Vorschau: The Division – So haben wir die BETA erlebt

„Tom Clancy’s The Division“ ist ohne Zweifel eines der Highlights, die im Jahre 2016 erscheinen werden. Seit Freitag gibt es nun eine Closed Beta Phase, in der wir einen kleinen Eindruck des Open-World-Shooters gewinnen konnten. Die erste große Spielgelegenheit enthielt dabei eine ganze Menge Inhalt – ein kleiner Vorgeschmack auf die Kampagne, mit einer Story-Mission, einigen Cutscenes und selbstverständlich die Darkzone – ein Ort an dem man besonderen Loot sammeln kann und diesen gegen reale Feinde verteidigen muss. Doch dazu später mehr!

Die Beta startet mit einer Einweisung durch Hamish Bode, einer der Community Developers von „The Division“. Hamish erklärt die Grundlagen der Steuerung und gibt einige nützliche Tipps, wie man erfolgreich durch die Beta findet. Wie sich später herausstellt ist dies mehr als nützlich, denn sowohl das Gameplay als auch die Steuerung sind anspruchsvoll zu meistern. Der nützlichste Tipp ist dabei sicherlich das Deckungssystem, denn wer offen im Kampf steht geht oft schneller zu Boden als ihm lieb ist. Nach der Einführung haben wir die Möglichkeit unseren eigenen Charakter zu erstellen: In dieser Version gibt es zwar nur bereits vorgefertigte Modelle, aber in der Vollversion wird es möglich sein seinem Charakter durch viele verschiedene Individualisierungen einen eigenen „Touch“ zu verpassen.

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Doch genug zum Vorspiel – jetzt wollen wir Action!

Und die gibt es prompt: Nach der Auswahl unseres Agenten finden wir uns in einem Helikopter wieder, eine Soldatin verarztet uns, offensichtlich hat sie ein Auge verloren, zumindest deutet das ihr Verband an. Ihr Name ist Faye Lau und wie wir ist sie eine Division-Agentin. Sie hilft uns auf die Beine und erklärt uns, dass eine Explosion unseren Commander getötet hat und wir die letzte Hoffnung sind, um die Stadt – unsere Stadt – zurückzuerobern. Die Cutscene bietet einen guten Überblick über den Ort, den wir retten müssen – und wie könnte es anders sein, es handelt sich um den Stadtteil Manhattan. Manhattan hat jedoch schon bessere Tage erlebt, die Straßen sind zerbombt und leer, die Stadt verfällt dem Chaos. Bei der Landung erfahren wir, dass der Kontakt zum befehlshabenden Soldaten seit einiger Zeit abgebrochen ist – unsere Aufgabe ist es daher den übrig gebliebenen Soldaten unter die Arme zu greifen und das Hauptquartier zurückzugewinnen.

Zu Beginn laufen wir durch ein Camp, das einige Händler beherbergt, bei denen man Waffen und Ausrüstung kaufen  kann – man merkt direkt wie vielseitig und komplex „The Division“ zu seinen scheint. Leider haben wir noch kein Geld und können daher lediglich die Ware begutachten. Von Beginn an sind wir mit zwei Primärwaffen und einer Pistole ausgestattet – des Weiteren tragen wir einige Handgranaten und Medipacks – die uns in brenzligen Situationen weiterhelfen. Nach der unbefriedigenden Shoppingtour bahnen wir uns unseren Weg zum Postgebäude, das in The Division als HQ fungiert. Es fühlt sich echt gut an mit unserem Agenten durch die zerstörten Straßen New Yorks zu schleichen, mit der Waffe immer im Anschlag. Mit Faye Lau bleiben wir in Funkkontakt, da sie durch ihre Verletzung nicht aktiv mithelfen kann. Die Map wird dabei durch ein 3D-Hologramm dargestellt, dort können wir Wegpunkte markieren und uns einen Überblick verschaffen. Bei unserem Spaziergang fällt auf wie viel Liebe die Entwickler in das Setting gesteckt haben. Viele der Häuser sind begehbar und man findet verlassene Wohnungen auf – überall gibt es Loot wie z.B. neue Kleidungsstücke, die wir ausrüsten können um so unsere Erscheinung zu verändern.

Als wir endlich bei unserer vermeintlichen Operationsbasis angekommen sind entdecken wir mehrere Feinde, die unseren Verbündeten ordentlich einheizen – mit einigen gezielten Kopfschüssen entschärfen wir die Situation: Jeder Treffer zeigt an wie viel Schaden er verursacht hat, denn „The Division“ hat viele Eigenschaften eines Rollenspiels, das bedeutet unsere Waffen haben einen bestimmten Angriffswert und die Gegner eine gewisse Anzahl an Lebenspunkten. Dies ist sehr gut vergleichbar mit dem System aus Borderlands.

