Vorschau: Highguard exklusiv gespielt – Ein neuer Stern am Shooter-Himmel?

Highguard ist jetzt auf PS5, Xbox Series X/S und PC erschienen. Wir verraten euch in der Preview, ob der Shooter mehr bietet, als der Trailer verspricht.

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Jonas Herrmann
Gamer und Games-Redakteur aus München. Schreibe seit mehreren Jahren über Spiele und andere Dinge auf PlayFront, GamePro & Co.

Kaum eine Bühne ist im Gaming so groß wie die der Game Awards im Dezember. Bei der letzten Show wurde ganz zum Schluss mit Highguard ein neuer Free-2-Play-Shooter angekündigt. Der Trailer war recht kurz und nichtssagend und viele Spieler haben den Titel nahezu direkt als „das nächste Concord“ abgestempelt. Passend dazu folgten seither mehrere Wochen kompletter Funkstille.

Jetzt ist der Shooter tatsächlich für die PS5, die Xbox Series X/S und den PC erschienen und die Spieler können sich selbst einen Eindruck machen. Wir hatten schon in der vergangenen Woche die Möglichkeit, Highguard ausgiebig zu testen. Der Entwickler Wildlight hatte uns zu einem großen Preview-Event nach Los Angeles eingeladen. In unserer Vorschau klären wir, ob in dem Spiel doch mehr steckt, als der erste Trailer vermuten ließ.

Was ist Highguard überhaupt?

Genau diese Frage schwebt gewissermaßen seit der Ankündigung über dem neuen Shooter. Der erste Trailer machte nicht ganz klar, worauf sich die Spieler eigentlich freuen sollten. Klar ist, Highguard stammt von einem Team, das sich unter anderem aus ehemaligen Entwicklern von Titanfall und Apex Legends zusammensetzt, und setzt auf ein erst einmal gewöhnungsbedürftiges Science-Fantasy-Setting mit Helden-Charakteren.

Beim Anspielen wurde allerdings schnell klar, dass Highguard auch gar nicht so leicht zu beschreiben ist, weil der Kern des Titels ein komplett neuer Modus ist. Die Entwickler sprechen selbst von einem „Raid-Shooter“. Was das bedeutet, wollen wir euch erklären. Hier zunächst die wichtigsten Eckdaten:

  • Spieleranzahl: 3vs3
  • Rundendauer: ca. 7 – 30 Minuten
  • Ziel: Zerstören der gegnerischen Basis

Für den Spielmodus von Highguard hat Wildlight gewissermaßen verschiedenste Spielmodi und Elemente aus anderen Shootern miteinander verbunden. Alles beginnt damit, dass jeder Spieler eine von zum Start acht Figuren, den sogenannten Wardens, auswählt. Danach legt sich jedes Team auf eine von vier angebotenen Basen fest. Diese gilt es in der Folge zu verteidigen.

Um die gegnerische Basis angreifen zu können, muss zuerst auf der großen Map zwischen den beiden Basen ein Schwert, der sogenannte „Schildbrecher“ eingesammelt und zur feindlichen Basis getragen werden. Das andere Team versucht gleichzeitig ebenfalls, das Schwert zu erobern. Auf der Map gibt es auch verbesserte Waffen und Ausrüstungen, die eingesammelt werden können.

Hat ein Team es geschafft, den Schildbrecher bis zur anderen Basis zu tragen, beginnt ein Raid. Die Angreifer haben jetzt eine vorher festgelegte Anzahl an Leben und müssen versuchen, entweder zwei Generatoren oder den Seelenstein der Basis zu zerstören. Dafür muss das jeweilige Ziel erreicht und mit einem Sprengsatz versehen werden. Es gibt natürlich auch einen Timer, bis zur Explosion kann die Bombe also noch entschärft werden.

Gelingt es den Angreifern, die Basis des Gegners so auf 0 Lebenspunkte zu bringen, gewinnen sie das Match. Schaffen sie es nicht, endet der Raid und die Teams landen wieder in ihren Basen, von wo sie erneut losziehen, um den nächsten Schildbrecher zu erobern.

Wie das in Aktion aussieht, könnt ihr euch hier ansehen:

Und wie spielt sich das?

Dieser Modus kann auf den ersten Blick ziemlich überfordernd wirken, man kommt aber überraschend schnell rein und hat – am allerwichtigsten – von der ersten Sekunde an richtig viel Spaß. Das Gameplay ist rasant und griffig und wohl am ehesten mit Apex Legends zu vergleichen. Die Fähigkeiten der Helden können durchaus einen Unterschied machen, im Grunde stehen aber Schießereien im Vordergrund.

Der neue Spielmodus schafft es dabei ziemlich geschickt, für dauerhafte Unterhaltung zu sorgen. Am Anfang können wir einzelne Wände unserer Basis verstärken. Die können nämlich teilweise zerstört werden. Danach schwingen wir uns auf den Rücken unseres Pferds, Panthers oder Bären und reiten in die Welt hinaus. Wir haben ein paar Minuten, um bessere Rüstungen, Waffen und Amulette zu finden, bevor uns das Auftauchen des Schildbrechers ganz automatisch ins Gefecht zieht.

