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V-Rally 4 auf der gamescom angespielt, unsere Eindrücke

In diesem Jahr kehrt auch die V-Rally Serie zurück, diesmal unter der Flagge von Big Ben Interactive und Kylotonn Games, die den Racer auch auf der gamescom vorgestellt haben. Eine ideale Gelegenheit, einen Blick darauf zu werfen.

Neben ein paar Neuerungen wartet „V-Rally 4“ auch mit ein altbewährten Dingen aus den Vorgänger auf, was die Erwartungshaltung der damaligen Fans an die neueste Ausgabe der Serie natürlich hoch hält. Zunächst konnten wir einen Blick auf einzelnen Spielmodi kurz vorgestellt, darunter V-Rally Cross, Buggy sowie neu dazu gekommen Extreme Khana und Hillclimb bzw. Downhill.

Bei Extreme Khana rast ihr mit Muscle-Cars durch die Weltgeschichte und sollt auf den verschiedenen Strecken eure Drift-Künste gegeneinander messen, wobei es hier das Ziel ist, eine möglichst tolle Show abzuliefern – ohne einen einzigen Fehler zu begehen. Zur Bewältigung dieser Herausforderungen sind daher rundum erfahrene Piloten gefragt, die sämtliche Disziplinen beherrschen.

VR4_Screen_Buggy_2

Mit V-Rally Cross erwartet euch ganz klassisch ein Rennen, in denen bis zu 6 Spieler gegeneinander antreten, während Buggy schon fast selbsterklärend und laut Entwickler auch der leichteste und spaßigste Spielmodus sein wird. Anspruchsvoll wird es bei Hillclimb und Downhill – hier heizen starke Maschinen auf engen Strecken die Berge hoch oder runter. Kleine Hindernisse und enge Kurven fordern das ganze Können des Fahrers und jeder kleine Fehler wird sofort bestraft. Im direkten Duell tritt der Konkurrent dann als Geist auf der Strecke auf, wodurch die Fairness gewahrt werden soll.

Mehr Freiheiten ohne Lizenz

Die totale Gestaltungsfreiheit ergibt sich daraus, dass „V-Rally 4“ kein offizielles Rally-Spiel mit Lizenz der WRC ist. Dadurch wurden rund um den Globus für Rally eher unübliche Locations zum Schauplatz. Optisch machen diese auch schon was her, auch wenn es immer noch Potenzial nach oben gibt. Während die Rennstrecken und das Drumherum doch sehr ansprechend daher kommen, hinkt es etwas in Weitsicht wo Berge, Landschaft & Co. doch recht einfach ausgeschmückt sind.

An den verschiedenen Standorten sind zudem mehrere Routen auswählbar. Gelungen ist ebenfalls die Kombination aus On- und Offroad-Srecken, ebenso die Fahrzeugauswahl, die sich hier sehen lassen lassen. Obendrauf können die Wagen auch individuell vom Fahrer eingestellt werden, womit man auch den bereits fortgeschrittenen Spielern nochmal die Möglichkeit bietet, sich selbst auf ein neues Level zu hieven. Zudem verspricht der Publisher sich beim Fahrverhalten stark an dem Vorgänger orientiert zu haben.

Ein weiterer Pluspunkt: Bei Unfällen werden die Fahrzeuge entsprechend demoliert. Dabei spielt auch die Geschwindigkeit, mit der man zum Beispiel in eine Bande rast, eine Rolle wie stark das Fahrzeug beschädigt wird. Bei solchen Unfällen können dann auch nicht befestigte Poller auch schon mal durch die Gegend fliegen, was der Authentizität durchaus gut steht.

Abschließend ist man noch einmal kurz auf den Onlinemodus eingegangen, in dem bis zu 8 Spieler gegeneinander antreten können. Ebenso wird es einenSplit-Screen Modus für 2 Spieler geben, um ein klassisches Couch-Rennen mit seinen Freunden zu bestreiten. Im Karrieremodus fährt man dann um die Weltmeisterschaft und kann dabei sein eigenes Team, wie z.B. die Mechaniker, zusammenstellen.

Alles in allem ist „V-Rally 4“ eine solide Fortsetzung, der man allerdings etwas mehr zutraut. Der Verzicht auf Lizenzen resultiert hier in erfrischenden Freiheiten, die so wohl kaum möglich werden und die sich letztendlich als großer Pluspunkt erweisen können. Einzig technisch macht man sich noch ein bisschen Sorgen, da gerade Kylotonn Games jetzt zwar kein unerfahrener Entwickler im Racing-Genre ist, aber man oft das Gefühl hat, dass das Budget doch zu knapp wurde.