und einem radikalen Verzicht auf Schusswaffen geplant war.

Die nun dokumentierten Details aus der Entwicklungsphase vor dem internen Reboot von 2014 zeigen eine Version des Action-Adventures, die mit fast allen Konventionen der Serie gebrochen hätte. Während die finale Veröffentlichung von 2016 die brüderliche Bindung ins Zentrum rückte, war Samuel Drake im Originalentwurf als verbitterter Gegenspieler konzipiert, der Nathan Drake nach Jahren im Gefängnis mit tiefem Groll gegenüberstand.

Sam Drake als Antagonist und spielbare Piraten-Historie

In Hennigs Vision arbeitete Sam Drake mit Rafe Adler zusammen und schlug seinen Bruder Nathan im Verlauf der Handlung sogar bewusstlos, um ihn auf einer Insel auszusetzen. Die Annäherung der Brüder sollte erst im letzten Drittel der Geschichte erfolgen.

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Technisch noch ambitionierter war ein geplanter spielbarer Rückblick in das Jahr 1695. Spieler hätten hier die Kontrolle über Piratenkapitän Henry Avery auf seinem Schiff, der Fancy, übernommen, inklusive vollständiger Takelage-Mechaniken, Kanonengefechten und Schwertkämpfen. In der finalen Verkaufsversion wurde dieser gesamte Spielabschnitt gestrichen und auf eine reine Referenz in Kapitel 12 reduziert.

Pazifismus-Experiment: Gameplay ohne Schusswaffen

Ein zentraler Aspekt der ursprünglichen Entwicklung war die Reaktion auf die Kritik an Nathan Drakes hoher Opferzahl. Die erste Hälfte des Spiels sollte nahezu vollständig ohne Schusswaffen absolviert werden.

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  • Mechaniken: Fokus auf Stealth, Nahkampf und das Verhören von Gegnern.
  • Ausrüstung: Einführung einer Bola als Wurfwaffe, um Feinde kampfunfähig zu machen, ohne sie zu töten.
  • Klettersystem: Zerstörbare Klettergriffe, bei denen Spieler mit limitierter Spezialmunition eigene Haltepunkte in Wände schießen mussten.

Diese Features fielen in Testläufen jedoch durch, da sie den Spielfluss massiv verlangsamten und als zu kompliziert empfunden wurden.

Gestrichene Schauplätze und übernatürliche Ansätze

Die ursprüngliche Handlung sah zudem eine umfangreiche Raub-Mission in London vor, bei der Charlie Cutter (Uncharted 3) eine tragende Rolle spielte. Gemeinsam mit Nate und Elena plante er einen Überfall auf eine Gala, inklusive Verkleidungen und eines Tanz-Minispiels.

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Aufgrund von Terminüberschneidungen des Schauspielers Graham McTavish wurde dieser Teil nach dem Regiewechsel zu Neil Druckmann und Bruce Straley komplett entfernt. Zudem deuteten frühe Entwürfe auf übernatürliche Elemente wie „Split Gateways“ in Madagaskar hin, was die Serie stärker in der Tradition der ersten drei Teile verankert hätte, bevor man sich für den bodenständigen, charakterzentrierten Fokus von „Uncharted 4: A Thief’s End“ entschied.

Die Enthüllungen belegen den enormen Ressourcenverlust, der mit dem Reboot 2014 einherging. Für Spieler bedeutet dies rückblickend: Uncharted 4 hätte ein spielerisches Experiment werden können, das Stealth und historische Simulation über die gewohnte Action stellt. Der Wechsel zur veröffentlichten Version war eine Entscheidung für erzählerische Sicherheit und gegen mechanisches Risiko.

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4 Comments
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pray
11. Mai 2026 00:07

´´ Spieler hätten hier die Kontrolle über Piratenkapitän Henry Avery auf seinem Schiff, der Fancy, übernommen, inklusive vollständiger Takelage-Mechaniken, Kanonengefechten und Schwertkämpfen. In der finalen Verkaufsversion wurde dieser gesamte Spielabschnitt gestrichen und auf eine reine Referenz in Kapitel 12 reduziert.´´

genau das meine ich seit anscheinend schon 10 jahren?! oh mein gott.. so lange ist es schon her.
man hat 0 phantasie, es ist einfach nur flach… fokus auf drama, prügeln, massen abknallen, stressig und nervig, nicht immersiv oder anspruchsvoll aber manche wollen einem ja erzählen, es wäre die krönung der reihe. die krönung wäre genau DAS gewesen was sie NICHT gemacht haben. wie geil wäre das bitte gewesen?! DAS war eine geniale und kreative Idee <3

´´Ein zentraler Aspekt der ursprünglichen Entwicklung war die Reaktion auf die Kritik an Nathan Drakes hoher Opferzahl. Die erste Hälfte des Spiels sollte nahezu vollständig ohne Schusswaffen absolviert werden.´´

so viel besser als das, was sie im endeffekt drauß gemacht haben… oh mann…

´´Mechaniken: Fokus auf Stealth, Nahkampf und das Verhören von Gegnern.

Ausrüstung: Einführung einer Bola als Wurfwaffe, um Feinde kampfunfähig zu machen, ohne sie zu töten.

Klettersystem: Zerstörbare Klettergriffe, bei denen Spieler mit limitierter Spezialmunition eigene Haltepunkte in Wände schießen mussten´´

klingt so, so gut 🙁

pray
11. Mai 2026 00:13
Reply to  pray

´´ Zudem deuteten frühe Entwürfe auf übernatürliche Elemente wie „Split Gateways“ in Madagaskar hin, was die Serie stärker in der Tradition der ersten drei Teile verankert hätte, bevor man sich für den bodenständigen, charakterzentrierten Fokus von „Uncharted 4 A Thief´s End“ entschied.´´

so so traurig… für mich der tot dieser genialen reihe, die mit lost legacy noch einmal kurz aufgeatmet hat, seitdem gibt es gar nichts mehr und vl ist das auch besser so, wenn man sich naught dog gerade einmal anschaut.

ich sage das seit anscheinend 10 jahren und jetzt kommt stück für stück raus, dass ich damit anscheinend genau richtig lag. diese Anpassung an the last of us, das entfernen der übernatürlichen, paranormalen elemente, der phantasie, der fokus auf langweiliges geprügel und massengeballer, die simple flache effekthascherei…. uncharted 4 ist eine schande für die reihe und durch hype und die gute arbeit der vorgänger, der guten Arbeit von AMY HENNING, mit extrem viel + und Vertrauen im Vorfeld gestartet.

Die Frau hat Uncharted groß gemacht, wurde anscheind weggekelt und dieser **** typ mit seinen **** hat erst uncharted vers4ut, dann seine perversen phantasien bei the last of us ausgelegt und sony hat das als blaupause genommen für so ziemlich alle spiele + open world + live service = modernes playstation

es ist eine schande….. und noch trauriger ist, dass viele menschen so etwas spielen und das abfeiern, gut finden und als ´´erwachsen´´ bezeichnen

Crydog
11. Mai 2026 04:54
Reply to  pray

Drake hat keine zeit er muss den Abwasch erledigen,dann noch Staubsaugen etc.

pray
11. Mai 2026 11:38
Reply to  Crydog

Genau so wirkt es….