Diese Phase spielt sich teilweise wie eine kurzweilige Runde „Capture the Flag“. Haben wir das Schwert aufgehoben, versuchen wir es mit unserem Reittier schnellstmöglich zur gegnerischen Basis zu tragen. Dabei können wir aber jederzeit angegriffen werden und das Schwert wieder verlieren. Dieses Katz-und-Maus-Spiel ist immer wieder richtig spannend.

Die Raids spielen sich dann am ehesten wie „klassische“ Multiplayer-Runden der Marke „Search and Destroy“. Wir flankieren unsere Gegner, schleichen uns an Ziele heran oder sprengen einfach die Vordertür mit einer gezielten Rakete auf. Dank Respawns müssen wir dabei keine Angst haben, unsere Ausrüstung zu verlieren oder direkt wieder in der Lobby zu landen, und können dadurch auch „riskantere“ Manöver versuchen.

Alles in allem hat Wildlight hier wirklich einen richtig spannenden Modus geschaffen, der sich in der Shooter-Landschaft 2026 erfrischend neu anfühlt. Gepaart mit dem hervorragenden Gunplay (60 FPS auf der PS5!) und den spaßigen, aber nie übermächtigen Heldenfähigkeiten könnte das ein echter Erfolg werden.

Faires Free-2-Play-Modell und große Pläne

Bei dem Event hat uns Wildlight auch noch ein paar Infos zum Monetarisierungsmodell und den Live-Service-Plänen verraten. Highguard erscheint Free-2-Play und hat natürlich einen Onlineshop, in dem es rein kosmetische Items geben soll. Man möchte zudem dafür sorgen, dass wirklich alle Inhalte, die je erscheinen, für immer im Shop verfügbar sind.

Daneben gibt es auch noch sogenannte Warchests, die etwa mit den Raider Decks aus ARC Raiders vergleichbar sind. Wie bei einem Battlepass schaltet man hier in mehreren Stufen neue Items mit einer Ingame-Währung frei, die man in täglichen und wöchentlichen Herausforderungen verdienen kann. Auch die Warchests sollen für immer verfügbar sein.

Während man bei Apex Legends zum Release nicht bereit für einen Live-Service war, möchte man es dieses Mal besser angehen und hat schon jetzt riesige Pläne. Jeden Monat gibt es Updates mit neuen Inhalten, alle zwei Monate soll ein neuer Charakter erscheinen. Die Figuren müssen übrigens nicht gekauft werden, sondern stehen allen direkt zur Verfügung.

Ob diese Pläne wirklich aufgehen, dürfte auch davon abhängen, wie erfolgreich Highguard am Ende wird. Beim Live-Service besteht aber die Möglichkeit, dass sich die Entwickler ein wenig übernehmen. Neue Charaktere, Maps und Waffen sind toll, können aber auch zu einem Balancing-Albtraum führen. Wildlight sagt selbst, dass man sich dafür gerüstet fühlt, die Wahrheit wird aber wie so oft erst mit der Zeit ans Licht kommen.

Highguard hat eigentlich alles, aber schon jetzt einen schlechten Ruf

Was wir uns auch nach dem Event in Los Angeles nicht erklären können, ist, was bei der Kommunikation rund um den neuen Shooter schiefgelaufen ist. Der Trailer bei den Game Awards war kurz und hat überhaupt nichts transportiert, das anhaltende Schweigen in der Folge hat die Situation nur noch schlimmer gemacht. Dafür möchte man jetzt zum Release gleich 34 (!) Gameplay-Videos auf einen Schlag veröffentlichen.

Nach dem Anspielen hoffen wir, dass sich die Spieler davon nicht blenden lassen und dem Spiel einfach eine faire Chance geben. Durch das Free-2-Play-Modell stehen die Chancen dafür aber auch ziemlich gut. Wenn der Release gelingt, ist ein Erfolg wie bei Apex Legends unserer Meinung nach nicht ausgeschlossen. Uns juckt es zumindest schon seit Tagen in den Fingern und wir können den Release von Highguard kaum noch erwarten.

Ersteindruck: sehr gut!

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Crydog
28. Januar 2026 09:15

Lol wo sind wir angekommen möchtegern Journalistin von gamestar geben den Spielern die Schuld warum das spiel geflopt ist. Sie hätten das spiel schlecht geredet,ja sorry das die menschen sich aufklären und mündig,selbewusst und Selbsteinschätzung entscheiden was sie konsumieren wollen und was nicht. Manch Journalisten tun so als würde alles in Luftblasen Raum passieren. Ja das spiel ist umsonst und man kann es ausprobieren aber die Hardware dahinter nicht, das os nicht (pc), abo Gebühren für online spielen (konsolen) und ganz wichtig Lebenszeit (ist unbezahlbar) damit zu verschwenden so ein Schrott spiel zu spielen. Natürlich gibt es gamer die vielleicht review boombing betreiben. Aber es lässt sich leicht mit den finger von seinen Elfenbeinturm auf den wütenden mob zu zeigen wenn man alle diese sache umsonst gestellt kriegt von seinen Arbeitgeber. Die leute haben mehrheitlich einfach kein bock mehr auf solche spiele und durchschauen scam spiele

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