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Warhorse Studios: Algorithmus ersetzt Übersetzer bei KCD2

Warhorse Studios entlässt Lokalisierung-Profis für KI-Übersetzungen. Erfahren Sie alles über die Entlassungswelle und die Neuausrichtung bei KCD2.

Niklas Author 2026
By
Niklas Bender
Editor-in-Chief bei PlayFront und Spezialist für kritische Analysen. Niklas Bender steht für eine klare redaktionelle Kante und furchtlosen Journalismus. Sein Fokus: die Dekonstruktion von PR‑Floskeln. Er...

Warhorse Studios ersetzt menschliche Übersetzer durch KI-Lösungen, um Kosten zu drücken. Die Entlassung von erfahrenem Personal bei „Kingdom Come: Deliverance 2“ markiert den nächsten Schritt der industriellen Standardisierung.

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Der Algorithmus übernimmt das Wort

Der langjährige Übersetzer und Editor Max H. wurde am 27. März 2026 mit sofortiger Wirkung freigestellt, wie er auf Reddit beklagt. Sein Aufgabenbereich umfasste die tschechisch-englische Lokalisation von „Kingdom Come: Deliverance 2“ sowie sämtliche geplante DLC-Inhalte. Das Management von Warhorse Studios deklarierte die Stelle offiziell als obsolet. Ab dem kommenden Monat übernimmt eine KI-Lösung sämtliche Übersetzungsarbeiten des Studios, von Quest-Logs bis zu komplexen Dialogen.

Die Entscheidung fiel laut internen Begründungen aus rein finanziellen Erwägungen zur Effizienzsteigerung. Warnungen hinsichtlich potenzieller Qualitätsverluste bei der Übertragung mittelalterlicher Nuancen wurden ignoriert. Betroffen sind nicht nur technische Texte, sondern auch das kreative Marketingmaterial. Der Schritt markiert einen radikalen Kurswechsel weg von spezialisierten Fachkräften hin zur automatisierten Content-Verarbeitung.

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Das Ende der Sprachbarriere durch Prozessoren

Übersetzer stehen auf der Liste der aussterbenden Berufe ganz oben. Wer glaubt, dass eine Maschine den feinen Unterschied zwischen tschechischem Dialekt und englischem Slang niemals lernt, ignoriert die Lernkurve der letzten zwei Jahre. Warhorse zieht die Konsequenz aus einer Technologie, die gut genug ist, um die Masse zu bedienen. Der Mensch wird hier zum teuren Luxusgut, das sich ein Studio im Effizienzwahn nicht mehr leisten will.

Perfektion ist in der modernen Spieleentwicklung ohnehin kein Kriterium mehr, solange der Output die Marge nicht gefährdet. Die KI liefert Ergebnisse in Sekunden, für die ein Team Wochen benötigt. Dass dabei die Seele der Sprache auf der Strecke bleibt, ist ein Kollateralschaden, den das Management achselzuckend in Kauf nimmt. Es ist kein Experiment mehr, sondern der neue Standard.

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Früher kaufte man für Authentizität Historiker, heute reicht ein Grafikprozessor und ein Prompt.

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Martin
29. März 2026 17:46

Naja, dann werde ich mir zukünftig – wie auch bereits bei anderen Studios, die Menschen durch KI ersetzen – 8 mal mehr überlegen, ob ich überhaupt noch was von Warhorse kaufen möchte

Markus
29. März 2026 14:53

gerade eins der Studios dass sich durch Leidenschaft und Handarbeit auszeichnete geht diesen Weg . Kingdom come wird durch Erkundung ,Kampf ,aber zum Großen Teil von seinen Dialogen getragen.Fehlende nuancen in der Sprache als Kolleteralschaden zu betrachten,hat zur Folge dass Verkäufe künftiger Spiele dann wohl auch zu den ,,Kolleralschäden“ gezählt werden können.selbst Schuld Warhorse .somit werdet ihr ne Menge an Gamern verlieren.
ok das lässt für mich nur ein Schluss zu.Leidenschaft und Authentizität ist tot.wenn das 100% zum Standard wird,werde ich künftig kein Spiel mehr Kaufen.hab noch bestimmt 60 Spiele, die ich nie beendet habe.

X8BL
29. März 2026 12:24

Ausgerechnet bei einem Titel, der durch historische Bezüge eine nuancierte Sprache erfordert.

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