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Durch unsere Rettungstat heimsen wir den Dank unserer Kollegen ein und das Resultat ist eine Wiedereröffnung der Operationsbasis. Im Inneren der Basis finden wir weitere Händler vor, ein eigenes Lager und einige weitere Dinge, doch die Operationsbasis ist nur ein Schatten ihrer selbst – zwar gibt es einen Medizin-, Sicherheits- und Technologieflügel, doch diese sind zur Zeit geschlossen. Faye Lau erklärt uns, dass wir erst je einen Schlüsselcharakter retten müssen, damit wir die Vorteile der jeweiligen Flügel genießen können. In der Beta haben wir die Möglichkeit eine Story Mission zu absolvieren, um eine Ärztin zu retten, die zusammen mit Ihrem Personal im Madison Square Garden als Geisel genommen wurde. Die Rettung ermöglicht uns den Aufbau des Medizinflügels, der uns auch im Kampf einige Vorteile bietet, z.B. das Tragen eines zusätzlichen Medipacks.

Viel mehr verrät uns die Beta nicht über die Story, zwar gibt es überall auf der Karte kleinere Nebenmissionen, in denen wir gegen computergesteuerte Feinde kämpfen dürfen, doch deutlich interessanter finden wir es einen Blick in die Darkzone zu werfen: Wie bereits oben angedeutet ist die Darkzone ein Gebiet in Manhattan, in dem es ganz besondere Waffen & Ausrüstung gibt – doch jeder Spieler darf jeden anderen angreifen, das bedeutet man läuft Gefahr seinen hart erkämpften Loot zu verlieren, sofern man an die falschen Leute gerät. Um seine Beute in Sicherheit zu bringen gibt es verschiedene Abholzonen. In diesen kann ein Helikopter angefordert werden und nach einer 90-sekündigen Wartezeit kann man seine eroberten Habseligkeiten sichern. Sofern dies erfolgt ist die Ausrüstung in eurem Lager in der Operationsbasis anwählbar.

Das Konzept wirkt revolutionär und vielleicht auch etwas angsteinflößend, denn wer hat nicht gerade diese Menschen im Sinn, die nur darauf auf sind jedem ans Bein zu pinkeln und möglichst alles an sich zu reißen – hier können wir Entwarnung geben. Während der Zeit in der Darkzone ist uns aufgefallen, dass sich gegenseitig geholfen wird, man des Öfteren in eine gemeinsame Gruppe eingeladen wird und auch ohne Verabredung mit mehreren Leuten im Trupp unterwegs ist. Des Weiteren gibt es ein Sanktionssystem, das Spieler markiert, die auf unbeteiligte Agenten schießen – tötet man einen dieser markierten Spieler bekommt man Bonus-Erfahrung und selbstverständlich deren Beute, ohne selber sanktioniert zu werden. Dies funktioniert überraschend gut und macht bereits jetzt unglaublich viel Spaß. Die Konflikte, die entstehen während man auf den Helikopter wartet und einfach nur seine Ausrüstung in Sicherheit bringen möchte, die taktische Komponente, wenn man in einem 4er-Trupp unterwegs ist und seine nächsten Schritte plant oder auch die Dynamik bei einer Jagd auf sanktionierte Spieler machen sehr viel Laune und bieten einen tollen Vorgeschmack auf das fertige Spiel.

Während unserer Zeit in der Beta fiel uns auch die Rollenspiel-Komponente mehr und mehr ins Auge. Im Menü kann man beispielsweise bestimmte Fertigkeiten auf die Schulterknöpfe legen, um sein Team zu heilen oder die Gegend auszukundschaften. Außerdem wird es einen Talentbaum geben, in dem man bestimmte Fähigkeiten seines Charakters ausbauen kann. Bei all diesen Möglichkeiten wirkt die Steuerung anfangs überladen, doch nach etwas Eingewöhnungszeit geht die Deckungssuche, das Einsetzen eines Medipacks und das Werfen von verschiedenen Granaten sehr gut von der Hand.

Auch technisch bietet die Beta eine tollen Vorgeschmack, auf das was uns im März erwarten wird. Das Setting rund um das zerstörte Manhattan wird toll in Szene gesetzt, die Animationen wirken rund und auch die Effekte können sich sehen lassen. Zwar liefen die Server während unserer Spielsessions nicht immer ganz rund, allerdings ist das schnell verziehen und wird sicherlich bis zum Release stabilisiert. Bis auf ein paar Verzögerungen beim Nachladen der Texturen, macht „The Division“ bereits einen sehr guten Eindruck auf der PS4 und lässt die Befürchtungen, es könnte das nächste Ubisoft Debakel werden, schnell schwinden.

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„Tom Clancy’s The Division hält unseren Erwartungen in der Beta mehr als stand. Der begehbare Teil der Spielwelt ist jetzt schon riesig und bietet mit seinen vielen verschiedenen Facetten einen tollen ersten Eindruck. Die schier endlosen Verbesserungen für euren Charakter und die Operationsbasis lassen nur erahnen, wie groß das fertige Spiel wirklich sein wird. Wir hoffen, dass uns „The Division“ auch über eine längeren Zeitraum so fesseln kann, wie in der kurzen Zeit, in der die Beta spielbar war. Wir können es jetzt schon kaum erwarten mit Freunden durch die Darkzone zu ziehen, seltene Ausrüstung zu sammeln und diese gegen jegliche Art von Feinden zu verteidigen.Technisch macht das Spiel schon jetzt einen tollen Eindruck, sodass wir sicher sind, im März einen Titel mit Hit-Charakter erwarten zu dürfen.“

Einschätzung: Sehr gut!

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